15.7.2026
von Sandra Gallian
„Pforzheim ist ein Standort mit viel Kreativität und technologischem Know-how. Dieses Umfeld braucht eine lebendige Gründerkultur“, betonte Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, bei seiner Begrüßung. Durch den Abend führte erneut Carina Hofmeyer von den Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald.
Den Auftakt zur 17. Start-up Night im Volksbankhaus in Pforzheim machten Tim Vester und Philipp Hess, die Anfang des Jahres die Maro GmbH übernommen haben. Beide hatten zuvor viele Jahre im Unternehmen gearbeitet und entschieden sich, den Maschinenbaubetrieb gemeinsam weiterzuführen.
„Wir sind einfach ins kalte Wasser gesprungen – frei nach dem Motto: Einfach machen“, sagte Tim Vester.
Die Übernahme eines etablierten Unternehmens mit einem siebenstelligen Kaufpreis sei zwar ein großer Schritt gewesen, doch die Chance habe sich geboten und man habe sie ergreifen wollen. Unterstützung erhielten die beiden sowohl von ihrer Bank als auch von der IHK, insbesondere bei der Erstellung des Businessplans.
Philipp Hess schilderte, wie sich der Blick auf den Arbeitsalltag verändert habe: „Es ist schon etwas anderes, nach acht Stunden Feierabend zu machen oder am Wochenende noch über wichtige Entscheidungen nachzudenken. Aber die unternehmerische Freiheit ist es absolut wert.“

Sarah Plattner und Marie Kern präsentierten anschließend ihr Unternehmen MS Soulshine, das Menschen auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil begleitet. Im Mittelpunkt stehen individuelles Ernährungscoaching, Gesundheitsanalysen sowie die Betrachtung hormoneller Zusammenhänge und emotionalen Essverhaltens.
Die beiden Unternehmerinnen finanzieren den Unternehmensaufbau derzeit noch über ihre Tätigkeit im Fitnessbereich und investieren gezielt in Social Media und Kinowerbung.
„Wir zeigen den Weg – gehen muss ihn jeder selbst“, brachte Sarah Plattner die Philosophie des Unternehmens auf den Punkt.

Mit Adrian Herz folgte ein Gründer, der traditionelle Uhrmacherkunst mit individueller Gestaltung verbindet. Der gelernte Uhrmacher und Zifferblattdrucker verwirklichte sich 2025 seinen Traum von der Selbstständigkeit und mietete eine Räumlichkeit im ehemaligen STOWA-Gebäude.
Unter seiner Marke „Herztakt“ entstehen mechanische Premiumuhren sowie individuell gestaltete Zifferblätter – sowohl als Einzelstücke als auch in Kleinserien. Die erste Uhr fertigte Herz noch in einem Abstellraum seiner Wohnung, weil die neue Werkstatt zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war.
Besonders prägend sei für ihn die Unterstützung durch das LFA-moveo Schulungszentrum Pforzheim gewesen. Aus einem ursprünglich nur vier Seiten umfassenden Businessplan entstand mit professioneller Begleitung schließlich ein nahezu 50-seitiges Konzept.

Dass erfolgreiche Gründungen nicht immer geradlinig verlaufen, zeigte auch Dina, Gründerin von Dinas Café. Eigentlich wollte sie ursprünglich Architektur studieren und arbeitete später viele Jahre in der Telekommunikationsbranche. Erst eine Wette mit einer Freundin brachte sie zum Backen – und legte damit den Grundstein für ihr heutiges Unternehmen.
Über einen privaten Blog und soziale Medien gewann sie schnell erste Kundinnen und Kunden. Als die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafés Fräulein Ohrt frei wurden, entschied sie sich schließlich für den Schritt in die Selbstständigkeit.
„Wenn nicht jetzt – wann dann?“, habe sie sich damals gesagt.
Seit der Eröffnung im Mai sei allerdings nicht alles reibungslos verlaufen. Mehrere übernommene Geräte mussten bereits ersetzt werden. Dennoch bereue sie den Schritt keine Sekunde. Hochwertige Zutaten, Bio-Eier und handwerkliche Perfektion bilden bis heute den Qualitätsanspruch ihres Cafés. Gleichzeitig sucht sie aktuell Verstärkung für ihr Team.

Fabian Winter zeigte, wie sich traditionelles Handwerk mit moderner Informationstechnik verbinden lässt. Mit seinem Unternehmen FW Elektrotechnik bietet er klassische Elektroinstallationen ebenso an wie intelligente Smart-Home-Lösungen. Eine eigens entwickelte App ermöglicht es Kundinnen und Kunden, sämtliche vernetzten Geräte im Haus zentral zu steuern.
„Mich hat schon während der Ausbildung fasziniert, Handwerk und IT miteinander zu verbinden“, erklärte Winter. Heute programmiert sein Team nicht nur Smart-Home-Systeme, sondern übernimmt gleichzeitig sämtliche elektrotechnischen Arbeiten vor Ort. Auch Reparaturen statt kompletter Bauteilwechsel gehören zum Konzept. So könnten Kunden häufig erhebliche Kosten sparen.
Sein Unternehmen gründete Winter 2024 neu und finanzierte die notwendige Ausstattung über einen Bankkredit. Inzwischen beschäftigt er zweieinhalb Mitarbeitende und bildet bereits den eigenen Nachwuchs aus.

Dass berufliche Erfüllung manchmal einen kompletten Neustart erfordert, zeigte Ina Hoang. Zunächst studierte sie Berufs- und Technikpädagogik und arbeitete anschließend in der Personalentwicklung für Führungskräfte. Parallel entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Make-up-Handwerk: Ein Workshop zum Thema Brautstyling weckte den Wunsch, selbst kreativ zu arbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf asiatischen Brautstylings, bei denen sie ihr Fachwissen über unterschiedliche Gesichtsformen, Hauttypen und Haarstrukturen gezielt einsetzt. Neben Hochzeiten ist Hoang inzwischen bundesweit auch für Fashion- und Fotoshootings im Einsatz.
„Make-up ist Kunst, aber die wahre Schönheit kommt von innen. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu helfen, sich selbstbewusst zu fühlen und sichtbar zu sein“, beschreibt sie ihre Philosophie.
Auch angehenden Gründerinnen und Gründern gab sie einen Rat mit auf den Weg: „Das Mindset muss stimmen. Eine starke Marke baut auf einer starken Persönlichkeit auf.“
Für Hoang steht fest, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat: „Ich habe endlich das Gefühl, genau das zu machen, was mich wirklich erfüllt.“ Perspektivisch möchte sie ihre Tätigkeit international ausbauen.

Mit Moritz Geiger stellte sich ein Gründer vor, der auf jahrzehntelange Branchenerfahrung zurückblicken kann. Nach rund 20 Jahren in der Luftfahrttechnik und 16 Jahren in leitender Funktion wagte der Ingenieur Anfang 2026 den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit seinem Unternehmen Geiger Aero entwickelt, fertigt und repariert er Metallbauteile für führende Luftfahrtunternehmen.
Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Flugzeuge müssen möglichst schnell wieder einsatzbereit sein. Entsprechend werden Reparaturen häufig innerhalb weniger Stunden oder über Nacht durchgeführt.
Besonders deutlich sprach Geiger über die bürokratischen Hürden einer Unternehmensgründung in Deutschland. Förderprogramme, Genehmigungen und zahlreiche regulatorische Anforderungen hätten den Start erheblich erschwert.
„Egal wie schlimm manche Schreiben aussehen – einfach erst einmal Ruhe bewahren. Am Ende findet sich meistens eine Lösung“, lautete einer seiner Ratschläge an angehende Gründerinnen und Gründer.
Mit seinem fünfköpfigen Team verfolgt Geiger ambitionierte Ziele. Der nächste Umzug in größere Räumlichkeiten ist bereits geplant – auch wenn geeignete Gewerbeflächen nur schwer zu finden seien.

Den Abschluss der Gründerpräsentationen übernahm Zahntechnikermeister Daniel Kühn. Im November 2025 übernahm er die Firma Lutz Zahntechnik, nachdem der bisherige Inhaber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste.
Die Finanzierung erfolgte mithilfe eines Businessplans und der Unterstützung der Sparkasse. Besonders herausfordernd sei jedoch der enorme Zeitdruck gewesen.
„Es war ein harter, steiniger Weg mit vielen Höhen und Tiefen“, berichtete Kühn. Da der bisherige Inhaber nicht mehr im Unternehmen bleiben konnte, mussten sämtliche organisatorischen und rechtlichen Schritte innerhalb kürzester Zeit erfolgen. Ohne die Unterstützung der Banken wäre die Übernahme kaum möglich gewesen.
Heute führt Kühn den Betrieb mit allen sechs übernommenen Mitarbeitenden erfolgreich weiter. Rückblickend würde er sich für eine Unternehmensübernahme vor allem eines wünschen: mehr Zeit für die Vorbereitung.

Zum Abschluss zog Jörg Fuchs von der Handwerkskammer Karlsruhe ein positives Fazit. Besonders bemerkenswert sei die Vielfalt der vorgestellten Unternehmen gewesen. Sieben der acht Gründungen hätten ihren Ursprung im Handwerk und zeigten eindrucksvoll, wie innovativ und zukunftsorientiert die Branche heute aufgestellt sei.
„Wir haben heute Abend großartige Pitches erlebt. Genau das braucht unsere Region: Menschen mit Mut, Ideen und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Fuchs.
Über die Start-up Night Nordschwarzwald
Die Veranstaltungsreihe wird von einer Arbeitsgruppe aus Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, IHK Nordschwarzwald, Handwerkskammer Karlsruhe, Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald und Priomold GmbH organisiert. Unterstützt wird das Format vom Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald.

15.7.2026
von Sandra Gallian
„Pforzheim ist ein Standort mit viel Kreativität und technologischem Know-how. Dieses Umfeld braucht eine lebendige Gründerkultur“, betonte Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, bei seiner Begrüßung. Durch den Abend führte erneut Carina Hofmeyer von den Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald.
Den Auftakt zur 17. Start-up Night im Volksbankhaus in Pforzheim machten Tim Vester und Philipp Hess, die Anfang des Jahres die Maro GmbH übernommen haben. Beide hatten zuvor viele Jahre im Unternehmen gearbeitet und entschieden sich, den Maschinenbaubetrieb gemeinsam weiterzuführen.
„Wir sind einfach ins kalte Wasser gesprungen – frei nach dem Motto: Einfach machen“, sagte Tim Vester.
Die Übernahme eines etablierten Unternehmens mit einem siebenstelligen Kaufpreis sei zwar ein großer Schritt gewesen, doch die Chance habe sich geboten und man habe sie ergreifen wollen. Unterstützung erhielten die beiden sowohl von ihrer Bank als auch von der IHK, insbesondere bei der Erstellung des Businessplans.
Philipp Hess schilderte, wie sich der Blick auf den Arbeitsalltag verändert habe: „Es ist schon etwas anderes, nach acht Stunden Feierabend zu machen oder am Wochenende noch über wichtige Entscheidungen nachzudenken. Aber die unternehmerische Freiheit ist es absolut wert.“

Sarah Plattner und Marie Kern präsentierten anschließend ihr Unternehmen MS Soulshine, das Menschen auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil begleitet. Im Mittelpunkt stehen individuelles Ernährungscoaching, Gesundheitsanalysen sowie die Betrachtung hormoneller Zusammenhänge und emotionalen Essverhaltens.
Die beiden Unternehmerinnen finanzieren den Unternehmensaufbau derzeit noch über ihre Tätigkeit im Fitnessbereich und investieren gezielt in Social Media und Kinowerbung.
„Wir zeigen den Weg – gehen muss ihn jeder selbst“, brachte Sarah Plattner die Philosophie des Unternehmens auf den Punkt.

Mit Adrian Herz folgte ein Gründer, der traditionelle Uhrmacherkunst mit individueller Gestaltung verbindet. Der gelernte Uhrmacher und Zifferblattdrucker verwirklichte sich 2025 seinen Traum von der Selbstständigkeit und mietete eine Räumlichkeit im ehemaligen STOWA-Gebäude.
Unter seiner Marke „Herztakt“ entstehen mechanische Premiumuhren sowie individuell gestaltete Zifferblätter – sowohl als Einzelstücke als auch in Kleinserien. Die erste Uhr fertigte Herz noch in einem Abstellraum seiner Wohnung, weil die neue Werkstatt zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war.
Besonders prägend sei für ihn die Unterstützung durch das LFA-moveo Schulungszentrum Pforzheim gewesen. Aus einem ursprünglich nur vier Seiten umfassenden Businessplan entstand mit professioneller Begleitung schließlich ein nahezu 50-seitiges Konzept.

Dass erfolgreiche Gründungen nicht immer geradlinig verlaufen, zeigte auch Dina, Gründerin von Dinas Café. Eigentlich wollte sie ursprünglich Architektur studieren und arbeitete später viele Jahre in der Telekommunikationsbranche. Erst eine Wette mit einer Freundin brachte sie zum Backen – und legte damit den Grundstein für ihr heutiges Unternehmen.
Über einen privaten Blog und soziale Medien gewann sie schnell erste Kundinnen und Kunden. Als die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafés Fräulein Ohrt frei wurden, entschied sie sich schließlich für den Schritt in die Selbstständigkeit.
„Wenn nicht jetzt – wann dann?“, habe sie sich damals gesagt.
Seit der Eröffnung im Mai sei allerdings nicht alles reibungslos verlaufen. Mehrere übernommene Geräte mussten bereits ersetzt werden. Dennoch bereue sie den Schritt keine Sekunde. Hochwertige Zutaten, Bio-Eier und handwerkliche Perfektion bilden bis heute den Qualitätsanspruch ihres Cafés. Gleichzeitig sucht sie aktuell Verstärkung für ihr Team.

Fabian Winter zeigte, wie sich traditionelles Handwerk mit moderner Informationstechnik verbinden lässt. Mit seinem Unternehmen FW Elektrotechnik bietet er klassische Elektroinstallationen ebenso an wie intelligente Smart-Home-Lösungen. Eine eigens entwickelte App ermöglicht es Kundinnen und Kunden, sämtliche vernetzten Geräte im Haus zentral zu steuern.
„Mich hat schon während der Ausbildung fasziniert, Handwerk und IT miteinander zu verbinden“, erklärte Winter. Heute programmiert sein Team nicht nur Smart-Home-Systeme, sondern übernimmt gleichzeitig sämtliche elektrotechnischen Arbeiten vor Ort. Auch Reparaturen statt kompletter Bauteilwechsel gehören zum Konzept. So könnten Kunden häufig erhebliche Kosten sparen.
Sein Unternehmen gründete Winter 2024 neu und finanzierte die notwendige Ausstattung über einen Bankkredit. Inzwischen beschäftigt er zweieinhalb Mitarbeitende und bildet bereits den eigenen Nachwuchs aus.

Dass berufliche Erfüllung manchmal einen kompletten Neustart erfordert, zeigte Ina Hoang. Zunächst studierte sie Berufs- und Technikpädagogik und arbeitete anschließend in der Personalentwicklung für Führungskräfte. Parallel entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Make-up-Handwerk: Ein Workshop zum Thema Brautstyling weckte den Wunsch, selbst kreativ zu arbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf asiatischen Brautstylings, bei denen sie ihr Fachwissen über unterschiedliche Gesichtsformen, Hauttypen und Haarstrukturen gezielt einsetzt. Neben Hochzeiten ist Hoang inzwischen bundesweit auch für Fashion- und Fotoshootings im Einsatz.
„Make-up ist Kunst, aber die wahre Schönheit kommt von innen. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu helfen, sich selbstbewusst zu fühlen und sichtbar zu sein“, beschreibt sie ihre Philosophie.
Auch angehenden Gründerinnen und Gründern gab sie einen Rat mit auf den Weg: „Das Mindset muss stimmen. Eine starke Marke baut auf einer starken Persönlichkeit auf.“
Für Hoang steht fest, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat: „Ich habe endlich das Gefühl, genau das zu machen, was mich wirklich erfüllt.“ Perspektivisch möchte sie ihre Tätigkeit international ausbauen.

Mit Moritz Geiger stellte sich ein Gründer vor, der auf jahrzehntelange Branchenerfahrung zurückblicken kann. Nach rund 20 Jahren in der Luftfahrttechnik und 16 Jahren in leitender Funktion wagte der Ingenieur Anfang 2026 den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit seinem Unternehmen Geiger Aero entwickelt, fertigt und repariert er Metallbauteile für führende Luftfahrtunternehmen.
Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Flugzeuge müssen möglichst schnell wieder einsatzbereit sein. Entsprechend werden Reparaturen häufig innerhalb weniger Stunden oder über Nacht durchgeführt.
Besonders deutlich sprach Geiger über die bürokratischen Hürden einer Unternehmensgründung in Deutschland. Förderprogramme, Genehmigungen und zahlreiche regulatorische Anforderungen hätten den Start erheblich erschwert.
„Egal wie schlimm manche Schreiben aussehen – einfach erst einmal Ruhe bewahren. Am Ende findet sich meistens eine Lösung“, lautete einer seiner Ratschläge an angehende Gründerinnen und Gründer.
Mit seinem fünfköpfigen Team verfolgt Geiger ambitionierte Ziele. Der nächste Umzug in größere Räumlichkeiten ist bereits geplant – auch wenn geeignete Gewerbeflächen nur schwer zu finden seien.

Den Abschluss der Gründerpräsentationen übernahm Zahntechnikermeister Daniel Kühn. Im November 2025 übernahm er die Firma Lutz Zahntechnik, nachdem der bisherige Inhaber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste.
Die Finanzierung erfolgte mithilfe eines Businessplans und der Unterstützung der Sparkasse. Besonders herausfordernd sei jedoch der enorme Zeitdruck gewesen.
„Es war ein harter, steiniger Weg mit vielen Höhen und Tiefen“, berichtete Kühn. Da der bisherige Inhaber nicht mehr im Unternehmen bleiben konnte, mussten sämtliche organisatorischen und rechtlichen Schritte innerhalb kürzester Zeit erfolgen. Ohne die Unterstützung der Banken wäre die Übernahme kaum möglich gewesen.
Heute führt Kühn den Betrieb mit allen sechs übernommenen Mitarbeitenden erfolgreich weiter. Rückblickend würde er sich für eine Unternehmensübernahme vor allem eines wünschen: mehr Zeit für die Vorbereitung.

Zum Abschluss zog Jörg Fuchs von der Handwerkskammer Karlsruhe ein positives Fazit. Besonders bemerkenswert sei die Vielfalt der vorgestellten Unternehmen gewesen. Sieben der acht Gründungen hätten ihren Ursprung im Handwerk und zeigten eindrucksvoll, wie innovativ und zukunftsorientiert die Branche heute aufgestellt sei.
„Wir haben heute Abend großartige Pitches erlebt. Genau das braucht unsere Region: Menschen mit Mut, Ideen und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Fuchs.
Über die Start-up Night Nordschwarzwald
Die Veranstaltungsreihe wird von einer Arbeitsgruppe aus Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, IHK Nordschwarzwald, Handwerkskammer Karlsruhe, Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald und Priomold GmbH organisiert. Unterstützt wird das Format vom Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald.

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