3.7.2026
von Sandra Gallian
Die Geschichte der heutigen TEHROTECH GmbH begann bereits 1978. Gegründet wurde das Unternehmen ursprünglich unter dem Namen PMO. Nach mehreren Umfirmierungen – zunächst zur Franz Konrad Galvanotechnik GmbH und später zur Teherani Oberflächentechnik GmbH – firmiert der Betrieb seit 2002 unter dem heutigen Namen.
Einen entscheidenden Entwicklungsschritt nahm das Unternehmen im Jahr 2016, als Elvis Aliov als Betriebsleiter einstieg. Bereits ein Jahr später übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Duygu Isik-Aliov die Geschäftsführung. Seitdem wurde der Betrieb in vielen Bereichen grundlegend modernisiert. Auch familiär ist das Unternehmen eng verbunden: So arbeiten unter anderem mehrere Familienmitglieder im Unternehmen mit.
„Wir wollten das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen und gleichzeitig unsere Werte als Familienbetrieb bewahren“, sagt Geschäftsführer Elvis Aliov.
In den vergangenen Jahren investierte Tehrotech kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Standorts. 2018 wurden die Büroräume umfassend renoviert, ein Jahr später erfolgten Erweiterungen des Maschinenparks sowie die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach DIN-Standard. 2023 erhielt das Unternehmen die WHG-Zertifizierung, 2024 wurde die Produktion durch eine Photovoltaikanlage ergänzt.


TEHROTECH hat sich als Spezialist für Lohngalvanik etabliert. Das Unternehmen veredelt hochwertige Dreh-, Fräs-, Stanz- und Laserteile für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen – darunter die Elektro- und Elektronikindustrie, der Maschinenbau, die Medizintechnik, die Telekommunikation sowie teilweise auch die Automobilindustrie.
Besonders stark ist das Unternehmen bei feiner Gestellware und Schüttgut. „Unsere Stärke liegt in der partiellen Veredelung von Schüttgut – ein Verfahren, das wir selbst entwickelt haben und mit dem wir heute eine führende Marktposition innehaben“, erklärt Aliov.

Mit der Einführung einer partiellen Veredelungstechnologie für Schüttgut setzte TEHROTECH im Jahr 2017 neue Maßstäbe in der Branche. Das eigens entwickelte Verfahren ermöglicht es, den Einsatz von Edelmetallen – insbesondere Gold – um bis zu 40 Prozent zu reduzieren, ohne dabei Abstriche bei der Qualität hinnehmen zu müssen.
Die genaue Funktionsweise bleibt allerdings Betriebsgeheimnis. Klar ist jedoch: Die Technologie ermöglicht erhebliche Einsparungen bei Materialeinsatz und Kosten und trägt gleichzeitig zu einer ressourcenschonenderen Produktion bei.
Zum Einsatz kommen die veredelten Komponenten unter anderem in Ladestationen, Steckverbindungen oder elektronischen Bauteilen. Gerade dort, wo dauerhaft Strom fließen muss, spielt Gold eine wichtige Rolle. Zwar besitzt Silber eine etwas höhere Leitfähigkeit, Gold bietet jedoch den entscheidenden Vorteil, dass es nicht oxidiert und somit dauerhaft zuverlässige Kontakte gewährleistet.
Angesichts stetig steigender Goldpreise ist die effiziente Nutzung des Edelmetalls für viele Kunden von großer Bedeutung. Monatlich verarbeitet Tehrotech mehrere Kilogramm Gold, die zunächst vorfinanziert werden müssen.
„Gerade bei den aktuellen Goldpreisen ist unsere Technologie ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Aliov. Gleichzeitig mahnt er zu höchster Sorgfalt: „Wer Goldschichten zu dünn ausführt, spart vielleicht kurzfristig Materialkosten, riskiert aber deutliche Einbußen bei der Lebensdauer der Bauteile.“

Nachhaltigkeit endet bei TEHROTECH nicht bei der Materialeinsparung. Der Umweltschutz ist fest in den Unternehmensprozessen verankert. So reinigt das Unternehmen sein gesamtes Abwasser eigenständig und stellt sicher, dass keine Schwermetalle, Chloride oder Zyanide in den Kreislauf gelangen. Auch die Lagerung sämtlicher Chemikalien erfolgt nach aktuellen Sicherheitsstandards.
Parallel dazu setzt das Unternehmen auf langfristige Mitarbeiterbindung. Aktuell beschäftigt Tehrotech 34 Fachkräfte unterschiedlichster Nationalitäten. Seit 2017 konnte der Umsatz nahezu verdreifacht werden.
„Wir möchten weiter wachsen – aber mit Augenmaß“, betont Aliov. „Unser Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg mit Lebensqualität zu verbinden.“

Derzeit investiert das Unternehmen rund 400.000 Euro in die Verlagerung der Gestellgalvanik in eine neue Produktionshalle im Erdgeschoss – vollständig ohne öffentliche Fördermittel.
Die neue Halle wird derzeit schrittweise vorbereitet. Böden wurden bereits erneuert, erste Anlagen sind installiert. Der eigentliche Umzug ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.
„Momentan haben wir außergewöhnlich viel zu tun. Deshalb können wir die bestehenden Kapazitäten aktuell nicht einfach abschalten“, erläutert Aliov.
Die hohe Auslastung ist insbesondere auf internationale Großkunden zurückzuführen, viele davon aus den USA. Für einen dieser Kunden absolvierte Tehrotech ein umfangreiches Qualifikationsaudit und wurde anschließend als A-Lieferant eingestuft.
Die internationale Zusammenarbeit gehört für den Geschäftsführer längst zum Alltag. „Wenn ich ein Meeting habe, sitzt meistens jemand aus Indien, Europa und den USA mit am Tisch“, erzählt Aliov schmunzelnd. „Aber eines ist klar: Ich stehe nachts nicht auf, um Meetings abzuhalten.“
Parallel arbeitet TEHROTECH an weiteren Produktionskapazitäten. Bereits im September soll eine neue Anlage in Betrieb gehen, die im Anschluss auf der Fachmesse Electronica vorgestellt werden soll. Perspektivisch ist zudem die Installation einer weiteren Bandanlage geplant.

Trotz voller Auftragsbücher verfolgt Elvis Aliov keine Expansionsstrategie um jeden Preis. Das Unternehmen soll bewusst überschaubar bleiben.
„Ich könnte vermutlich auch 60 Mitarbeitende beschäftigen“, sagt er. „Aber das möchte ich gar nicht. Mir ist wichtig, dass es den Menschen im Unternehmen gut geht.“
Mehr Personal bedeute aus seiner Sicht nicht automatisch mehr Erfolg, sondern auch mehr Verantwortung und zusätzliche Belastungen. Statt auf unbegrenztes Wachstum setzt Aliov auf stabile Teams und eine hohe Auslastung der bestehenden Strukturen.
Gleichzeitig sieht er Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Umso mehr freut sich das Unternehmen über junge Nachwuchskräfte, die sich für die Oberflächentechnik begeistern.
Gerade in Pforzheim, einer traditionsreichen Galvanikregion, sieht Aliov gute Zukunftsperspektiven für den Ausbildungsberuf des Oberflächenbeschichters.
Auch die Arbeitsbedingungen werden weiter verbessert: Im Obergeschoss entstehen derzeit moderne Sozialräume, deren Ausstattung gemeinsam mit den Mitarbeitenden geplant wird. Künftig sollen zudem weitere automatisierte Galvanikstraßen die Arbeit erleichtern und die Prozesse noch effizienter gestalten.

3.7.2026
von Sandra Gallian
Die Geschichte der heutigen TEHROTECH GmbH begann bereits 1978. Gegründet wurde das Unternehmen ursprünglich unter dem Namen PMO. Nach mehreren Umfirmierungen – zunächst zur Franz Konrad Galvanotechnik GmbH und später zur Teherani Oberflächentechnik GmbH – firmiert der Betrieb seit 2002 unter dem heutigen Namen.
Einen entscheidenden Entwicklungsschritt nahm das Unternehmen im Jahr 2016, als Elvis Aliov als Betriebsleiter einstieg. Bereits ein Jahr später übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Duygu Isik-Aliov die Geschäftsführung. Seitdem wurde der Betrieb in vielen Bereichen grundlegend modernisiert. Auch familiär ist das Unternehmen eng verbunden: So arbeiten unter anderem mehrere Familienmitglieder im Unternehmen mit.
„Wir wollten das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen und gleichzeitig unsere Werte als Familienbetrieb bewahren“, sagt Geschäftsführer Elvis Aliov.
In den vergangenen Jahren investierte Tehrotech kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Standorts. 2018 wurden die Büroräume umfassend renoviert, ein Jahr später erfolgten Erweiterungen des Maschinenparks sowie die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach DIN-Standard. 2023 erhielt das Unternehmen die WHG-Zertifizierung, 2024 wurde die Produktion durch eine Photovoltaikanlage ergänzt.


TEHROTECH hat sich als Spezialist für Lohngalvanik etabliert. Das Unternehmen veredelt hochwertige Dreh-, Fräs-, Stanz- und Laserteile für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen – darunter die Elektro- und Elektronikindustrie, der Maschinenbau, die Medizintechnik, die Telekommunikation sowie teilweise auch die Automobilindustrie.
Besonders stark ist das Unternehmen bei feiner Gestellware und Schüttgut. „Unsere Stärke liegt in der partiellen Veredelung von Schüttgut – ein Verfahren, das wir selbst entwickelt haben und mit dem wir heute eine führende Marktposition innehaben“, erklärt Aliov.

Mit der Einführung einer partiellen Veredelungstechnologie für Schüttgut setzte TEHROTECH im Jahr 2017 neue Maßstäbe in der Branche. Das eigens entwickelte Verfahren ermöglicht es, den Einsatz von Edelmetallen – insbesondere Gold – um bis zu 40 Prozent zu reduzieren, ohne dabei Abstriche bei der Qualität hinnehmen zu müssen.
Die genaue Funktionsweise bleibt allerdings Betriebsgeheimnis. Klar ist jedoch: Die Technologie ermöglicht erhebliche Einsparungen bei Materialeinsatz und Kosten und trägt gleichzeitig zu einer ressourcenschonenderen Produktion bei.
Zum Einsatz kommen die veredelten Komponenten unter anderem in Ladestationen, Steckverbindungen oder elektronischen Bauteilen. Gerade dort, wo dauerhaft Strom fließen muss, spielt Gold eine wichtige Rolle. Zwar besitzt Silber eine etwas höhere Leitfähigkeit, Gold bietet jedoch den entscheidenden Vorteil, dass es nicht oxidiert und somit dauerhaft zuverlässige Kontakte gewährleistet.
Angesichts stetig steigender Goldpreise ist die effiziente Nutzung des Edelmetalls für viele Kunden von großer Bedeutung. Monatlich verarbeitet Tehrotech mehrere Kilogramm Gold, die zunächst vorfinanziert werden müssen.
„Gerade bei den aktuellen Goldpreisen ist unsere Technologie ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Aliov. Gleichzeitig mahnt er zu höchster Sorgfalt: „Wer Goldschichten zu dünn ausführt, spart vielleicht kurzfristig Materialkosten, riskiert aber deutliche Einbußen bei der Lebensdauer der Bauteile.“

Nachhaltigkeit endet bei TEHROTECH nicht bei der Materialeinsparung. Der Umweltschutz ist fest in den Unternehmensprozessen verankert. So reinigt das Unternehmen sein gesamtes Abwasser eigenständig und stellt sicher, dass keine Schwermetalle, Chloride oder Zyanide in den Kreislauf gelangen. Auch die Lagerung sämtlicher Chemikalien erfolgt nach aktuellen Sicherheitsstandards.
Parallel dazu setzt das Unternehmen auf langfristige Mitarbeiterbindung. Aktuell beschäftigt Tehrotech 34 Fachkräfte unterschiedlichster Nationalitäten. Seit 2017 konnte der Umsatz nahezu verdreifacht werden.
„Wir möchten weiter wachsen – aber mit Augenmaß“, betont Aliov. „Unser Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg mit Lebensqualität zu verbinden.“

Derzeit investiert das Unternehmen rund 400.000 Euro in die Verlagerung der Gestellgalvanik in eine neue Produktionshalle im Erdgeschoss – vollständig ohne öffentliche Fördermittel.
Die neue Halle wird derzeit schrittweise vorbereitet. Böden wurden bereits erneuert, erste Anlagen sind installiert. Der eigentliche Umzug ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.
„Momentan haben wir außergewöhnlich viel zu tun. Deshalb können wir die bestehenden Kapazitäten aktuell nicht einfach abschalten“, erläutert Aliov.
Die hohe Auslastung ist insbesondere auf internationale Großkunden zurückzuführen, viele davon aus den USA. Für einen dieser Kunden absolvierte Tehrotech ein umfangreiches Qualifikationsaudit und wurde anschließend als A-Lieferant eingestuft.
Die internationale Zusammenarbeit gehört für den Geschäftsführer längst zum Alltag. „Wenn ich ein Meeting habe, sitzt meistens jemand aus Indien, Europa und den USA mit am Tisch“, erzählt Aliov schmunzelnd. „Aber eines ist klar: Ich stehe nachts nicht auf, um Meetings abzuhalten.“
Parallel arbeitet TEHROTECH an weiteren Produktionskapazitäten. Bereits im September soll eine neue Anlage in Betrieb gehen, die im Anschluss auf der Fachmesse Electronica vorgestellt werden soll. Perspektivisch ist zudem die Installation einer weiteren Bandanlage geplant.

Trotz voller Auftragsbücher verfolgt Elvis Aliov keine Expansionsstrategie um jeden Preis. Das Unternehmen soll bewusst überschaubar bleiben.
„Ich könnte vermutlich auch 60 Mitarbeitende beschäftigen“, sagt er. „Aber das möchte ich gar nicht. Mir ist wichtig, dass es den Menschen im Unternehmen gut geht.“
Mehr Personal bedeute aus seiner Sicht nicht automatisch mehr Erfolg, sondern auch mehr Verantwortung und zusätzliche Belastungen. Statt auf unbegrenztes Wachstum setzt Aliov auf stabile Teams und eine hohe Auslastung der bestehenden Strukturen.
Gleichzeitig sieht er Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Umso mehr freut sich das Unternehmen über junge Nachwuchskräfte, die sich für die Oberflächentechnik begeistern.
Gerade in Pforzheim, einer traditionsreichen Galvanikregion, sieht Aliov gute Zukunftsperspektiven für den Ausbildungsberuf des Oberflächenbeschichters.
Auch die Arbeitsbedingungen werden weiter verbessert: Im Obergeschoss entstehen derzeit moderne Sozialräume, deren Ausstattung gemeinsam mit den Mitarbeitenden geplant wird. Künftig sollen zudem weitere automatisierte Galvanikstraßen die Arbeit erleichtern und die Prozesse noch effizienter gestalten.
