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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Im Nordschwarzwald entsteht ein Weiterbildungsverbund für KMU

Aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erhielt die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) einen Förderbescheid über rund 203.000 Euro für ihr Projekt Regio Weiterbildungsverbund Nordschwarzwald (RegioWBV).
Günter Breuninger Projektleiter Weiterbildungsverbund Nordschwarzwald und Lars Schäfer Prokurist der WFG. ©WFG

Mitteilung der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald | 18.06.2021

Ziel des Projekts RegioWBV ist die Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch den Aufbau eines Weiterbildungsverbundes.

Unternehmen sollen Weiterbildung durch Kooperationen untereinander sowie mit Akteuren des Arbeitsmarktes und der Weiterbildungslandschaft gemeinsam und möglichst ressourcenschonend im Verbund organisieren.

Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Förderbescheid in die Region holen konnten, der die Arbeit der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, aber auch die der KMUs der Region nachhaltig unterstützt.

Lars Schäfer, Prokurist der WFG

Die Digitalisierung und insbesondere die verstärkte Nutzung und Anwendung KI basierter Technologien verändern die Arbeitswelt massiv, gleichzeitig wandeln sich Jobprofile und Arbeitsaufgaben. Zusätzliche Herausforderungen sind der demografische und ökologische Wandel.

Es ist absehbar, dass diese Entwicklungen den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt beschleunigen und verstärkte qualifikatorische Anpassungsprozesse bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erforderlich machen. Komplexer werdende Qualifikationsprofile erfordern die Aneignung neuer Kompetenzen durch Weiterbildung und Qualifizierung.

Die Herausforderungen

Auch die Region Nordschwarzwald ist mit diesem stattfindenden Wandel und den damit einhergehenden Herausforderungen konfrontiert. Erschwerend kommt in der Region ein Konglomerat aus den folgenden Faktoren hinzu: Ein überwiegend ländlicher Raum, geprägt von demographischen Entwicklungen und der Abwanderung in umliegende Städte, zahlreiche innovative KMU (viele Hidden Champions) sowie viele Handwerksbetriebe, die aktuell Probleme haben, Fachkräfte zu akquirieren, sowie das fehlende Bewusstsein für die hohe Bedeutung von Digitalisierungsprozessen und die dafür notwendigen Kompetenzen bei vielen Unternehmen.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig sind, wenn ArbeitnehmerInnen nicht rechtzeitig weitergebildet werden. Hinzu kommt, dass die Corona Pandemie als Booster für die Digitalisierung in der Arbeitswelt fungierte.

Ressourcen reichen nicht aus

Auch vor diesem Hintergrund hat sich in der Region die Fachkräfte Allianz Pforzheim Nordschwarzwald zusammengefunden: Ein Netzwerk aus regionalen Partnern und Akteuren, die Zugang zu Unternehmen, ArbeitnehmerInnen und Weiterbildungspartnern haben und das Weiterbildungsangebot zielgerichtet fördert. Doch die Ressourcen und Kapazitäten des Netzwerkes für alle notwendigen Herausforderungen reichen bei weitem nicht aus.

In das Thema Weiterbildung in der Region sind relevante Akteure bereits intensiv mit eingebunden. Zu den Kooperationspartnern des Projekts zählen unter anderem die IHK Nordschwarzwald, die Handwerkskammer Karlsruhe, die Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim und die Akademie an der Hochschule Pforzheim gGmbH.

Aktivitäten verstärken

Das Projekt Regio Weiterbildungsverbund Nordschwarzwald soll die Aktivitäten der bestehenden Fachkräfteallianz verstärken. Insbesondere KMU sollen zielführend begleitet und bei der Planung, Organisation und Ausgestaltung von beruflicher Weiterbildung ihrer ArbeitnehmerInnen unterstützt werden.

Im Fokus stehen zum einen der intensive Austausch der Verbundpartner untereinander und die Identifikation bestehender Weiterbildungsbedarfe in Betrieben, zum andern auch die Beratung und Recherche geeigneter Weiterbildungsangebote bis hin zur Konzeption neuer Weiterbildungsmaßnahmen.

Mit Günter Breuninger konnte die WFG einen erfahrenen Projektleiter für das neue und ambitionierte Projekt gewinnen. Breuninger bringt jahrelange Erfahrung aus der Personalarbeit und dem Aufbau von Netzwerken mit und ist in der Region bestens vernetzt. Er sieht das Projekt als einen wichtigen und notwendigen Schritt für den Nordschwarzwald, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und weiter zu entwickeln.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen von der Vernetzung der Verbundpartner im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz profitiere.

Günter Breuninger, Projektleiter Weiterbildungsverbund Nordschwarzwald

Regio Weiterbildungsverbund Nordschwarzwald

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt hat zum Ziel, mit Weiterbildungsverbünden kleine und mittlere Unternehmen bei der Planung, Organisation und Ausgestaltung von beruflichen Weiterbildungen zu unterstützen. Durch die regionale und branchenspezifische Bündelung von Bedarfen können bestehende Weiterbildungsangebote stärker aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig sollen passgenaue Weiterbildungsmaßnahmen, vor allem digitale und KI-Kompetenzen, konzipiert und organisiert werden, um die Weiterbildungsbeteiligung bei den KMU zu steigern.  Der offizielle Start des Projekts mit einer Laufzeit bis Ende Juni 2024 ist der 1. Juli 2021. Ansprechpartner bei der WFG ist Günter Breuninger.  

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