TRUMPF meldet Trendwende: Auftragseingang wächst, USA ziehen an Deutschland vorbei

Nach mehreren wirtschaftlich schwierigen Jahren deutet sich beim Hochtechnologieunternehmen TRUMPF eine Erholung an. Wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt, stieg der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2025/26 um sieben Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Der Umsatz blieb mit 4,34 Milliarden Euro knapp über dem Vorjahresniveau von 4,33 Milliarden Euro.
TRUMPF-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller: Der Auftragseingang des Ditzinger Hochtechnologieunternehmens ist im Geschäftsjahr 2025/26 um sieben Prozent gestiegen. Foto: TRUMPF Gruppe

28.07.2026

„Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, in dem wir weiteres Wachstum erwarten.“
Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende des Vorstands

Damit entwickelt sich das Geschäft besser als noch im vergangenen Herbst erwartet. Damals hatte TRUMPF lediglich mit einem stagnierenden bis leicht steigenden Auftragseingang und einem rückläufigen Umsatz gerechnet.

USA erstmals wieder wichtigster Einzelmarkt

Ein bemerkenswerter Wechsel zeigt sich bei der regionalen Umsatzverteilung. Erstmals seit Jahren waren die USA wieder der wichtigste Einzelmarkt des Unternehmens. Dort erhöhte sich der Umsatz um rund 16 Prozent auf etwa 760 Millionen Euro. Deutschland fiel mit einem Umsatz von rund 660 Millionen Euro auf Rang zwei zurück und verzeichnete ein Minus von sechs Prozent. China bleibt trotz eines Umsatzrückgangs um sieben Prozent mit rund 450 Millionen Euro der bedeutendste asiatische Einzelmarkt.

TRUMPF sieht darin ein Zeichen für die unterschiedliche wirtschaftliche Dynamik der internationalen Märkte.

Optimismus trotz geopolitischer Unsicherheiten

„Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, in dem wir weiteres Wachstum erwarten“, so TRUMPF-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. „Bei aller nötigen Vorsicht gehen wir auf Basis der letzten Monate von einer leichten konjunkturellen Trendwende in unserem Geschäft aus. Ungeachtet der schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen ist es TRUMPF gelungen, in allen Geschäftsbereichen zuzulegen. Dies betraf das Geschäft mit Werkzeugmaschinen und Lasern ebenso wie Elektronik und EUV mit unserem Partner ASML, das dank der deutlich gestiegenen Halbleiternachfrage spürbar zulegte. Dass die USA erstmals wieder der stärkste Einzelmarkt waren und darin Deutschland ablösen konnten, dokumentiert die Wachstumsdynamik in vielen Märkten weltweit. Zudem sind wir in wichtigen Entwicklungsprojekten wie der lasergestützten Drohnenabwehr spürbar vorangekommen.“

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte TRUMPF weltweit 16.960 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 8.200 davon arbeiten in Deutschland, etwa 5.350 am Stammsitz in Ditzingen.

pm/tm