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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Personalnot und Antragsflut bei der Führerscheinstelle im Enzkreis

Auch die Führerscheinstelle im Enzkreis kämpft mit den Auswirkungen des Fachkräftemangels und muss eine Rolle rückwärts - zur Rückkehr der Terminvergabe- hinlegen.
Ein Engpass bei der Führerscheinstelle des Enzkreises führt zu längeren Wartezeiten und zu einer Rückkehr der Terminvergabe. Bild: Enzkreis, Fotografin: A. Klingel

10.08.2022

Wie viele andere Behörden und Einrichtungen hat auch das Landratsamt Enzkreis zunehmend mit personellen Engpässen zu kämpfen. „Besonders hart trifft es gerade unsere Führerscheinstelle“, berichtet der Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes, Oliver Müller. Die im Mai 2022 eingeführten neuen Öffnungszeiten der Führerscheinstelle sind erst einmal ausgesetzt. Ab sofort kann die Behörde, die Am Mühlkanal 3a in Pforzheim untergebracht ist, nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung aufgesucht werden. Zu schaffen macht den Mitarbeitenden dieser Tage auch, die außergewöhnliche Antragsflut zum Führerschein-Umtausch.

Diese würde aber nicht nur den Enzkreis, sondern Kommunen in ganz Baden-Württemberg vor große Herausforderungen stellen. „Um diese zu bewältigen, haben wir ein Maßnahmenpaket geschnürt“, wie Müller betont.

Davon sei die wichtigste Neuerung, die Rückkehr zur Terminvergabe.  „Ohnehin ist der Gang aufs Amt nur in den wenigsten Fällen wirklich nötig, denn die meisten Angelegenheiten in Sachen Fahrerlaubnis lassen sich bei uns online erledigen“, sagt der Leiter der Führerscheinstelle, Claus-Dieter Wälder. Auf der Homepage ließen sich nicht nur Termine buchen oder Anträge auf Erteilung eines Führerscheins, auf Umtausch eines alten Papier-Führerscheins oder auf eine Umschreibung einreichen, sondern auch der Bearbeitungsstand erfahren. „Von telefonischen Anfragen bitten wir daher abzusehen“, so Wälder, „das bindet einfach sehr viel Zeit.“

Trotz zahlreicher organisatorischer und personeller „Klimmzüge“, die das Landratsamt derzeit unternehme, um den in der Führerscheinstelle entstandenen Engpass wenigstens ein Stück weit abzufedern, werden sich laut Müller und Wälder in nächster Zeit längere Wartezeiten bei der Bearbeitung der Anträge auf Umtausch in einen EU-Kartenführerschein – im Moment sind drei Monate die Regel – nicht vermeiden lassen. Durch die längeren „Umtauschzeiten“ entstünden den KundInnen jedoch keine Nachteile, der bisherige Führerschein sei noch gültig.

Für die anderen Dienststellen im Landratsamt bleiben die derzeit gültigen Öffnungszeiten bislang unverändert bestehen.

pm/tm

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