23.07.2026
von Claudia Keller
„Es ist schön, dass die Schulen immer wieder so große Anstrengungen unternehmen, jungen Menschen eine Orientierung bei ihrer Berufswahl zu geben“, so Tanja Traub, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald bei einer kleinen Feierstunde zur Übergabe der BoriS-Berufswahlsiegel. „Gerade was das Thema Ausbildung betrifft, da haben wir Nachholbedarf, vor allem im Gymnasialbereich.“ Eine Berufsausbildung sah sie, aus eigener Erfahrung heraus, als gute Basis für ein mögliches späteres Studium.
„Die Verleihung des Berufswahlsiegels ist mehr als die Übergabe einer Urkunde“, so Günter Brecht, Leiter Ausbildung Schule/Beruf der IHK Nordschwarzwald. „Sie ist Anerkennung für ein herausragendes Engagement und den festen Willen, junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten.“
Die ausgezeichneten Schulen würden mehr leisten als nur Informationen über Berufe bereitzustellen. Es würden Brücken gebaut zwischen Schule und Wirtschaft sowie zwischen Theorie und Praxis. „Die Entscheidung für einen beruflichen Weg gehört zu den wichtigsten Weichenstellungen im Leben eines jungen Menschen“, führte er weiter aus. „Sie beeinflusst nicht nur die spätere berufliche Tätigkeit, sondern oftmals auch die persönliche Entwicklung, die Lebenszufriedenheit und die gesellschaftliche Teilhabe.“ Während frühere Generationen oft nur aus einer begrenzten Zahl von Ausbildungsberufen oder Studienfächern wählen konnten, stehen heute rund 350 duale Ausbildungsberufe, zahlreiche fachschulische Ausbildungsgänge und eine große Zahl an Studiengängen zur Wahl. Und durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI kommen sogar noch neue Berufsfelder hinzu.

Für junge Leute sei dies eine enorme Herausforderung. „Sie müssen ihre eigenen Stärken erkennen, verschiedene Möglichkeiten vergleichen und eine Entscheidung fällen“, sagte Brecht. „Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem sie sich selbst noch entwickeln und ihre Zukunftsvorstellungen noch nicht ausgereift sind.“ Er betonte, dass Schulen die Berufsorientierung nicht als zusätzliche Aufgabe sehen sollten, sondern als festen Bestandteil des Bildungsauftrages.
Wie dies gelingen kann, zeigten die ausgezeichneten Schulen. Im Vorfeld hatten sich unabhängige Juroren vor Ort über die Angebote der Schulen informiert und anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. In Baden-Württemberg hatten sich 175 Schulen für die BoriS-Zeritifizierung beworben, darunter 40 Schulen, die zum ersten Mal eine Zertifizierung anstrebten und 135 Schulen für eine Rezertifizierung. Zuletzt wurden 126 Vergabeempfehlungen ausgesprochen.
In der Region Nordschwarzwald haben alle fünf angetretenen Schulen eine Zertifikatserneuerung erhalten. Dazu gehörte die Burgschule Haiterbach mit der dritten Rezertifizierung, die Heynlinschule Stein mit der dritten Rezertifizierung, das Lise-Meitner-Gymnasium mit der vierten Rezertifizierung, die Realschule Horb mit der vierten Rezertifizierung und die Verbandsschule im Biet mit der zweiten Rezertifizierung. Wobei es bei Letzterer vor einem Schulartenwechsel auch schon mehrere Rezertifizierungen gab. Für jede Schule hoben Laudatoren den besonderen Einsatz des jeweiligen Lehrerkollegiums bei der Berufsorientierung hervor. Berichtet wurde von vielen guten Ideen, die in den Schulen umgesetzt werden, wie Kooperationen und Projekte mit regionalen Betrieben und sonstigen außerschulischen Kontakten, Unternehmensbesuche, der Organisation von Jobmessen, Girls- und Boys-Days, Bewerbungstraining, Ausbildungs-Botschafter, Bildungspartner, Schülerfirmen, Unterstützung bei der Suche nach Praktika, eine Berufe-Pinnwand, ein Berufswahl-Ordner und einiges mehr. Auf diese Weise eröffnen sich jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, die Arbeitswelt kennenzulernen und ihre persönlichen Interessen zu entwickeln.





Alle Fotos. Tilo Keller
23.07.2026
„Es ist schön, dass die Schulen immer wieder so große Anstrengungen unternehmen, jungen Menschen eine Orientierung bei ihrer Berufswahl zu geben.“
von Claudia Keller
„Es ist schön, dass die Schulen immer wieder so große Anstrengungen unternehmen, jungen Menschen eine Orientierung bei ihrer Berufswahl zu geben“, so Tanja Traub, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald bei einer kleinen Feierstunde zur Übergabe der BoriS-Berufswahlsiegel. „Gerade was das Thema Ausbildung betrifft, da haben wir Nachholbedarf, vor allem im Gymnasialbereich.“ Eine Berufsausbildung sah sie, aus eigener Erfahrung heraus, als gute Basis für ein mögliches späteres Studium.
„Die Verleihung des Berufswahlsiegels ist mehr als die Übergabe einer Urkunde“, so Günter Brecht, Leiter Ausbildung Schule/Beruf der IHK Nordschwarzwald. „Sie ist Anerkennung für ein herausragendes Engagement und den festen Willen, junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten.“
Die ausgezeichneten Schulen würden mehr leisten als nur Informationen über Berufe bereitzustellen. Es würden Brücken gebaut zwischen Schule und Wirtschaft sowie zwischen Theorie und Praxis. „Die Entscheidung für einen beruflichen Weg gehört zu den wichtigsten Weichenstellungen im Leben eines jungen Menschen“, führte er weiter aus. „Sie beeinflusst nicht nur die spätere berufliche Tätigkeit, sondern oftmals auch die persönliche Entwicklung, die Lebenszufriedenheit und die gesellschaftliche Teilhabe.“ Während frühere Generationen oft nur aus einer begrenzten Zahl von Ausbildungsberufen oder Studienfächern wählen konnten, stehen heute rund 350 duale Ausbildungsberufe, zahlreiche fachschulische Ausbildungsgänge und eine große Zahl an Studiengängen zur Wahl. Und durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI kommen sogar noch neue Berufsfelder hinzu.

Für junge Leute sei dies eine enorme Herausforderung. „Sie müssen ihre eigenen Stärken erkennen, verschiedene Möglichkeiten vergleichen und eine Entscheidung fällen“, sagte Brecht. „Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem sie sich selbst noch entwickeln und ihre Zukunftsvorstellungen noch nicht ausgereift sind.“ Er betonte, dass Schulen die Berufsorientierung nicht als zusätzliche Aufgabe sehen sollten, sondern als festen Bestandteil des Bildungsauftrages.
Wie dies gelingen kann, zeigten die ausgezeichneten Schulen. Im Vorfeld hatten sich unabhängige Juroren vor Ort über die Angebote der Schulen informiert und anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. In Baden-Württemberg hatten sich 175 Schulen für die BoriS-Zeritifizierung beworben, darunter 40 Schulen, die zum ersten Mal eine Zertifizierung anstrebten und 135 Schulen für eine Rezertifizierung. Zuletzt wurden 126 Vergabeempfehlungen ausgesprochen.
In der Region Nordschwarzwald haben alle fünf angetretenen Schulen eine Zertifikatserneuerung erhalten. Dazu gehörte die Burgschule Haiterbach mit der dritten Rezertifizierung, die Heynlinschule Stein mit der dritten Rezertifizierung, das Lise-Meitner-Gymnasium mit der vierten Rezertifizierung, die Realschule Horb mit der vierten Rezertifizierung und die Verbandsschule im Biet mit der zweiten Rezertifizierung. Wobei es bei Letzterer vor einem Schulartenwechsel auch schon mehrere Rezertifizierungen gab. Für jede Schule hoben Laudatoren den besonderen Einsatz des jeweiligen Lehrerkollegiums bei der Berufsorientierung hervor. Berichtet wurde von vielen guten Ideen, die in den Schulen umgesetzt werden, wie Kooperationen und Projekte mit regionalen Betrieben und sonstigen außerschulischen Kontakten, Unternehmensbesuche, der Organisation von Jobmessen, Girls- und Boys-Days, Bewerbungstraining, Ausbildungs-Botschafter, Bildungspartner, Schülerfirmen, Unterstützung bei der Suche nach Praktika, eine Berufe-Pinnwand, ein Berufswahl-Ordner und einiges mehr. Auf diese Weise eröffnen sich jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, die Arbeitswelt kennenzulernen und ihre persönlichen Interessen zu entwickeln.





Alle Fotos. Tilo Keller
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