28.05.2026
von Christian Roch
Wie entsteht ein „Hörinfarkt“? Was verspricht Hilfe und wie lässt sich aktiv vorbeugen? Fabian Böhm, Inhaber von BÖHM Hörakustik in Pforzheim, kennt das Thema aus beruflicher Sicht und persönlicher Erfahrung sehr gut.
WirtschaftsKRAFT: Herr Böhm, haben die Themen Hörsturz und Tinnitus in Ihrem Berufsalltag an Bedeutung gewonnen?
Fabian Böhm: Ja, definitiv. Wir bemerken seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme an Menschen, die mit Tinnitus, Hörsturz oder stressbedingten Hörproblemen zu uns kommen. Ich würde sagen, seit etwa 2015 ist die Zahl der Fälle bei uns kontinuierlich gestiegen. Das liegt zum einen daran, dass die Menschen immer besser sensibilisiert sind. Zum anderen erleben wir gesellschaftlich eine enorme Dauerbelastung: permanentes Multitasking, beruflicher Druck, hohe Lautstärken im Alltag, ständige Erreichbarkeit und zu wenige Ruhephasen. Viele Menschen unterschätzen, wie stark sich Stress, Schlafmangel oder Reizüberflutung auf das empfindliche Innenohr auswirken können.
Was passiert im Körper bei Hörsturz und Tinnitus?
Ein Hörsturz ist, vereinfacht gesagt, eine plötzliche Funktionsstörung des Innenohrs. Die empfindlichen Haarsinneszellen in der Cochlea arbeiten dann nicht mehr richtig. Betroffene hören bestimmte Frequenzen dumpf, verzerrt oder teilweise gar nicht mehr. Nicht selten tritt zusätzlich ein Tinnitus auf. Manche Betroffene bemerken nur ein leichtes Pfeifen, andere erleben massive Ohrgeräusche oder starken Hörverlust. Das Gehirn kann das teilweise kompensieren, aber nur, solange das Hörsystem insgesamt noch ausreichend arbeitet. Auch psychologisch ist das belastend. Viele Patienten entwickeln Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen oder depressive Verstimmungen.
Wo liegen die Ursachen?
Neben starkem Lärm oder einem Knalltrauma spielen insbesondere Stress, psychische Belastungen, Schlafmangel oder körperliche Erschöpfung eine große Rolle. Interessanterweise entsteht zum Beispiel ein Hörsturz häufig nicht in der Stressphase, sondern genau dann, wenn Ruhe einkehrt, etwa im Urlaub. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Betreuung wichtig. Bei BÖHM Hörakustik begleiten wir viele Betroffene über lange Zeiträume. Dabei geht es auch um mentale Stabilität, Hörtraining und Lebensqualität.
Welche Personengruppen sind besonders gefährdet?
Grundsätzlich können Hörsturz und Tinnitus jeden treffen. Besonders häufig sind sie aber bei Menschen zwischen 40 und 55 Jahren. Also genau die Lebensphase, in der berufliche Verantwortung, familiäre Belastung und hoher Leistungsdruck zusammentreffen. Ebenfalls gefährdet sind Menschen, die dauerhaft starkem Lärm ausgesetzt sind, in Industrie und Handwerk, aber auch Musiker, DJs, Veranstaltungs- oder Gastronomiemitarbeiter. Auch Freizeitlärm spielt eine immer größere Rolle, zum Beispiel durch Kopfhörer.
Geht das wieder weg, oder muss man ein Leben lang damit zurechtkommen?
Das ist wahrscheinlich die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Frage. Ein Hörsturz oder Tinnitus kann sich vollständig zurückbilden, muss es aber nicht. Entscheidend ist vor allem, wie schnell gehandelt wird. Viele Menschen warten zu lange und hoffen, dass es von alleine wieder besser wird. Genau das kann problematisch sein. Zur Dauer: Beim Tinnitus unterscheidet man zwischen akut und chronisch. Alles unter etwa drei Monaten gilt noch als akuter Zustand. Bestehen die Ohrgeräusche länger, spricht man von chronischem Tinnitus.

Welche Therapien können helfen?
Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, von Hörsystemen über Hörtrainings bis hin zu speziellen Apps und therapeutischen Ansätzen. Leider erleben wir in der Praxis oft, dass Menschen mit Tinnitus bereits eine lange Reise hinter sich haben, bevor sie beim Hörakustiker ankommen. Viele probieren zuerst Ansätze wie Akupunktur, Massagen oder Sauerstofftherapie. Das kann im Einzelfall durchaus unterstützend wirken. Allerdings sind die Erfolge häufig nicht dauerhaft gesichert. Moderne Hörakustik im Ohr kann enorm helfen. Durch eine gezielte Verstärkung der fehlenden Frequenzen wird das Gehirn wieder besser mit Hörinformationen versorgt. Allein dadurch wird der Tinnitus bereits deutlich leiser wahrgenommen. Zusätzlich gibt es spezielle Tinnitus-Noiser. Diese erzeugen angenehme Gegensignale, die das Gehirn entlasten. Das kann zum Beispiel Natur- oder Meeresrauschen sein. Im Rahmen der Anpassung des Gerätes wird häufig ein sogenanntes „Tinnitus-Matching“ durchgeführt. Dabei wird analysiert, in welcher Tonhöhe und Stärke der Tinnitus wahrgenommen wird, um die Therapie individuell anzupassen. Unser Ziel ist nicht unbedingt, den Tinnitus vollständig „wegzuzaubern“, sondern ihm die Dominanz zu nehmen. Hierfür kombinieren wir moderne Technik mit Hörtraining, Coaching und langfristiger Begleitung. Viele kleine smarte Tinnitus-Systeme werden zumindest anteilig von den Krankenkassen finanziell unterstützt. Dennoch gehen hochwertige Lösungen häufig über die klassische Kassenversorgung hinaus.

Hat BÖHM eine besondere Kompetenz bei der Behandlung von Hörsturz und Tinnitus?
Ja, definitiv. Wir haben insgesamt fünf Hörakustikmeister im Haus, zusätzlich zwei Hörtherapeuten und zwei Audio-Coaches, die sich speziell mit den Themen Hörstress, Tinnitus und Hörsturz beschäftigen. Uns ist besonders wichtig, den Menschen ganzheitlich zu betrachten, nicht nur das Ohr. Denn Tinnitus betrifft fast immer auch die Psyche, den Schlaf, die Konzentration und die gesamte Lebensqualität.
Eine typische Begleitung beginnt bei uns zunächst mit einem ausführlichen Gespräch und speziellen Fragebögen. Danach testen unsere Kundinnen und Kunden unterschiedliche Hörsysteme oder Tinnitus-Noiser. Bei uns können Systeme über Wochen oder sogar Monate im Alltag getestet werden. Nur so lässt sich beurteilen, welche Technologie langfristig hilft. Zusätzlich beziehen wir auf Wunsch Entspannungstechniken oder ergänzende Therapien mit ein. Ganz nach unserem Leitsatz „Besser hören. Persönlich erleben.“
Was sollte ich tun, wenn es passiert?
Durch meine frühere Musikkarriere und die hohe Belastung im Alltag hatte ich selbst bereits kleinere Hörstürze. Wenn plötzlich auf einem Ohr ein deutlicher Hörverlust auftritt oder ein starker dauerhafter Pfeifton entsteht, sollte man nicht abwarten und hoffen dass es „schon wieder wird“. Mein klarer Rat lautet: Innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen. Außerhalb der Sprechzeiten direkt in eine HNO-Klinik oder ins Krankenhaus gehen. Akut wird oft mit Kortison behandelt. In vielen Fällen kann sich das Gehör dadurch wieder deutlich erholen. Der Hörakustiker ist danach ein wichtiger Ansprechpartner. Wir können wie beschrieben Hörtests durchführen, moderne Technologien erklären und bei der langfristigen Versorgung unterstützen. Wichtig: Eine medizinische Diagnose darf ausschließlich durch den Arzt erfolgen.
Wie kann ich selbst aktiv vorbeugen?
Der wichtigste Punkt ist aus meiner Sicht der Umgang mit Stress und Dauerbelastung. Ruhephasen, Schlaf, Bewegung, mentale Balance und ein gesundheitsförderndes soziales Umfeld sind enorm wichtig. Auch Themen wie Achtsamkeit, Resilienz und bewusste Erholung werden aus meiner Sicht oft unterschätzt. Ich weiß selbst, wie herausfordernd das Leben sein kann. Meine Familie hat durch die Behinderung unserer Tochter (Rett-Syndrom) viele Veränderungen meistern müssen. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeitende. Dadurch lernt man, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten. Zur Prävention gehören daneben ganz klassische Dinge: Gehörschutz bei Lärm tragen und ein bewusster Umgang mit Lautstärke, insbesondere beim Musikhören.
Wie können Betroffene die Therapie aktiv unterstützen?
Das Wichtigste ist Offenheit und Geduld. Das Gehirn muss in der Tinnitus-Therapie lernen, mit neuen Hörinformationen umzugehen und den Tinnitus weniger dominant wahrzunehmen. Deshalb ist es wichtig, moderne Systeme konsequent im Alltag zu tragen. Gute Ergebnisse entstehen meist dann, wenn Betroffene mitarbeiten und bereit sind, ihre eigenen Gewohnheiten zu reflektieren: Der Mensch weiß häufig selbst, was ihm gut tut, setzt es im stressigen Alltag nur viel zu selten um. Genau dabei möchten wir unterstützen.
Hinweis: Ein Hörsturz oder Tinnitus kann nur ärztlich zuverlässig diagnostiziert werden. Wenden Sie sich bei Verdacht schnellstmöglich Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis.

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28.05.2026
von Christian Roch
Wie entsteht ein „Hörinfarkt“? Was verspricht Hilfe und wie lässt sich aktiv vorbeugen? Fabian Böhm, Inhaber von BÖHM Hörakustik in Pforzheim, kennt das Thema aus beruflicher Sicht und persönlicher Erfahrung sehr gut.
WirtschaftsKRAFT: Herr Böhm, haben die Themen Hörsturz und Tinnitus in Ihrem Berufsalltag an Bedeutung gewonnen?
Fabian Böhm: Ja, definitiv. Wir bemerken seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme an Menschen, die mit Tinnitus, Hörsturz oder stressbedingten Hörproblemen zu uns kommen. Ich würde sagen, seit etwa 2015 ist die Zahl der Fälle bei uns kontinuierlich gestiegen. Das liegt zum einen daran, dass die Menschen immer besser sensibilisiert sind. Zum anderen erleben wir gesellschaftlich eine enorme Dauerbelastung: permanentes Multitasking, beruflicher Druck, hohe Lautstärken im Alltag, ständige Erreichbarkeit und zu wenige Ruhephasen. Viele Menschen unterschätzen, wie stark sich Stress, Schlafmangel oder Reizüberflutung auf das empfindliche Innenohr auswirken können.
Was passiert im Körper bei Hörsturz und Tinnitus?
Ein Hörsturz ist, vereinfacht gesagt, eine plötzliche Funktionsstörung des Innenohrs. Die empfindlichen Haarsinneszellen in der Cochlea arbeiten dann nicht mehr richtig. Betroffene hören bestimmte Frequenzen dumpf, verzerrt oder teilweise gar nicht mehr. Nicht selten tritt zusätzlich ein Tinnitus auf. Manche Betroffene bemerken nur ein leichtes Pfeifen, andere erleben massive Ohrgeräusche oder starken Hörverlust. Das Gehirn kann das teilweise kompensieren, aber nur, solange das Hörsystem insgesamt noch ausreichend arbeitet. Auch psychologisch ist das belastend. Viele Patienten entwickeln Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen oder depressive Verstimmungen.
Wo liegen die Ursachen?
Neben starkem Lärm oder einem Knalltrauma spielen insbesondere Stress, psychische Belastungen, Schlafmangel oder körperliche Erschöpfung eine große Rolle. Interessanterweise entsteht zum Beispiel ein Hörsturz häufig nicht in der Stressphase, sondern genau dann, wenn Ruhe einkehrt, etwa im Urlaub. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Betreuung wichtig. Bei BÖHM Hörakustik begleiten wir viele Betroffene über lange Zeiträume. Dabei geht es auch um mentale Stabilität, Hörtraining und Lebensqualität.
Welche Personengruppen sind besonders gefährdet?
Grundsätzlich können Hörsturz und Tinnitus jeden treffen. Besonders häufig sind sie aber bei Menschen zwischen 40 und 55 Jahren. Also genau die Lebensphase, in der berufliche Verantwortung, familiäre Belastung und hoher Leistungsdruck zusammentreffen. Ebenfalls gefährdet sind Menschen, die dauerhaft starkem Lärm ausgesetzt sind, in Industrie und Handwerk, aber auch Musiker, DJs, Veranstaltungs- oder Gastronomiemitarbeiter. Auch Freizeitlärm spielt eine immer größere Rolle, zum Beispiel durch Kopfhörer.
Geht das wieder weg, oder muss man ein Leben lang damit zurechtkommen?
Das ist wahrscheinlich die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Frage. Ein Hörsturz oder Tinnitus kann sich vollständig zurückbilden, muss es aber nicht. Entscheidend ist vor allem, wie schnell gehandelt wird. Viele Menschen warten zu lange und hoffen, dass es von alleine wieder besser wird. Genau das kann problematisch sein. Zur Dauer: Beim Tinnitus unterscheidet man zwischen akut und chronisch. Alles unter etwa drei Monaten gilt noch als akuter Zustand. Bestehen die Ohrgeräusche länger, spricht man von chronischem Tinnitus.

Welche Therapien können helfen?
Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, von Hörsystemen über Hörtrainings bis hin zu speziellen Apps und therapeutischen Ansätzen. Leider erleben wir in der Praxis oft, dass Menschen mit Tinnitus bereits eine lange Reise hinter sich haben, bevor sie beim Hörakustiker ankommen. Viele probieren zuerst Ansätze wie Akupunktur, Massagen oder Sauerstofftherapie. Das kann im Einzelfall durchaus unterstützend wirken. Allerdings sind die Erfolge häufig nicht dauerhaft gesichert. Moderne Hörakustik im Ohr kann enorm helfen. Durch eine gezielte Verstärkung der fehlenden Frequenzen wird das Gehirn wieder besser mit Hörinformationen versorgt. Allein dadurch wird der Tinnitus bereits deutlich leiser wahrgenommen. Zusätzlich gibt es spezielle Tinnitus-Noiser. Diese erzeugen angenehme Gegensignale, die das Gehirn entlasten. Das kann zum Beispiel Natur- oder Meeresrauschen sein. Im Rahmen der Anpassung des Gerätes wird häufig ein sogenanntes „Tinnitus-Matching“ durchgeführt. Dabei wird analysiert, in welcher Tonhöhe und Stärke der Tinnitus wahrgenommen wird, um die Therapie individuell anzupassen. Unser Ziel ist nicht unbedingt, den Tinnitus vollständig „wegzuzaubern“, sondern ihm die Dominanz zu nehmen. Hierfür kombinieren wir moderne Technik mit Hörtraining, Coaching und langfristiger Begleitung. Viele kleine smarte Tinnitus-Systeme werden zumindest anteilig von den Krankenkassen finanziell unterstützt. Dennoch gehen hochwertige Lösungen häufig über die klassische Kassenversorgung hinaus.

Hat BÖHM eine besondere Kompetenz bei der Behandlung von Hörsturz und Tinnitus?
Ja, definitiv. Wir haben insgesamt fünf Hörakustikmeister im Haus, zusätzlich zwei Hörtherapeuten und zwei Audio-Coaches, die sich speziell mit den Themen Hörstress, Tinnitus und Hörsturz beschäftigen. Uns ist besonders wichtig, den Menschen ganzheitlich zu betrachten, nicht nur das Ohr. Denn Tinnitus betrifft fast immer auch die Psyche, den Schlaf, die Konzentration und die gesamte Lebensqualität.
Eine typische Begleitung beginnt bei uns zunächst mit einem ausführlichen Gespräch und speziellen Fragebögen. Danach testen unsere Kundinnen und Kunden unterschiedliche Hörsysteme oder Tinnitus-Noiser. Bei uns können Systeme über Wochen oder sogar Monate im Alltag getestet werden. Nur so lässt sich beurteilen, welche Technologie langfristig hilft. Zusätzlich beziehen wir auf Wunsch Entspannungstechniken oder ergänzende Therapien mit ein. Ganz nach unserem Leitsatz „Besser hören. Persönlich erleben.“
Was sollte ich tun, wenn es passiert?
Durch meine frühere Musikkarriere und die hohe Belastung im Alltag hatte ich selbst bereits kleinere Hörstürze. Wenn plötzlich auf einem Ohr ein deutlicher Hörverlust auftritt oder ein starker dauerhafter Pfeifton entsteht, sollte man nicht abwarten und hoffen dass es „schon wieder wird“. Mein klarer Rat lautet: Innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen. Außerhalb der Sprechzeiten direkt in eine HNO-Klinik oder ins Krankenhaus gehen. Akut wird oft mit Kortison behandelt. In vielen Fällen kann sich das Gehör dadurch wieder deutlich erholen. Der Hörakustiker ist danach ein wichtiger Ansprechpartner. Wir können wie beschrieben Hörtests durchführen, moderne Technologien erklären und bei der langfristigen Versorgung unterstützen. Wichtig: Eine medizinische Diagnose darf ausschließlich durch den Arzt erfolgen.
Wie kann ich selbst aktiv vorbeugen?
Der wichtigste Punkt ist aus meiner Sicht der Umgang mit Stress und Dauerbelastung. Ruhephasen, Schlaf, Bewegung, mentale Balance und ein gesundheitsförderndes soziales Umfeld sind enorm wichtig. Auch Themen wie Achtsamkeit, Resilienz und bewusste Erholung werden aus meiner Sicht oft unterschätzt. Ich weiß selbst, wie herausfordernd das Leben sein kann. Meine Familie hat durch die Behinderung unserer Tochter (Rett-Syndrom) viele Veränderungen meistern müssen. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeitende. Dadurch lernt man, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten. Zur Prävention gehören daneben ganz klassische Dinge: Gehörschutz bei Lärm tragen und ein bewusster Umgang mit Lautstärke, insbesondere beim Musikhören.
Wie können Betroffene die Therapie aktiv unterstützen?
Das Wichtigste ist Offenheit und Geduld. Das Gehirn muss in der Tinnitus-Therapie lernen, mit neuen Hörinformationen umzugehen und den Tinnitus weniger dominant wahrzunehmen. Deshalb ist es wichtig, moderne Systeme konsequent im Alltag zu tragen. Gute Ergebnisse entstehen meist dann, wenn Betroffene mitarbeiten und bereit sind, ihre eigenen Gewohnheiten zu reflektieren: Der Mensch weiß häufig selbst, was ihm gut tut, setzt es im stressigen Alltag nur viel zu selten um. Genau dabei möchten wir unterstützen.
Hinweis: Ein Hörsturz oder Tinnitus kann nur ärztlich zuverlässig diagnostiziert werden. Wenden Sie sich bei Verdacht schnellstmöglich Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis.

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