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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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16+ im Gespräch mit Kerstin Wilhelm-Moraweck, Inhaberin Moraweck Unternehmens- beratung

Kerstin Wilhelm-Moraweck ist selbstständige Unternehmerin und engagiert sich nebenher im Frauenbündnis Pforzheim. Für viele ist sie eine Art Role-Model. Im Interview sprach die Kommunikationstrainerin u.a. über einen Braten der definitiv nicht mehr zu retten war und welche Vorteile ihr die Selbständigkeit brachte.
Kerstin Wilhelm-Moraweck, Inhaberin Moraweck Unternehmensberatung Foto: : JA-Foto-und-Gestaltung, Pforzheim

Die Change Mangerin

"Change Management und Kommunikation, meine Themen sind unmittelbar mit Menschen verbunden."
Kerstin Wilhelm-Moraweck, Inhaberin Moraweck Unternehmensberatung

„Wer wagt, gewinnt.“ Dieses Motto trifft auf Kerstin Wilhelm-Moraweck definitiv zu. Die Kommunikationstrainerin ist kein Fan von ausgetretenen Wegen, sondern plädiert dafür den eigenen Weg zu finden und ihn mit erhobenem Haupt anzutreten. Die 60-Jährige ist seit 1998 selbstständig und schaut gerne über den Tellerrand hinaus. Seit 2019 ist Kerstin Wilhelm-Moraweck Inhaberin von „Moraweck Unternehmensberatung“, ihre Räumlichkeiten befinden sich in Keltern. Bis 1989 lebte sie in Sachsen. Sie verließ die DDR illegal mit Kindern und ihrem damaligen Partner. Seither ist sie in Bayern und Baden-Württemberg zu Hause. Kerstin Moraweck ist Diplom-Ingenieurin und hat den Master der Kommunikations- und Betriebspsychologie. Sie ist langjährige Solopreneurin, Vertrieblerin und Führungsperson. Sie ist darauf spezialisiert sowohl unternehmerische Sichtweisen als auch Perspektiven von Arbeitnehmer*innen, insbesondere von Frauen und Müttern, darzustellen und Kompromisse zu finden. Privat ist sie bei Reisen gerne der Off-Road Typ. Kerstin Wilhelm-Moraweck hat inzwischen drei Enkelkinder, außerdem engagiert sich im Frauenbündnis Pforzheim.

1. Wann stehen Sie in der Regel morgens auf?

Zwischen 6:00 Uhr und 7:30 Uhr. Auf jeden Fall immer zwei Stunden, bevor ich das Haus verlassen muss.

2. Sind Sie ein Frühstückstyp und falls ja, was geht immer?

Unbedingt. Porridge, alternativ Toast, Semmel oder Croissant plus Konfitüre und Tee.

3. Was ist Ihr Lieblings Büro-Outfit?

Home-Office: sportlich mit Jeans. Büro bzw. Termin mit Kundenkontakt: sportlich-lässig-elegant mit flachen Schuhen, unbedingt Make-Up und gestylten Haaren.

4. Der erste Klick am Morgen, gilt welcher Seite?

Kalender, Wetter, Nachrichten.

5. Zu welcher Tageszeit sind Sie am produktivsten?

Ich bin eine Nachteule. Spätabends bis in die Nacht hinein, das ist genau meine Zeit.

6. Fixer Arbeitsplatz oder smart office?

Smart office, ich bin analoge und digitale Nomadin und verbinde seit Jahrzehnten Business mit Privatleben. Mein zweites Studium war komplett virtuell. Zwei Prüfungen habe ich in Marrakesch auf einem Campingplatz absolviert.

7. Digital Tools gibt es viele, welches ist Ihr Favorit?

Outlook.

8. Wer war / ist für Sie ein Vorbild?

Friedemann Schulz von Thun, Condoleezza Rice, Christine Lagarde, die Nenn-Großeltern meiner Kinder aus Füssen.

9. Die beste Strategie gegen unproduktive Meetings?

Nerven und auf Abschluss drängen. Strategisch daran arbeiten, demnächst in der Führungsposition zu sein und es besser zu machen, indem Zeitvorgaben eingehalten werden.

10. Wie überleben Sie einen richtig schlechten Tag im Büro?

Zur Zeit bin ich selten im Büro, deshalb gibt es schlechte Bürotage aktuell nicht. Wenn es dennoch mal eine ungute Situation gibt, dann gehe ich wörtlich aus ihr heraus, also: Hinausgehen und Laufen.

11. Was inspiriert Sie?

Natur, Sport, Ballett, fremde Länder und deren Kulturen. Meine besten Ideen habe ich beim Laufen und Autofahren.

12. Beruf und Familie lässt sich gut vereinbaren? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Auf die Gesellschaft gesehen tut es das nicht. Handlungsbedarf gibt es auf alle Fälle, es beginnt bei einer flächendeckenden, ganzjährigen Kinderbetreuung für Kinder bis ca. 12 Jahre, Verbesserung der gesellschaftlichen Wahrnehmung der gesamten Care-Arbeit und Bildung. Essentiell finde ich das Thema, Ermutigung von Frauen, gleichberechtigte Partnerschaften zu suchen und zu leben. Die Voraussetzung dafür ist : Bildung, starke Persönlichkeit, geistige und finanzielle Unabhängigkeit, Veränderung der gesellschaftlichen Zuschreibung von Geschlechterrollen und und und – dazu könnte ich einen ganzen Vortrag halten.

Für mich habe ich das Problem gelöst, indem ich in die Selbständigkeit gegangen bin und dadurch sowohl zeitlich als auch finanziell an Flexibilität gewonnen habe. Dazu braucht es gegenseitige Unterstützung und Hilfe. Bei mir waren das befreundete Mütter in ähnlichen Situationen, die genannten Nenn-Großeltern meiner Kinder und meine Eltern.

13. Was ist Ihnen mal gehörig misslungen?

Legendär in der Familie: ich habe mal einen Braten auf den Herd gestellt und mich an den Schreibtisch gesetzt. Der Braten brannte an, als ich das bemerkte, versuchte ich zu retten, was zu retten war und stellte den Rest wieder auf den Herd. Allerdings vergaß ich den Braten erneut und nun war nichts mehr zu retten. Mein learning? Seither arbeite ich nur noch mit Timer, weil ich so tief in die Arbeit versinken kann, dass ich alles vergesse 😊.

14. Lieblingsfilm?

Die Hexen von Eastwick. Bohemian Rhapsody.

15. Wen würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie dann gerne mit dieser Person diskutieren?

Treffen würde ich gerne einmal den israelischen Historiker Yuval Noah Harari. Ich würde mit ihm gern über Perspektiven und Veränderung der Menschheit diskutieren.

16. Was wollten Sie als Kind werden?

Ärztin.

Angenommen Sie treffen auf eine fremde Person, die sie besser kennt, als Sie sich selbst, fänden Sie das spannend oder gruselig?

Unvorstellbar und gruselig.

Das Interview führte Tanja Meckler.

Bevorzugtes Reisedomizil. Foto: privat

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