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WirtschaftsKRAFTplus ist in der Tat ein „Plus“ – ein Mehr an Themen, an Hintergründen und an Aktualität. Mit dieser Plattform wird die wirtschaftliche Kompetenz des Standortes Pforzheim medial begleitet und weit in die Region getragen.

Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Zuwachs für Nordschwarzwälder Wirtschaftsgemeinschaft – Bad Herrenalb wird WFG-Mitglied

Der zweite Zuwachs in diesem Jahr steht bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) bevor: Zum 1. Juli 2022 wird die Stadt Bad Herrenalb (Landkreis Calw) nach dem Beitritt von Illingen (Landkreis Enzkreis) im Januar nun Mitglied Nummer 22 der „starken Solidargemeinschaft“. Das berichtet WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer freudig über die sozialen Medien. Welchen Nutzen bringt eine solche Mitgliedschaft?
Die Kur- und Tourismusstadt Bad Herrenalb schließt sich zum 1. Juli 2022 der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) an. ©RickEichner

Von Gerd Lache | 17.06.2022

Es sind Stadt- und Landkreise, Kommunen, Kammern, Hochschulen, Banken, Institutionen und Organisationen ebenso wie Unternehmen im Nordschwarzwald, die Mitglied der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) sind oder noch werden können. Wie profitieren sie von diesem Engagement? Das listet WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer wie folgt auf:

  • Schärfung des eigenen wirtschaftlichen Profils im gesamtregionalen Kontext
  • Positionierung innerhalb und außerhalb der Region durch gemeinsame Standortmarketing-Maßnahmen und Kampagnen
  • Ergänzung der eigenen Aktivitäten in der Wirtschaftsförderung
  • Einfluss und Mitsprache bei gesamtregionalen Projekten über die Gremien der WFG
  • Beitrag zur Positionierung der Wirtschaftsregion Nordschwarzwald im Wettbewerb der Regionen beispielsweise um Fördermittel, Fachkräfte, Ansiedlungen und Standort-Investitionen
  • Regionaler Schulterschluss und Bekenntnis zur Region Nordschwarzwald
  • Unterstützung gesamtregionaler Projekte
Freut sich über weiteren Zuwachs seiner „starken Solidargemeinschaft“: WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer. ©WFG

Die WFG ist Protzer zufolge die organisatorische Einheit für die Abwicklung gesamtregionaler Projekte. Sie sei  eine Plattform, „über die zukünftig noch intensiver Fördermittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Union identifiziert, beantragt und abgerufen werden können“. Ein Beispiel hierfür sei der landesweite RegioWIN-Wettbewerb um EFRE- und Landes-Fördermittel. Hier könnten in der nächsten Periode drei große Leuchtturmprojekte in der Region verwirklicht werden.

Der WFG-Geschäftsführer sieht die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald als einen von Bund, Land und EU „gerne gesehenen regionalen Ansprechpartner für wirtschafts- und strukturpolitische Maßnahmen, beispielsweise für die regionale Innovations- und Clusterpolitik oder die Fachkräfte-Allianz“ – um nur einiges zu nennen.

Die Region sei „überschaubar genug, dass man sich kennt, und groß genug, um auch im internationalen Kontext wahrgenommen zu werden“, sagt Protzer.

Bürgermeister Klaus Hoffmann erhielt nach einem Gespräch mit WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer im Februar 2022 die Einladung zur Mitgliedschaft von Bad Herrenalb. ©StadtBadHerrenalb

Von diesen Mehrwerten überzeugt war auch die Mehrheit im Gemeinderat von Bad Herrenalb. Der zeitliche Ablauf – vom  ersten Gesprächen im Februar zwischen Bürgermeister Klaus Hoffmann und WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer über die Beratung des Stadträte-Gremiums im März bis zur Beitrittserklärung zum 1. Juli – gestaltete sich vergleichsweise temporeich.

Die zentrale Lage der Stadt, ein staatlich anerkanntes Heilbad, als Schnittpunkt der sieben Täler am Fuße des Nordschwarzwaldes, gewährleistet eigener Darstellung zufolge „eine schnelle und flexible Anbindung an die umliegenden Zentren Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden und Stuttgart“.

VIDEO ©HaraldEichsteller

Bad Herrenalb zeichnet sich traditionell als Kur- und Tourismusstadt mit beeindruckend historischem Hintergrund aus (siehe Video). Die Stadt strebt aber auch an, attraktiver Wirtschaftsstandort und anziehender Wohnort zu sein. Ein sogenannter runder Tisch im September 2021 zur wirtschaftlichen Entwicklung unter Leitung von Bürgermeister Hoffmann machte deutlich, dass man auch als Standort für Unternehmen attraktiver werden wolle. Allerdings solle der Einklang von Natur, Lebensqualität, Tourismus und Wirtschaft entsprechend aufeinander abgestimmt sein. Die wirtschaftliche Entwicklung dürfe nicht mit dem „Alleinstellungsmerkmal der erlebbaren Natur in und um die Stadt“ kollidieren.

Dies könnte unter anderem bedeuten: Nachverdichten statt Neuerschließung von Flächen sowie Entwicklung von wissens-, IT-basierten Gewerben und Gesundheitseinrichtungen. Auch wolle man nicht in Standort-Wettbewerb mit anderen Kommunen treten, sondern einen eigenen Weg gehen.

Vom Nutzen einer WFG-Mitgliedschaft für seine Stadt überzeugt ist die Mehrheit im Rat von Bad Herrenalb. ©StadtBadHerrenalb

WFG-Gesellschafter

  1. Technologiezentrum Horb
  2. Stadt Pforzheim
  3. Kreissparkasse Freudenstadt
  4. Stadt Maulbronn
  5. Gemeinde Niefern-Öschelbronn
  6. IHK Nordschwarzwald
  7. Stadt Nagold
  8. Stadt Knittlingen
  9. Hochschule Pforzheim
  10. Regionalverband Nordschwarzwald,
  11. Handwerkskammer Karlsruhe
  12. Stadt Calw
  13. Stadt Freudenstadt
  14. Landratsamt Calw
  15. Landratsamt Enzkreis
  16. Stadt Horb am Neckar
  17. Landratsamt Freudenstadt
  18. Stadt Mühlacker,
  19. Sparkasse PforzheimCalw
  20. Stadt Bad Teinach-Zavelstein
  21. Illingen
  22. Bad Herrenalb (zum 1. Juli 2022)

Die WFG

Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) mit Sitz in Pforzheim ist nach eigenen Angaben eine unabhängige regionale Institution und Partner und Dienstleister für alle Wirtschaftsakteure in der Region Nordschwarzwald: Unternehmen, Kommunen, Landkreise, Kammern, Hochschulen und Institutionen. Mit zahlreichen Projekten und Dienstleistungen unterstützt die WFG die nachhaltige Entwicklung der Region Nordschwarzwald als attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort und vermarktet ihre Stärken nach innen und außen.

Zu den Schwerpunkten der Aufgaben der WFG gehören das Engagement in den Bereichen Standortentwicklung und Marketing, Netzwerkarbeit und Kooperationen, Fachkräftesicherung und -bindung sowie die Förderung des regionalen Innovationsmanagements.

Weiter bietet das Kompetenzteam der WFG Expertise zum Thema Europaangelegenheiten und Fördermittel und befasst sich mit der Errichtung eines regionalen Kompetenzzentrums für Digitalisierung und der Etablierung der Region als Forschungs- und Wissenschaftsstandort. Zahlreiche weitere Services für Kommunen ergänzen das Portfolio. (pm)

www.nordschwarzwald.de

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