24.09.2026
von Claudia Keller
„Wenn man sich das Jahr 2026 vor Augen führt, so ist da unheimlich viel Bewegung drin“, so Vincenzo Giuliano, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw, als er die Zuhörer zur Veranstaltung VermögensPerspektiven 2026 im Forum des Turmquartiers begrüßte.
TV-Moderatorin und Wirtschaftsjournalistin Beate Hoffbauer führte durch den Abend. „Wir wollen sie nicht nur informieren, wir wollen sie auch inspirieren, motivieren, ihren Blick weiten für die Veränderungen und großen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte sie. „Aber gleichzeitig wollen wir auch die Chancen nicht aus den Augen verlieren, denn die gibt es nach wie vor.“
Diplom-Wirtschaftsingenieur Andreas Schäfer, Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Revenue Officer for Supply Chain Management für Mittel– und Osteuropa bei SAP, stellte zunächst die Herausforderungen für Unternehmen beim Lieferkettenmanagement dar. „Am Ende des Tages müssen wir uns alle die Frage stellen: Was von meinem Job macht perspektivisch eine Maschine und was in unserem Job bleibt so wie bisher“, sagte er. Zur Verdeutlichung spielte er die Bestellung eines Fahrzeugs durch und zeigte dabei auf, dass die Koordination der zur Fertigung benötigten Schritte wesentlich länger dauert, wenn keine künstliche Intelligenz (KI) beteiligt ist. Bei Problemen in der Lieferkette könne die KI auch gleich Problemlösungen aufzeigen, wenn die entsprechenden Daten vorliegen. Er berichtete, dass SAP massiv in KI investiere und dies direkt in die Unternehmensdaten mit einbaue. „Wir liefern die Technologie, die neuen Funktionalitäten werden von SAP direkt bereitgestellt“, sagte Schäfer. „Sie haben die Daten und wir das Knowhow, diese Daten, gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz, noch wertvoller für sie zu machen“.
In einem weiteren Vortrag beleuchtete Martin Lück, Chef-Kapitalmarktstratege Deutschland & Österreich der Investmentgesellschaft Franklin Templeton die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen auf den Kapitalmarkt. Dabei legte er unter anderem dar, welchen Einfluss die scheinbar willkürlichen Entscheidungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf die Märkte haben sowie die Rolle des Dollarkurses. Die Ankündigung, amerikanische Staatsanleihen zu entwerten, hätten zu großen Unsicherheiten geführt. „Sie wissen wahrscheinlich, dass amerikanische Staatsanleihen die am meisten verbreiteten Anleihen der Welt sind“, stellte er fest. „Wenn man die Axt an die Glaubwürdigkeit dieser Anlageklasse legt, dann legt man die Axt an das Fundament des globalen Finanzsystems.“ Angesichts der weiteren Ereignisse des bisherigen Jahres müssten Volkswirte und Kapitalmarktstrategen zunächst auf makroökonomische Entwicklung schauen und darüber hinaus auf die geopolitischen Veränderungen. „Ich habe noch nie in meiner inzwischen über 30-jährigen Tätigkeit eine Zeit erlebt, in der Geopolitik so starken Einfluss hatte,“ stellte Lück fest. Er bezog auch China in seine Überlegungen ein, dessen Volkswirtschaft in Schieflage geraten sei. „Wir können in Europa eine führende Rolle einnehmen“, machte er Mut. „Das mag vielleicht nicht jeder hören, aber einer dieser Bereiche ist Verteidigung.“ Rüstungsgüter wollte früher keiner anfassen oder im Portfolio haben. Inzwischen habe man aber gelernt, dass man sich verteidigen können müsse. Europa sah er hinsichtlich des Wachstums bereits die Talsohle durchschreiten und auf dem Weg nach oben. In diesen unsicheren Zeiten sei es vernünftig, das Portfolio so breit wie möglich aufzustellen und Aktien auf verschiedene Regionen aufzuteilen. Dabei empfahl er neben Europa auch einen Blick auf die Schwellenländer zu werfen. In der anschließenden Expertenrunde sprach Moderatorin Hoffbauer mit Lück und den beiden Experten der Sparkasse Pforzheim Calw, Stefan Saile, Bereichsleiter S-Vermögen und Jürgen Lauinger, Abteilungsleiter Vermögensverwaltung, über die Auswirkungen für die Anleger. Dabei machten die Sparkassenvertreter auch die Handlungsweise der Berater deutlich. Abschließend hatten die Zuhörer Gelegenheit, bei einem Imbiss mit den Experten und untereinander ins Gespräch zu kommen.
24.09.2026
von Claudia Keller
„Wenn man sich das Jahr 2026 vor Augen führt, so ist da unheimlich viel Bewegung drin“, so Vincenzo Giuliano, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw, als er die Zuhörer zur Veranstaltung VermögensPerspektiven 2026 im Forum des Turmquartiers begrüßte.
TV-Moderatorin und Wirtschaftsjournalistin Beate Hoffbauer führte durch den Abend. „Wir wollen sie nicht nur informieren, wir wollen sie auch inspirieren, motivieren, ihren Blick weiten für die Veränderungen und großen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte sie. „Aber gleichzeitig wollen wir auch die Chancen nicht aus den Augen verlieren, denn die gibt es nach wie vor.“
Diplom-Wirtschaftsingenieur Andreas Schäfer, Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Revenue Officer for Supply Chain Management für Mittel– und Osteuropa bei SAP, stellte zunächst die Herausforderungen für Unternehmen beim Lieferkettenmanagement dar. „Am Ende des Tages müssen wir uns alle die Frage stellen: Was von meinem Job macht perspektivisch eine Maschine und was in unserem Job bleibt so wie bisher“, sagte er. Zur Verdeutlichung spielte er die Bestellung eines Fahrzeugs durch und zeigte dabei auf, dass die Koordination der zur Fertigung benötigten Schritte wesentlich länger dauert, wenn keine künstliche Intelligenz (KI) beteiligt ist. Bei Problemen in der Lieferkette könne die KI auch gleich Problemlösungen aufzeigen, wenn die entsprechenden Daten vorliegen. Er berichtete, dass SAP massiv in KI investiere und dies direkt in die Unternehmensdaten mit einbaue. „Wir liefern die Technologie, die neuen Funktionalitäten werden von SAP direkt bereitgestellt“, sagte Schäfer. „Sie haben die Daten und wir das Knowhow, diese Daten, gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz, noch wertvoller für sie zu machen“.
In einem weiteren Vortrag beleuchtete Martin Lück, Chef-Kapitalmarktstratege Deutschland & Österreich der Investmentgesellschaft Franklin Templeton die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen auf den Kapitalmarkt. Dabei legte er unter anderem dar, welchen Einfluss die scheinbar willkürlichen Entscheidungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf die Märkte haben sowie die Rolle des Dollarkurses. Die Ankündigung, amerikanische Staatsanleihen zu entwerten, hätten zu großen Unsicherheiten geführt. „Sie wissen wahrscheinlich, dass amerikanische Staatsanleihen die am meisten verbreiteten Anleihen der Welt sind“, stellte er fest. „Wenn man die Axt an die Glaubwürdigkeit dieser Anlageklasse legt, dann legt man die Axt an das Fundament des globalen Finanzsystems.“ Angesichts der weiteren Ereignisse des bisherigen Jahres müssten Volkswirte und Kapitalmarktstrategen zunächst auf makroökonomische Entwicklung schauen und darüber hinaus auf die geopolitischen Veränderungen. „Ich habe noch nie in meiner inzwischen über 30-jährigen Tätigkeit eine Zeit erlebt, in der Geopolitik so starken Einfluss hatte,“ stellte Lück fest. Er bezog auch China in seine Überlegungen ein, dessen Volkswirtschaft in Schieflage geraten sei. „Wir können in Europa eine führende Rolle einnehmen“, machte er Mut. „Das mag vielleicht nicht jeder hören, aber einer dieser Bereiche ist Verteidigung.“ Rüstungsgüter wollte früher keiner anfassen oder im Portfolio haben. Inzwischen habe man aber gelernt, dass man sich verteidigen können müsse. Europa sah er hinsichtlich des Wachstums bereits die Talsohle durchschreiten und auf dem Weg nach oben. In diesen unsicheren Zeiten sei es vernünftig, das Portfolio so breit wie möglich aufzustellen und Aktien auf verschiedene Regionen aufzuteilen. Dabei empfahl er neben Europa auch einen Blick auf die Schwellenländer zu werfen. In der anschließenden Expertenrunde sprach Moderatorin Hoffbauer mit Lück und den beiden Experten der Sparkasse Pforzheim Calw, Stefan Saile, Bereichsleiter S-Vermögen und Jürgen Lauinger, Abteilungsleiter Vermögensverwaltung, über die Auswirkungen für die Anleger. Dabei machten die Sparkassenvertreter auch die Handlungsweise der Berater deutlich. Abschließend hatten die Zuhörer Gelegenheit, bei einem Imbiss mit den Experten und untereinander ins Gespräch zu kommen.
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