15.07.2025
von Claudia Keller
Am Ende ihrer Schulzeit müssen Schüler mit der Berufswahl eine wichtige Entscheidung für ihre Zukunft treffen. Unterstützung bekommen sie in der Regel von ihrer Schule. Manche Schulen zeigen sich bei diesem Thema weit über den Lehrplan hinaus engagiert und können sich dies mit dem BoriS-Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg bestätigen lassen. Für die Bewerbung muss zunächst ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt werden. Die ausgewählten Schulen werden dann von regionalen Juroren besucht und bewertet.
Die Plaketten für die erfolgreiche Rezertifizierung wurden bei einer kleinen Feierstunde bei der IHK in Pforzheim an die Vertreter der Carl-Dittler-Realschule Remchingen, der Mörike-Realschule Mühlacker und der Gemeinschaftsschule Althengstett übergeben. Oliver Essig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald hob hervor, dass das BoriS-Berufswahl-Siegel eine herausragende Auszeichnung ist, die das Engagement der Schulen bei der Berufsorientierung würdigt. „Uns als IHK und damit als Vertreter der lokalen Wirtschaft, liegt die Berufswahl natürlich ganz besonders am Herzen“, sagte er mit Blick auf Schüler als zukünftige Auszubildende. Die Arbeit, die in Sachen Berufsorientierung an den Schulen geleistet werde, wirke über das Schuljahr hinaus fort. „Ungefähr bis zum Renteneintritt ihrer Schüler“, merkte Essig an. „Ihre Bemühungen sind das Ergebnis harter Arbeit und sorgfältiger Planung, die weit über das Alltägliche hinausgehen“, so Gunter Brecht, Leiter Ausbildung – Schule/Beruf der IHK Nordschwarzwald. „Ihr Engagement erleichtert nicht nur den Jugendlichen den Übergang ins Berufsleben, sondern trägt auch zur Linderung des Fachkräftemangels bei.“ Alexander Urban, Geschäftsführer BoriS Baden-Württemberg berichtete, dass sich in der 18. Bewerbungsrunde landesweit 123 Schulen beworben haben. Von den 100 ausgewählten Schulen erhalten dieses Jahr 70 Schulen das BoriS-Siegel, das nach der ersten Zertifizierung drei Jahre und bei einer Rezertifizierung fünf Jahre gültig ist. Urban hob hervor, dass es wichtig ist, den Schülern nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern sie an die Hand zu nehmen und durch das „Berufsorientierungsweltall“ zu führen. „Ihre Arbeit trägt im entscheidenden Maße dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler erfolgreich ins berufliche Leben starten und in ihrem Arbeitsleben zufriedene Menschen werden“, sagte er.

Die Laudatio für die Rezertifizierung der Carl-Dittler-Realschule Remchingen hielten Joachim Butz, Obermeister der Innung für Sanitär und Heizung Pforzheim-Enzkreis und Helga Schumacher, Schulleiterin der Verbandsschule im Biet. Sie berichteten, dass nach der Erstzertifizierung im Jahr 2022 bereits zwei Anregungen erfolgreich an der Schule umgesetzt werden konnten. Demnach konnten neben den zahlreichen Kooperationspartnern aus der Industrie, weitere Partner in den Bereichen Verwaltung und Pflege gewonnen sowie die Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben intensiviert werden. Außerdem stellen in der Berufsorientierungswoche ehemalige Schüler ihre Berufswege vor.
Als Beispiel für die außergewöhnlichen Kooperationsprojekte von Schülern und Unternehmen wurden zwei Filme gezeigt, die zum einen die Entstehung einer großen Jubiläumsuhr aus Metall und zum anderen den Bau einer riesigen Hängematte aus Holz zeigten. Beide Objekte der Schul-AG von Lehrer Siegfried Guigas wurde mit Hilfe von Sponsoren finanziert und an der Carl-Dittler-Realschule aufgestellt. Als Projektteilnehmer hob der 14-jährige Schüler Mika Seyfried die interessanten Einblicke in die Unternehmen hervor, die sein Interesse für das Ingenieurwesen geweckt haben. Die 13-jährige Schülerin Lilli Becht berichtete, dass sie sich nach dem Hängematten-Projekt für das Handwerk interessiert und sich vorstellen könnte, Elektrikerin zu werden.

Für die Rezertifizierung der Mörike-Realschule Mühlacker hielt Jochen Mareth die Laudatio. „Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis jahrelanger kontinuierlicher und nachhaltiger Arbeit rund um das Thema Berufsorientierung, das deutlich über die vorgeschriebenen Inhalte von Bildungsplänen hinaus geht und von der breiten Masse der Schulgemeinschaft getragen wird“, hob er hervor. „Man kann feststellen, an der Mörike Realschule werden Schülerinnen und Schüler systematisch auf den Eintritt in die Berufswelt vorbereitet und auf ihrem Weg begleitet.“ Er erklärte, dass Berufsorientierung kein Pflichtprogramm sei, sondern ein Ausdruck innerer Haltung und Wertschätzung den Jugendlichen gegenüber. „Die Berufsorientierung ist ein zentrales Thema, das junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt begleitet“, so Matthias Heller, der die Laudatio für die Gemeinschaftsschule Althengstett hielt. „Bei der Gemeinschaftsschule Althengstett ist dies kein bloßes Lippenbekenntnis sondern gelebte Realität.“ Die Jurymitglieder seien beeindruckt gewesen, von der Leidenschaft und dem Engagement, mit dem alle Beteiligten das Ziel verfolgen. „Es ist offensichtlich, dass die Berufsorientierung an dieser Schule nicht nur eine Pflichtübung ist, sondern ein Herzensanliegen, das von allen getragen wird.“ Er hob die hohe Frequenz an berufskundlichen Inhalten hervor, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule vermittelt werden.

Alle Fotos: Tilo Keller
15.07.2025
von Claudia Keller
Am Ende ihrer Schulzeit müssen Schüler mit der Berufswahl eine wichtige Entscheidung für ihre Zukunft treffen. Unterstützung bekommen sie in der Regel von ihrer Schule. Manche Schulen zeigen sich bei diesem Thema weit über den Lehrplan hinaus engagiert und können sich dies mit dem BoriS-Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg bestätigen lassen. Für die Bewerbung muss zunächst ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt werden. Die ausgewählten Schulen werden dann von regionalen Juroren besucht und bewertet.
Die Plaketten für die erfolgreiche Rezertifizierung wurden bei einer kleinen Feierstunde bei der IHK in Pforzheim an die Vertreter der Carl-Dittler-Realschule Remchingen, der Mörike-Realschule Mühlacker und der Gemeinschaftsschule Althengstett übergeben. Oliver Essig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald hob hervor, dass das BoriS-Berufswahl-Siegel eine herausragende Auszeichnung ist, die das Engagement der Schulen bei der Berufsorientierung würdigt. „Uns als IHK und damit als Vertreter der lokalen Wirtschaft, liegt die Berufswahl natürlich ganz besonders am Herzen“, sagte er mit Blick auf Schüler als zukünftige Auszubildende. Die Arbeit, die in Sachen Berufsorientierung an den Schulen geleistet werde, wirke über das Schuljahr hinaus fort. „Ungefähr bis zum Renteneintritt ihrer Schüler“, merkte Essig an. „Ihre Bemühungen sind das Ergebnis harter Arbeit und sorgfältiger Planung, die weit über das Alltägliche hinausgehen“, so Gunter Brecht, Leiter Ausbildung – Schule/Beruf der IHK Nordschwarzwald. „Ihr Engagement erleichtert nicht nur den Jugendlichen den Übergang ins Berufsleben, sondern trägt auch zur Linderung des Fachkräftemangels bei.“ Alexander Urban, Geschäftsführer BoriS Baden-Württemberg berichtete, dass sich in der 18. Bewerbungsrunde landesweit 123 Schulen beworben haben. Von den 100 ausgewählten Schulen erhalten dieses Jahr 70 Schulen das BoriS-Siegel, das nach der ersten Zertifizierung drei Jahre und bei einer Rezertifizierung fünf Jahre gültig ist. Urban hob hervor, dass es wichtig ist, den Schülern nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern sie an die Hand zu nehmen und durch das „Berufsorientierungsweltall“ zu führen. „Ihre Arbeit trägt im entscheidenden Maße dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler erfolgreich ins berufliche Leben starten und in ihrem Arbeitsleben zufriedene Menschen werden“, sagte er.

Die Laudatio für die Rezertifizierung der Carl-Dittler-Realschule Remchingen hielten Joachim Butz, Obermeister der Innung für Sanitär und Heizung Pforzheim-Enzkreis und Helga Schumacher, Schulleiterin der Verbandsschule im Biet. Sie berichteten, dass nach der Erstzertifizierung im Jahr 2022 bereits zwei Anregungen erfolgreich an der Schule umgesetzt werden konnten. Demnach konnten neben den zahlreichen Kooperationspartnern aus der Industrie, weitere Partner in den Bereichen Verwaltung und Pflege gewonnen sowie die Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben intensiviert werden. Außerdem stellen in der Berufsorientierungswoche ehemalige Schüler ihre Berufswege vor.
Als Beispiel für die außergewöhnlichen Kooperationsprojekte von Schülern und Unternehmen wurden zwei Filme gezeigt, die zum einen die Entstehung einer großen Jubiläumsuhr aus Metall und zum anderen den Bau einer riesigen Hängematte aus Holz zeigten. Beide Objekte der Schul-AG von Lehrer Siegfried Guigas wurde mit Hilfe von Sponsoren finanziert und an der Carl-Dittler-Realschule aufgestellt. Als Projektteilnehmer hob der 14-jährige Schüler Mika Seyfried die interessanten Einblicke in die Unternehmen hervor, die sein Interesse für das Ingenieurwesen geweckt haben. Die 13-jährige Schülerin Lilli Becht berichtete, dass sie sich nach dem Hängematten-Projekt für das Handwerk interessiert und sich vorstellen könnte, Elektrikerin zu werden.

Für die Rezertifizierung der Mörike-Realschule Mühlacker hielt Jochen Mareth die Laudatio. „Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis jahrelanger kontinuierlicher und nachhaltiger Arbeit rund um das Thema Berufsorientierung, das deutlich über die vorgeschriebenen Inhalte von Bildungsplänen hinaus geht und von der breiten Masse der Schulgemeinschaft getragen wird“, hob er hervor. „Man kann feststellen, an der Mörike Realschule werden Schülerinnen und Schüler systematisch auf den Eintritt in die Berufswelt vorbereitet und auf ihrem Weg begleitet.“ Er erklärte, dass Berufsorientierung kein Pflichtprogramm sei, sondern ein Ausdruck innerer Haltung und Wertschätzung den Jugendlichen gegenüber. „Die Berufsorientierung ist ein zentrales Thema, das junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt begleitet“, so Matthias Heller, der die Laudatio für die Gemeinschaftsschule Althengstett hielt. „Bei der Gemeinschaftsschule Althengstett ist dies kein bloßes Lippenbekenntnis sondern gelebte Realität.“ Die Jurymitglieder seien beeindruckt gewesen, von der Leidenschaft und dem Engagement, mit dem alle Beteiligten das Ziel verfolgen. „Es ist offensichtlich, dass die Berufsorientierung an dieser Schule nicht nur eine Pflichtübung ist, sondern ein Herzensanliegen, das von allen getragen wird.“ Er hob die hohe Frequenz an berufskundlichen Inhalten hervor, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule vermittelt werden.

Alle Fotos: Tilo Keller
Jetzt Newsletter abonnieren und von vielen Vorteilen profitieren!