18.06.2024
von Claudia Keller
Im Gepäck hatten sie eine Ehrenplakette, die feierlich an Lisa Ickler überreicht wurde. Die junge Unternehmerin leitet den Betrieb bereits in vierter Generation. Ihr Urgroßvater Karl Ickler hat das Familienunternehmen als Uhrgehäuse-Manufaktur im Jahr 1924 gegründet. Dessen Söhne Heinz und Kurt Ickler brachten die Produktion nach dem Krieg wieder in Schwung. In der dritten Generation führte Thomas Ickler ab 1978 den Betrieb, den er vor zwei Jahren an seine Tochter übergab. Lisa Ickler hat Mandarin und BWL studiert und war ein Jahr in Peking, ehe sie sich schließlich entschied, in das Familienunternehmen einzusteigen.

„Wir produzieren schon immer direkt hier in Pforzheim und nicht irgendwo in der Welt“, so Lisa Ickler über ihr Unternehmen. „Wir machen die Gehäuse für unsere Uhren selber und produzieren auch für andere Uhrenhersteller.“ Die Hauptmarke des Hauses ist Archimede. Die mechanischen Uhren mit Automatik- oder Handaufzug werden in Pforzheim designt, konstruiert und gefertigt. Das Ickler-Team besteht aus zehn Mitarbeitern, die alle schon seit vielen Jahren zum Unternehmen gehören. Zum Einsatz kommen moderne CNC-Bearbeitungsmaschinen, wobei bei der Oberflächenbearbeitung, dem Zusammenbau der Uhren sowie der Kontrolle nach wie vor auf manuelle Facharbeit gesetzt wird.
Boch, Reitz und Epple begutachteten interessiert eine Auswahl von Uhren. „Klassische Uhren gehen eigentlich immer, aber auch sportliche Uhren sind sehr gefragt“, erklärte Ickler. Zu ihren Kunden gehören vor allem Männer, aber auch für Frauen sind die Uhren interessant, da es jedes Modell in vier Gehäusegrößen gibt. „Wir vertreiben ausschließlich online oder verkaufen direkt“, erklärte die Unternehmerin. Auf Bestellung werden die ausgewählten Komponenten der Uhr zusammengefügt.

Als die Smartwatches vor einigen Jahren aufkamen, hatte Ickler zunächst Bedenken, dass es für das Unternehmen schwierig werden könnte. Doch inzwischen habe sich gezeigt, dass speziell die Manufakturware aus kleineren Unternehmen gefragt ist. „Die Leute wechseln, tragen tagsüber die Smartwatch und am Abend die Manufakturware“, stellte Ickler fest. Sie führte die Besucher direkt in die Produktion, wo noch alte, funktionstüchtige Fertigungsmaschinen stehen. Interessant war aber der Blick in die modernen CNC-Maschinen, mit denen die Uhrgehäuse hergestellt werden.

18.06.2024
von Claudia Keller
Im Gepäck hatten sie eine Ehrenplakette, die feierlich an Lisa Ickler überreicht wurde. Die junge Unternehmerin leitet den Betrieb bereits in vierter Generation. Ihr Urgroßvater Karl Ickler hat das Familienunternehmen als Uhrgehäuse-Manufaktur im Jahr 1924 gegründet. Dessen Söhne Heinz und Kurt Ickler brachten die Produktion nach dem Krieg wieder in Schwung. In der dritten Generation führte Thomas Ickler ab 1978 den Betrieb, den er vor zwei Jahren an seine Tochter übergab. Lisa Ickler hat Mandarin und BWL studiert und war ein Jahr in Peking, ehe sie sich schließlich entschied, in das Familienunternehmen einzusteigen.

„Wir produzieren schon immer direkt hier in Pforzheim und nicht irgendwo in der Welt“, so Lisa Ickler über ihr Unternehmen. „Wir machen die Gehäuse für unsere Uhren selber und produzieren auch für andere Uhrenhersteller.“ Die Hauptmarke des Hauses ist Archimede. Die mechanischen Uhren mit Automatik- oder Handaufzug werden in Pforzheim designt, konstruiert und gefertigt. Das Ickler-Team besteht aus zehn Mitarbeitern, die alle schon seit vielen Jahren zum Unternehmen gehören. Zum Einsatz kommen moderne CNC-Bearbeitungsmaschinen, wobei bei der Oberflächenbearbeitung, dem Zusammenbau der Uhren sowie der Kontrolle nach wie vor auf manuelle Facharbeit gesetzt wird.
Boch, Reitz und Epple begutachteten interessiert eine Auswahl von Uhren. „Klassische Uhren gehen eigentlich immer, aber auch sportliche Uhren sind sehr gefragt“, erklärte Ickler. Zu ihren Kunden gehören vor allem Männer, aber auch für Frauen sind die Uhren interessant, da es jedes Modell in vier Gehäusegrößen gibt. „Wir vertreiben ausschließlich online oder verkaufen direkt“, erklärte die Unternehmerin. Auf Bestellung werden die ausgewählten Komponenten der Uhr zusammengefügt.

Als die Smartwatches vor einigen Jahren aufkamen, hatte Ickler zunächst Bedenken, dass es für das Unternehmen schwierig werden könnte. Doch inzwischen habe sich gezeigt, dass speziell die Manufakturware aus kleineren Unternehmen gefragt ist. „Die Leute wechseln, tragen tagsüber die Smartwatch und am Abend die Manufakturware“, stellte Ickler fest. Sie führte die Besucher direkt in die Produktion, wo noch alte, funktionstüchtige Fertigungsmaschinen stehen. Interessant war aber der Blick in die modernen CNC-Maschinen, mit denen die Uhrgehäuse hergestellt werden.
