30.07.2026
von Tanja Meckler
Für die Region ist das weit mehr als eine technische Modernisierung. Es ist ein wirtschaftliches Signal. Während vielerorts über Standortnachteile, Fachkräftemangel und Investitionszurückhaltung diskutiert wird, fließt in Pforzheim ein dreistelliger Millionenbetrag in den Ausbau eines bestehenden Industriestandorts.
„Der Standort in Pforzheim wird vollständig umgebaut und modernisiert. Es wird ein Robotics-Logistikzentrum – das sind die modernsten Standorte, die wir haben. Wir freuen uns, dass wir ein deutliches Signal für die Region setzen – ein Investment von mehr als 300 Millionen Euro ist ein Bekenntnis zum Standort.“, sagt Oliver Kentschke, Pressesprecher von Amazon.

Das Herzstück des neuen Standorts sind hunderte autonome Transportroboter. Sie fahren keine Pakete durch die Halle, sondern ganze Regalsysteme. Die Ware kommt zum Menschen – nicht mehr umgekehrt. Kilometerlange Laufwege entfallen, Prozesse werden schneller und ergonomischer. Nach dem Umbau können in Pforzheim rund 20 Millionen Artikel gelagert und für das europäische Logistiknetz bereitgestellt werden. Die Auslieferung an die Kundinnen und Kunden erfolgt weiterhin über andere Standorte.

Die Technik verändert die Abläufe, nicht aber die Bedeutung des Menschen. Im Gegenteil: Amazon verbindet den Umbau mit einem deutlichen Personalaufbau. Die heute mehr als 1.000 Arbeitsplätze bleiben während der gesamten Bauphase erhalten. Bis Ende 2029 sollen mehr als 1.000 weitere Stellen hinzukommen. Damit würde sich die Belegschaft auf deutlich über 2.000 Beschäftigte vergrößern.

Gesucht werden Fach- und Führungskräfte ebenso wie Versandmitarbeitende, für deren Einstieg keine formale Berufsausbildung erforderlich ist. Der Stundenlohn beginnt bei 16 Euro brutto. Hinzu kommen Weiterbildungsbudgets von bis zu 4.500 Euro jährlich, ein 63-Euro-Ticket sowie Leistungen zur betrieblichen Altersvorsorge.

„Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in den Standort Pforzheim. Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.“, so Kentschke.
Auch die Dimensionen des Bauprojekts sind bemerkenswert. Über sechs Hallen entsteht auf rund 60.000 Quadratmetern ein neues Mezzanin – eine zusätzliche Ebene aus Stahlverbundkonstruktionen, die künftig die robotergestützten Abläufe ermöglicht. Rund 9.000 Tonnen Stahl, 12.000 Kubikmeter Beton und etwa 2.500 gerammte Gusseisenrammpfähle werden dafür verbaut. Parallel wächst die Photovoltaikanlage von 1,2 auf 2,5 Megawattpeak und erzeugt künftig rechnerisch genug Strom für 650 bis 800 Haushalte.
Für Pforzheim ist das Projekt deshalb mehr als ein Großbauvorhaben. Es ist ein Indikator dafür, dass internationale Unternehmen den Standort weiterhin als attraktiv bewerten.
Oberbürgermeister Peter Boch ordnet die Investition entsprechend ein: „Die Investitionen von Amazon im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sind ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Pforzheim. In keiner anderen Kommune in Baden-Württemberg sind in den letzten Jahren derart hohe ausländische Direktinvestitionen geflossen, die auch tatsächlich baulich am Standort in Wert gesetzt wurden. Die umfassende Modernisierung und Entwicklung zu einem der fortschrittlichsten Logistikzentren in Deutschland, zeigt das Vertrauen, das Amazon in unsere Stadt hat. Besonders freut mich, dass mit dieser Investition nicht nur bestehende Arbeitsplätze langfristig gesichert werden, sondern bis Ende 2029 auch mehr als 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen sollen. Davon profitieren die Menschen in Pforzheim ebenso wie die gesamte Region. Der Ausbau des Standorts stärkt unsere wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig. Die Stadt Pforzheim, insbesondere ihr Baudezernat und ihr Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) begleiten diesen Weg daher auch weiterhin eng und partnerschaftlich.“

Amazon betreibt in Baden-Württemberg zehn Standorte mit rund 3.000 Beschäftigten. Zugleich ist das Unternehmen ein wichtiger Partner für den Mittelstand: Rund 6.000 kleine und mittlere Unternehmen aus dem Land verkauften 2023 ihre Produkte über den Online-Marktplatz und erzielten dabei Exportumsätze von 475 Millionen Euro.
Der Umbau in Pforzheim steht damit exemplarisch für einen Strukturwandel, der vielerorts erst beginnt: Logistik entwickelt sich zur Hightech-Branche. Wo früher Regalreihen dominierten, arbeiten künftig Roboter, Software und Menschen Hand in Hand.





30.07.2026
„Der Standort in Pforzheim wird vollständig umgebaut und modernisiert. Es wird ein Robotics-Logistikzentrum – das sind die modernsten Standorte, die wir haben. Wir freuen uns, dass wir ein deutliches Signal für die Region setzen – ein Investment von mehr als 300 Millionen Euro ist ein Bekenntnis zum Standort.“
von Tanja Meckler
Für die Region ist das weit mehr als eine technische Modernisierung. Es ist ein wirtschaftliches Signal. Während vielerorts über Standortnachteile, Fachkräftemangel und Investitionszurückhaltung diskutiert wird, fließt in Pforzheim ein dreistelliger Millionenbetrag in den Ausbau eines bestehenden Industriestandorts.
„Der Standort in Pforzheim wird vollständig umgebaut und modernisiert. Es wird ein Robotics-Logistikzentrum – das sind die modernsten Standorte, die wir haben. Wir freuen uns, dass wir ein deutliches Signal für die Region setzen – ein Investment von mehr als 300 Millionen Euro ist ein Bekenntnis zum Standort.“, sagt Oliver Kentschke, Pressesprecher von Amazon.

Das Herzstück des neuen Standorts sind hunderte autonome Transportroboter. Sie fahren keine Pakete durch die Halle, sondern ganze Regalsysteme. Die Ware kommt zum Menschen – nicht mehr umgekehrt. Kilometerlange Laufwege entfallen, Prozesse werden schneller und ergonomischer. Nach dem Umbau können in Pforzheim rund 20 Millionen Artikel gelagert und für das europäische Logistiknetz bereitgestellt werden. Die Auslieferung an die Kundinnen und Kunden erfolgt weiterhin über andere Standorte.

Die Technik verändert die Abläufe, nicht aber die Bedeutung des Menschen. Im Gegenteil: Amazon verbindet den Umbau mit einem deutlichen Personalaufbau. Die heute mehr als 1.000 Arbeitsplätze bleiben während der gesamten Bauphase erhalten. Bis Ende 2029 sollen mehr als 1.000 weitere Stellen hinzukommen. Damit würde sich die Belegschaft auf deutlich über 2.000 Beschäftigte vergrößern.

Gesucht werden Fach- und Führungskräfte ebenso wie Versandmitarbeitende, für deren Einstieg keine formale Berufsausbildung erforderlich ist. Der Stundenlohn beginnt bei 16 Euro brutto. Hinzu kommen Weiterbildungsbudgets von bis zu 4.500 Euro jährlich, ein 63-Euro-Ticket sowie Leistungen zur betrieblichen Altersvorsorge.

„Amazon investiert mehr als 300 Millionen Euro in den Standort Pforzheim. Wir wollen ein guter Nachbar in der Region sein – mit attraktiven Arbeitsplätzen, Perspektive für Mitarbeitende und Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.“, so Kentschke.
Auch die Dimensionen des Bauprojekts sind bemerkenswert. Über sechs Hallen entsteht auf rund 60.000 Quadratmetern ein neues Mezzanin – eine zusätzliche Ebene aus Stahlverbundkonstruktionen, die künftig die robotergestützten Abläufe ermöglicht. Rund 9.000 Tonnen Stahl, 12.000 Kubikmeter Beton und etwa 2.500 gerammte Gusseisenrammpfähle werden dafür verbaut. Parallel wächst die Photovoltaikanlage von 1,2 auf 2,5 Megawattpeak und erzeugt künftig rechnerisch genug Strom für 650 bis 800 Haushalte.
Für Pforzheim ist das Projekt deshalb mehr als ein Großbauvorhaben. Es ist ein Indikator dafür, dass internationale Unternehmen den Standort weiterhin als attraktiv bewerten.
Oberbürgermeister Peter Boch ordnet die Investition entsprechend ein: „Die Investitionen von Amazon im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sind ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Pforzheim. In keiner anderen Kommune in Baden-Württemberg sind in den letzten Jahren derart hohe ausländische Direktinvestitionen geflossen, die auch tatsächlich baulich am Standort in Wert gesetzt wurden. Die umfassende Modernisierung und Entwicklung zu einem der fortschrittlichsten Logistikzentren in Deutschland, zeigt das Vertrauen, das Amazon in unsere Stadt hat. Besonders freut mich, dass mit dieser Investition nicht nur bestehende Arbeitsplätze langfristig gesichert werden, sondern bis Ende 2029 auch mehr als 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen sollen. Davon profitieren die Menschen in Pforzheim ebenso wie die gesamte Region. Der Ausbau des Standorts stärkt unsere wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig. Die Stadt Pforzheim, insbesondere ihr Baudezernat und ihr Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) begleiten diesen Weg daher auch weiterhin eng und partnerschaftlich.“

Amazon betreibt in Baden-Württemberg zehn Standorte mit rund 3.000 Beschäftigten. Zugleich ist das Unternehmen ein wichtiger Partner für den Mittelstand: Rund 6.000 kleine und mittlere Unternehmen aus dem Land verkauften 2023 ihre Produkte über den Online-Marktplatz und erzielten dabei Exportumsätze von 475 Millionen Euro.
Der Umbau in Pforzheim steht damit exemplarisch für einen Strukturwandel, der vielerorts erst beginnt: Logistik entwickelt sich zur Hightech-Branche. Wo früher Regalreihen dominierten, arbeiten künftig Roboter, Software und Menschen Hand in Hand.





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