Oliver Reitz
Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)
02.07.2025
von Tanja Meckler
Von außen betrachtet scheint alles beim Alten. Die Gebäudefassade ist vertraut, der Schriftzug ebenfalls. Im Innern der Volksbank pur aber hat sich etwas verändert – nicht an den Zahlen, sondern an der Art, wie man miteinander spricht. Seit Kurzem gilt in der internen Kommunikation ein neuer Standard: das „Du“.
Was in Start-ups längst üblich ist, zieht nun auch in die Welt der Genossenschaftsbanken ein – und zwar nicht leise, sondern mit Ansage. „Wir sagen jetzt ‚Du‘ – weil es zu uns passt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Matthias Hümpfner. Was er damit meint: Das neue „Du“ soll kein modischer Gag sein, sondern Ausdruck einer veränderten Unternehmenskultur. Die Botschaft dahinter: Kommunikation auf Augenhöhe, abteilungs- und hierarchieübergreifend. In einer Branche, in der das „Sie“ lange zum guten Ton gehörte, ist das ein Bruch mit Traditionen – gewollt und geplant.
Der Startschuss fiel bei einer Führungskräftetagung – dort, wo Impulse nicht nur diskutiert, sondern in konkrete Veränderungen überführt werden. Seither begegnet man sich in der Volksbank pur bewusst ohne Distanz. Der Weg dahin war organisch: In vielen Teams war das „Du“ längst üblich, jetzt wurde es zur offiziellen Sprache im Haus. Ganz ohne Regeln funktioniert der neue Umgangston aber nicht. Niemand wird zum Duzen gezwungen. Wer weiterhin das „Sie“ bevorzugt, darf es behalten. Der Kulturwandel soll kein Zwang sein, sondern eine Einladung. Dass sich viele trotzdem schnell umgestellt haben, wertet man in der Bank als positives Zeichen.
Ganz neu ist dieser Wandel freilich nicht. Schon vor Jahren fiel in einem der Althäuser der Volksbank die Krawattenpflicht. Damals ein mutiger Schritt, heute kaum noch der Rede wert. Doch auch solche Entscheidungen sind nie nur kosmetischer Natur – sie senden Signale.
„Du“ – ein kleines Wort mit großer Wirkung. Und es zeigt, dass Wandel manchmal nicht laut beginnt, sondern leise. Zwischen Kollegen, am Kaffeeautomaten. Oder in einer E-Mail, die plötzlich ganz anders klingt als früher.
02.07.2025
von Tanja Meckler
Von außen betrachtet scheint alles beim Alten. Die Gebäudefassade ist vertraut, der Schriftzug ebenfalls. Im Innern der Volksbank pur aber hat sich etwas verändert – nicht an den Zahlen, sondern an der Art, wie man miteinander spricht. Seit Kurzem gilt in der internen Kommunikation ein neuer Standard: das „Du“.
Was in Start-ups längst üblich ist, zieht nun auch in die Welt der Genossenschaftsbanken ein – und zwar nicht leise, sondern mit Ansage. „Wir sagen jetzt ‚Du‘ – weil es zu uns passt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Matthias Hümpfner. Was er damit meint: Das neue „Du“ soll kein modischer Gag sein, sondern Ausdruck einer veränderten Unternehmenskultur. Die Botschaft dahinter: Kommunikation auf Augenhöhe, abteilungs- und hierarchieübergreifend. In einer Branche, in der das „Sie“ lange zum guten Ton gehörte, ist das ein Bruch mit Traditionen – gewollt und geplant.
Der Startschuss fiel bei einer Führungskräftetagung – dort, wo Impulse nicht nur diskutiert, sondern in konkrete Veränderungen überführt werden. Seither begegnet man sich in der Volksbank pur bewusst ohne Distanz. Der Weg dahin war organisch: In vielen Teams war das „Du“ längst üblich, jetzt wurde es zur offiziellen Sprache im Haus. Ganz ohne Regeln funktioniert der neue Umgangston aber nicht. Niemand wird zum Duzen gezwungen. Wer weiterhin das „Sie“ bevorzugt, darf es behalten. Der Kulturwandel soll kein Zwang sein, sondern eine Einladung. Dass sich viele trotzdem schnell umgestellt haben, wertet man in der Bank als positives Zeichen.
Ganz neu ist dieser Wandel freilich nicht. Schon vor Jahren fiel in einem der Althäuser der Volksbank die Krawattenpflicht. Damals ein mutiger Schritt, heute kaum noch der Rede wert. Doch auch solche Entscheidungen sind nie nur kosmetischer Natur – sie senden Signale.
„Du“ – ein kleines Wort mit großer Wirkung. Und es zeigt, dass Wandel manchmal nicht laut beginnt, sondern leise. Zwischen Kollegen, am Kaffeeautomaten. Oder in einer E-Mail, die plötzlich ganz anders klingt als früher.
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