Sonnencreme satt: IG BAU appelliert an Betriebe in Pforzheim, Hitzeschutz ernst zu nehmen

Mit den sommerlichen Temperaturen steigt für Beschäftigte im Freien das Gesundheitsrisiko. Die IG BAU Nordbaden erinnert deshalb Unternehmen in Pforzheim daran, ihre Mitarbeitenden wirksam vor Sonne und Hitze zu schützen. Besonders auf Baustellen, im Straßenbau, im Garten- und Landschaftsbau oder in der Landwirtschaft sei konsequenter UV-Schutz unerlässlich.
Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Wolfgang Kreis von der IG BAU Nordbaden. Foto: IG BAU |Florian Göricke

15.07.2026

„Es ist wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen“

„Sonnencreme satt“ lautet die zentrale Empfehlung der Gewerkschaft. Die wichtigste Sommer-Regel sei dabei eindeutig: „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, rät Wolfgang Kreis, Vorsitzender der IG BAU Nordbaden.

Sommeroutfit auf dem Bau

Neben Sonnencreme spiele auch geeignete Arbeitskleidung eine wichtige Rolle. „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, macht Wolfgang Kreis klar. Für entsprechende Schutzkleidung habe der Arbeitgeber zu sorgen.

Ebenso wichtig sei eine ausreichende Versorgung mit Getränken. „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Wolfgang Kreis. Der Bezirksvorsitzende fordert Unternehmen in Pforzheim auf, ihren Beschäftigten bei Arbeiten im Freien jederzeit ausreichend Getränke bereitzustellen. Die IG BAU spricht sich für eine „Getränke-Flatrate“ aus. Bei körperlich anstrengender Arbeit und hohen Temperaturen empfiehlt die Gewerkschaft eine tägliche Trinkmenge von drei bis fünf Litern. „Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal sind Wasser und kalte Tees“, so Kreis.

Darüber hinaus rät die IG BAU zu regelmäßigen Pausen im Schatten, etwa unter Sonnensegeln, sowie zu einer Anpassung der Arbeitszeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Zusammengefasst werde dies in der „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten.

Beschäftigten, die regelmäßig im Freien arbeiten, empfiehlt die Gewerkschaft außerdem einen jährlichen Hautkrebs-Check beim Hautarzt.

Praktische Hinweise zum Sonnen- und Hitzeschutz am Arbeitsplatz bietet auch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) auf ihrer Website.

pm/tm