16.4.2026
von Sandra Gallian
Was darf und kann KI – und wo benötigt man zwingend menschliche Intelligenz? Im Fokus stand diesmal ein Thema, das die Branche derzeit wie kein anderes bewegt: Künstliche Intelligenz – und die Frage, wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann.
Neben vier hochkarätigen Vorträgen bot die Veranstaltung viel Raum für persönlichen Austausch und Networking – ein Konzept, das die E-Commerce Horizon von Anfang an auszeichnet.

Den Auftakt machte Saim Rolf Alkan, CEO und Founder von AXITE – und ein Pionier auf dem Gebiet der automatischen Texterstellung – mit einem Vortrag über „Sichtbarkeit und Umsatz in Zeiten von ChatGPT und Co.“. Im Zentrum stand seine Softwarelösung, die Produkttexte in Online-Shops automatisiert erstellt und kontinuierlich optimiert.
Alkan stellte klar: „Wer glaubt, Text werde nicht gelesen, irrt sich gewaltig.“ Entscheidend sei dabei ein Perspektivwechsel: „Produkte müssen aus Kundensicht beschrieben werden – nicht aus Herstellersicht.“ Statt technischer Details gehe es um echten Mehrwert. Anhand konkreter Beispiele zeigte Alkan, wie Unternehmen durch optimierte Texte ihre Conversion Rates teilweise verdoppeln konnten.
Sein Ansatz: weg von statischen Produktbeschreibungen, hin zu dynamischen Inhalten, die sich auf Basis realer Nutzerdaten permanent weiterentwickeln. Mit AXITE hat Alkan eine datengetriebene Content-Lösung entwickelt, die in über 110 Sprachen hochwertige Texte generiert – und das nicht nur für den E-Commerce, sondern auch für Branchen wie Verlagswesen und Finanzen. Grundlage sind intelligente Algorithmen, die Inhalte nicht nur erstellen, sondern ihre Wirkung laufend analysieren und verbessern. Klicks, Käufe oder Retouren fließen direkt in die Optimierung ein.

Urs Müller, Co-Founder des Start-ups pi-optimal, knüpfte thematisch an und beleuchtete den Einsatz von KI im Performance-Marketing. Seine zentrale These: Vollautomatisierung ist selten die beste Lösung.
„Viele KI-Anwendungen funktionieren im Kleinen hervorragend, verlieren aber beim Skalieren an Wirkung“, erklärte Müller. Der Schlüssel liege in klaren Prozessen und menschlicher Steuerung. Sein Bild: „Das Modell ist das Pferd – der Mensch hält die Zügel.“
Mit pi-optimal entwickelt sein Team intelligente Automatisierungslösungen, die sich wiederholende Aufgaben wie Kampagnensteuerung, Budgetanpassungen oder A/B-Tests übernehmen. Gleichzeitig bleibt der Mensch als wichtigste Instanz eingebunden und liefert kontinuierlich neue Learnings.
Das Ziel: weg von starren Tools, hin zu dynamischen Workflows, die sich wie ein erfahrener Mitarbeiter stetig weiterentwickeln – effizient, skalierbar und lernfähig.

Einen bewussten Kontrapunkt setzte Christine Hahn, Gruppenleiterin UX, UGC & Review Management bei Kärcher. Unter dem Titel „Humanity wins“ rückte sie die Bedeutung von echter menschlicher Verbindung in den Mittelpunkt.
In einer Welt, die zunehmend von KI-generierten Inhalten geprägt ist, werde Authentizität zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. „Bei der Marken-Kunden-Beziehung geht es um das Gefühl, das wir als Marke transportieren“, so Hahn.
Anhand eines persönlichen Beispiels zeigte sie, wie emotionale Bindung entsteht – und warum sie auch für Marken unverzichtbar ist. So schilderte sie die Beziehung zu ihrem ersten Auto „Kuchen“, das sie über viele Jahre begleitet hat: eine Verbindung, geprägt von Erlebnissen, Erinnerungen und Vertrauen – und genau dieses Prinzip lasse sich auch auf Marken übertragen.
Die Digitalisierung, beschleunigt durch die Corona-Pandemie, habe das soziale Miteinander stark verändert und in digitale Räume verlagert.
Ihr Fazit: KI kann Prozesse effizienter machen, sollte aber niemals die Beziehung zum Kunden ersetzen. „Kundenbindung entsteht da, wo echtes Interesse besteht – durch Ehrlichkeit und Authentizität und echte Interaktion.“

Den Abschluss bildete Kai Schemenauer, Founder von Saberland und Interim-CFOO. Mit einem Lichtschwert am Gürtel – augenzwinkerndes Markenzeichen – machte er deutlich, dass es in seinem Vortrag um Klarheit und Durchblick geht.
Sein Thema: Wie wird ein Online-Shop profitabel? Der Schlüssel liegt für Schemenauer in der konsequenten Nutzung von Kennzahlen – insbesondere des Ziel-ROAS als zentrales Steuerungsinstrument.
„Die meisten kennen ihre Produkte – aber nicht ihre echten Kosten“, erklärte er. Neben Einkauf, Versand und Verpackung müssten auch Faktoren wie Lagerhaltung, Kapitalbindung, Zoll, Retouren oder Aftersales berücksichtigt werden.
Anhand seines eigenen Shops zeigte er, wie sich Margen, Deckungsbeiträge und Profitabilität transparent darstellen lassen. Entscheidend sei, alle Kosten und Erlösquellen systematisch zu erfassen und in Beziehung zu setzen – etwa über differenzierte Tabellen für verschiedene Umsatzkanäle wie SEO, Paid Ads oder B2B.
Sein Ansatz: weg vom Bauchgefühl, hin zu klaren, datenbasierten Entscheidungen.

16.4.2026
von Sandra Gallian
Was darf und kann KI – und wo benötigt man zwingend menschliche Intelligenz? Im Fokus stand diesmal ein Thema, das die Branche derzeit wie kein anderes bewegt: Künstliche Intelligenz – und die Frage, wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann.
Neben vier hochkarätigen Vorträgen bot die Veranstaltung viel Raum für persönlichen Austausch und Networking – ein Konzept, das die E-Commerce Horizon von Anfang an auszeichnet.

Den Auftakt machte Saim Rolf Alkan, CEO und Founder von AXITE – und ein Pionier auf dem Gebiet der automatischen Texterstellung – mit einem Vortrag über „Sichtbarkeit und Umsatz in Zeiten von ChatGPT und Co.“. Im Zentrum stand seine Softwarelösung, die Produkttexte in Online-Shops automatisiert erstellt und kontinuierlich optimiert.
Alkan stellte klar: „Wer glaubt, Text werde nicht gelesen, irrt sich gewaltig.“ Entscheidend sei dabei ein Perspektivwechsel: „Produkte müssen aus Kundensicht beschrieben werden – nicht aus Herstellersicht.“ Statt technischer Details gehe es um echten Mehrwert. Anhand konkreter Beispiele zeigte Alkan, wie Unternehmen durch optimierte Texte ihre Conversion Rates teilweise verdoppeln konnten.
Sein Ansatz: weg von statischen Produktbeschreibungen, hin zu dynamischen Inhalten, die sich auf Basis realer Nutzerdaten permanent weiterentwickeln. Mit AXITE hat Alkan eine datengetriebene Content-Lösung entwickelt, die in über 110 Sprachen hochwertige Texte generiert – und das nicht nur für den E-Commerce, sondern auch für Branchen wie Verlagswesen und Finanzen. Grundlage sind intelligente Algorithmen, die Inhalte nicht nur erstellen, sondern ihre Wirkung laufend analysieren und verbessern. Klicks, Käufe oder Retouren fließen direkt in die Optimierung ein.

Urs Müller, Co-Founder des Start-ups pi-optimal, knüpfte thematisch an und beleuchtete den Einsatz von KI im Performance-Marketing. Seine zentrale These: Vollautomatisierung ist selten die beste Lösung.
„Viele KI-Anwendungen funktionieren im Kleinen hervorragend, verlieren aber beim Skalieren an Wirkung“, erklärte Müller. Der Schlüssel liege in klaren Prozessen und menschlicher Steuerung. Sein Bild: „Das Modell ist das Pferd – der Mensch hält die Zügel.“
Mit pi-optimal entwickelt sein Team intelligente Automatisierungslösungen, die sich wiederholende Aufgaben wie Kampagnensteuerung, Budgetanpassungen oder A/B-Tests übernehmen. Gleichzeitig bleibt der Mensch als wichtigste Instanz eingebunden und liefert kontinuierlich neue Learnings.
Das Ziel: weg von starren Tools, hin zu dynamischen Workflows, die sich wie ein erfahrener Mitarbeiter stetig weiterentwickeln – effizient, skalierbar und lernfähig.

Einen bewussten Kontrapunkt setzte Christine Hahn, Gruppenleiterin UX, UGC & Review Management bei Kärcher. Unter dem Titel „Humanity wins“ rückte sie die Bedeutung von echter menschlicher Verbindung in den Mittelpunkt.
In einer Welt, die zunehmend von KI-generierten Inhalten geprägt ist, werde Authentizität zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. „Bei der Marken-Kunden-Beziehung geht es um das Gefühl, das wir als Marke transportieren“, so Hahn.
Anhand eines persönlichen Beispiels zeigte sie, wie emotionale Bindung entsteht – und warum sie auch für Marken unverzichtbar ist. So schilderte sie die Beziehung zu ihrem ersten Auto „Kuchen“, das sie über viele Jahre begleitet hat: eine Verbindung, geprägt von Erlebnissen, Erinnerungen und Vertrauen – und genau dieses Prinzip lasse sich auch auf Marken übertragen.
Die Digitalisierung, beschleunigt durch die Corona-Pandemie, habe das soziale Miteinander stark verändert und in digitale Räume verlagert.
Ihr Fazit: KI kann Prozesse effizienter machen, sollte aber niemals die Beziehung zum Kunden ersetzen. „Kundenbindung entsteht da, wo echtes Interesse besteht – durch Ehrlichkeit und Authentizität und echte Interaktion.“

Den Abschluss bildete Kai Schemenauer, Founder von Saberland und Interim-CFOO. Mit einem Lichtschwert am Gürtel – augenzwinkerndes Markenzeichen – machte er deutlich, dass es in seinem Vortrag um Klarheit und Durchblick geht.
Sein Thema: Wie wird ein Online-Shop profitabel? Der Schlüssel liegt für Schemenauer in der konsequenten Nutzung von Kennzahlen – insbesondere des Ziel-ROAS als zentrales Steuerungsinstrument.
„Die meisten kennen ihre Produkte – aber nicht ihre echten Kosten“, erklärte er. Neben Einkauf, Versand und Verpackung müssten auch Faktoren wie Lagerhaltung, Kapitalbindung, Zoll, Retouren oder Aftersales berücksichtigt werden.
Anhand seines eigenen Shops zeigte er, wie sich Margen, Deckungsbeiträge und Profitabilität transparent darstellen lassen. Entscheidend sei, alle Kosten und Erlösquellen systematisch zu erfassen und in Beziehung zu setzen – etwa über differenzierte Tabellen für verschiedene Umsatzkanäle wie SEO, Paid Ads oder B2B.
Sein Ansatz: weg vom Bauchgefühl, hin zu klaren, datenbasierten Entscheidungen.
