22.6.2026
von Sandra Gallian
Als sich am Samstagmittag um 12 Uhr die Tore öffneten, strömten nach und nach rund 3000 Besucher auf das Gelände. Zwischen meterhohen Erdwällen, industrieller Kulisse und aufwendig gestalteten Bühnen verwandelte sich das Areal in eine riesige Tanzfläche. Zu elektronischen Beats feierten die Festivalbesucher gemeinsam bei Temperaturen von bis zu 36 Grad. Zwei Line-ups auf zwei Bühnen sorgten dafür, dass kein Fuß stillstand. Bei den Backofentemperaturen waren Abkühlungsmöglichkeiten gefragt: Eine Freiluftdusche und eine Wasserkanone sorgten für erfrischende Momente. Gut bestückte Getränkestände und große Schattenzelte halfen zusätzlich dabei, der Hitze zu trotzen.
Dass auf einem aktiven Abbaugelände einmal im Jahr Tausende Menschen friedlich gemeinsam feiern, ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Hinter dem Buchbusch Festival steckt eine Geschichte, die vor drei Jahren mit einer ungewöhnlichen Idee begann.

Was heute rund 3000 Menschen auf das Festival lockt, begann einst als ungewöhnliche Idee unter Freunden. Die Gründer des Buchbusch Festivals wollten einen Ort schaffen, der elektronische Musik, Kreativität und Gemeinschaft miteinander verbindet – und zwar dort, wo man ein Festival zunächst nicht vermuten würde: auf einem Erdbau- und Abbruchgelände am Stadtrand von Pforzheim.
„Was zunächst wie eine verrückte Vision wirkte, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem echten Projekt“, erklärt Mit-Organisator Maximilian Vollmer. Aus ersten Gesprächen entstanden Konzepte, aus ehrenamtlichen Helfern ein eingespieltes Team und schließlich ein Festival, das mittlerweile in seine dritte Ausgabe geht.

Hinter dem Event steht der gemeinnützige Buchbusch Festival e.V. – kein großer Veranstalter, sondern ein Verein, der von ehrenamtlichem Engagement getragen wird. Während übers Jahr hinweg ein Kernteam von 8-10 Personen in der Planung beteiligt sind, sind es in der letzten heissen Phase vor dem Festival rund 20 Personen, die mit Hochdruck am Aufbau arbeiten. Der Festival-Aufbau richtet sich dabei jedes Jahr flexibel nach dem Gelände, erklärt Mit-Organisator Arnaud Endlicher. Da hier auch Abbruch geleistet wird, ist nie ganz klar, welcher Bereich wie bebaut werden kann. Jedes Jahr sieht der Aufbau daher etwas anders aus.

Dabei ist das Festival längst mehr als ein kulturelles Herzensprojekt. Die Organisation eines Events dieser Größenordnung ist auch wirtschaftlich eine Herausforderung.
Nach Angaben der Veranstalter bewegen sich die Gesamtkosten mittlerweile bei rund einer Viertelmillion Euro. Infrastruktur, Bühnenbau, Technik, Sicherheit, Genehmigungen, Künstlerhonorare, sanitäre Anlagen und steigende Anforderungen in nahezu allen Bereichen sorgen dafür, dass Festivals immer aufwendiger werden.
Umso wichtiger sind starke Partner aus der Region. Zu den langjährigen Unterstützern gehören der Hauptsponsor Hans Heimerdinger sowie viele weitere, unter anderem Alwa, Waldhaus, Sparkasse Pforzheim Calw, Rutronik , Fischer Trauringe, Porsche Zentrum Pforzheim und SWP.

„Viele unserer Partner begleiten uns seit mehreren Jahren. Sie unterstützen nicht nur ein Festival, sondern ein Projekt, das kulturelles Leben in der Region aktiv mitgestaltet“, betont Vollmer. So ist es auch dem Porsche Zentrum zu verdanken, dass ein weisser Porsche Cayenne im Eingangsbereich auf einem der Erdhügel thront.
Auch das Thema Sicherheit wird groß geschrieben, sowohl was Versicherungen gegen Unwetter betrifft als auch bei der Begrenzung der Besucher auf rund 3000. „Mit dieser Anzahl fühlen wir uns noch wohl, das ist für uns noch stemmbar organisatorisch, erklärt Maximilian Vollmer. Das Publikum sei generell sehr offenherzich und hilfsbereit, auch beim Räumen des Geländes nach Festivalende.

Wie viele unabhängige Festivals steht auch Buchbusch vor der Herausforderung, wirtschaftlich tragfähig zu bleiben, ohne seine Identität zu verlieren.
Die Finanzierung basiert auf mehreren Säulen. Neben den Ticketverkäufen spielen Sponsorengelder, Einnahmen aus dem Getränkeverkauf und Merchandise eine wichtige Rolle. Gleichzeitig achten die Verantwortlichen darauf, nur mit Partnern zusammenzuarbeiten, die zur Philosophie des Festivals passen.
„Wir möchten keine beliebige Werbefläche sein, sondern Partner gewinnen, die unsere Idee verstehen und unterstützen“, heißt es aus dem Organisationsteam.
Dieser Ansatz zeigt sich auch auf dem Gelände selbst. Statt großflächiger Werbebotschaften setzen die Veranstalter auf ein bewusst gestaltetes Festivalerlebnis mit individuell entworfenen Bars, kreativen Installationen und regionalen Foodtrucks.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler. Besonders sichtbar wird dies neben der Hauptbühne auf der Warrior Stage, die gemeinsam mit dem Singularity Festival aus Maulbronn realisiert wird.
Die kleinere Bühne bietet lokalen DJs und Nachwuchskünstlern aus der Region zwischen Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und Heilbronn die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum aufzutreten. Damit entstehen Netzwerke und Sichtbarkeit für eine Szene, die häufig nur begrenzte Auftrittsmöglichkeiten hat.
Neben Getränkeständen und Food-Trucks gibt es einen VIP-Bereich im oberen Teil des Festivalgeländes.


Während viele Festivals zunehmend standardisiert wirken, verfolgt Buchbusch bewusst einen anderen Ansatz. Das Gelände erinnert eher an eine Filmkulisse als an einen klassischen Veranstaltungsort. Riesige Erdhügel, aufwendig gestaltete Bühnenbilder im Mad-Max-Stil, spektakulär inszenierte Fahrzeuge und zahlreiche in Eigenleistung entstandene Installationen prägen das Erscheinungsbild.
„Wir möchten, dass sich ein Besuch weiterhin wie ein Abenteuer anfühlt“, sagen die Veranstalter. Am Samstag hat sich genau dieses Gefühl einggestellt: Als die Sonne auf die Erdhügel brannte, die ersten Beats über das Gelände rollten und die Luft über dem Buchbusch-Areal zu flimmern begann. Gefeiert wurde bis 24 Uhr. Anschließend wurde das Gelände ohne Zwischenfälle geräumt und in wird jetzt für ein Jahr seiner ursprünglichen Bestimmung überlassen – dem Erdabbau. Denn eines steht fest: Auch 2027 wird das Buchbusch Festival wieder glühen.

22.6.2026
von Sandra Gallian
Als sich am Samstagmittag um 12 Uhr die Tore öffneten, strömten nach und nach rund 3000 Besucher auf das Gelände. Zwischen meterhohen Erdwällen, industrieller Kulisse und aufwendig gestalteten Bühnen verwandelte sich das Areal in eine riesige Tanzfläche. Zu elektronischen Beats feierten die Festivalbesucher gemeinsam bei Temperaturen von bis zu 36 Grad. Zwei Line-ups auf zwei Bühnen sorgten dafür, dass kein Fuß stillstand. Bei den Backofentemperaturen waren Abkühlungsmöglichkeiten gefragt: Eine Freiluftdusche und eine Wasserkanone sorgten für erfrischende Momente. Gut bestückte Getränkestände und große Schattenzelte halfen zusätzlich dabei, der Hitze zu trotzen.
Dass auf einem aktiven Abbaugelände einmal im Jahr Tausende Menschen friedlich gemeinsam feiern, ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Hinter dem Buchbusch Festival steckt eine Geschichte, die vor drei Jahren mit einer ungewöhnlichen Idee begann.

Was heute rund 3000 Menschen auf das Festival lockt, begann einst als ungewöhnliche Idee unter Freunden. Die Gründer des Buchbusch Festivals wollten einen Ort schaffen, der elektronische Musik, Kreativität und Gemeinschaft miteinander verbindet – und zwar dort, wo man ein Festival zunächst nicht vermuten würde: auf einem Erdbau- und Abbruchgelände am Stadtrand von Pforzheim.
„Was zunächst wie eine verrückte Vision wirkte, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem echten Projekt“, erklärt Mit-Organisator Maximilian Vollmer. Aus ersten Gesprächen entstanden Konzepte, aus ehrenamtlichen Helfern ein eingespieltes Team und schließlich ein Festival, das mittlerweile in seine dritte Ausgabe geht.

Hinter dem Event steht der gemeinnützige Buchbusch Festival e.V. – kein großer Veranstalter, sondern ein Verein, der von ehrenamtlichem Engagement getragen wird. Während übers Jahr hinweg ein Kernteam von 8-10 Personen in der Planung beteiligt sind, sind es in der letzten heissen Phase vor dem Festival rund 20 Personen, die mit Hochdruck am Aufbau arbeiten. Der Festival-Aufbau richtet sich dabei jedes Jahr flexibel nach dem Gelände, erklärt Mit-Organisator Arnaud Endlicher. Da hier auch Abbruch geleistet wird, ist nie ganz klar, welcher Bereich wie bebaut werden kann. Jedes Jahr sieht der Aufbau daher etwas anders aus.

Dabei ist das Festival längst mehr als ein kulturelles Herzensprojekt. Die Organisation eines Events dieser Größenordnung ist auch wirtschaftlich eine Herausforderung.
Nach Angaben der Veranstalter bewegen sich die Gesamtkosten mittlerweile bei rund einer Viertelmillion Euro. Infrastruktur, Bühnenbau, Technik, Sicherheit, Genehmigungen, Künstlerhonorare, sanitäre Anlagen und steigende Anforderungen in nahezu allen Bereichen sorgen dafür, dass Festivals immer aufwendiger werden.
Umso wichtiger sind starke Partner aus der Region. Zu den langjährigen Unterstützern gehören der Hauptsponsor Hans Heimerdinger sowie viele weitere, unter anderem Alwa, Waldhaus, Sparkasse Pforzheim Calw, Rutronik , Fischer Trauringe, Porsche Zentrum Pforzheim und SWP.

„Viele unserer Partner begleiten uns seit mehreren Jahren. Sie unterstützen nicht nur ein Festival, sondern ein Projekt, das kulturelles Leben in der Region aktiv mitgestaltet“, betont Vollmer. So ist es auch dem Porsche Zentrum zu verdanken, dass ein weisser Porsche Cayenne im Eingangsbereich auf einem der Erdhügel thront.
Auch das Thema Sicherheit wird groß geschrieben, sowohl was Versicherungen gegen Unwetter betrifft als auch bei der Begrenzung der Besucher auf rund 3000. „Mit dieser Anzahl fühlen wir uns noch wohl, das ist für uns noch stemmbar organisatorisch, erklärt Maximilian Vollmer. Das Publikum sei generell sehr offenherzich und hilfsbereit, auch beim Räumen des Geländes nach Festivalende.

Wie viele unabhängige Festivals steht auch Buchbusch vor der Herausforderung, wirtschaftlich tragfähig zu bleiben, ohne seine Identität zu verlieren.
Die Finanzierung basiert auf mehreren Säulen. Neben den Ticketverkäufen spielen Sponsorengelder, Einnahmen aus dem Getränkeverkauf und Merchandise eine wichtige Rolle. Gleichzeitig achten die Verantwortlichen darauf, nur mit Partnern zusammenzuarbeiten, die zur Philosophie des Festivals passen.
„Wir möchten keine beliebige Werbefläche sein, sondern Partner gewinnen, die unsere Idee verstehen und unterstützen“, heißt es aus dem Organisationsteam.
Dieser Ansatz zeigt sich auch auf dem Gelände selbst. Statt großflächiger Werbebotschaften setzen die Veranstalter auf ein bewusst gestaltetes Festivalerlebnis mit individuell entworfenen Bars, kreativen Installationen und regionalen Foodtrucks.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler. Besonders sichtbar wird dies neben der Hauptbühne auf der Warrior Stage, die gemeinsam mit dem Singularity Festival aus Maulbronn realisiert wird.
Die kleinere Bühne bietet lokalen DJs und Nachwuchskünstlern aus der Region zwischen Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und Heilbronn die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum aufzutreten. Damit entstehen Netzwerke und Sichtbarkeit für eine Szene, die häufig nur begrenzte Auftrittsmöglichkeiten hat.
Neben Getränkeständen und Food-Trucks gibt es einen VIP-Bereich im oberen Teil des Festivalgeländes.


Während viele Festivals zunehmend standardisiert wirken, verfolgt Buchbusch bewusst einen anderen Ansatz. Das Gelände erinnert eher an eine Filmkulisse als an einen klassischen Veranstaltungsort. Riesige Erdhügel, aufwendig gestaltete Bühnenbilder im Mad-Max-Stil, spektakulär inszenierte Fahrzeuge und zahlreiche in Eigenleistung entstandene Installationen prägen das Erscheinungsbild.
„Wir möchten, dass sich ein Besuch weiterhin wie ein Abenteuer anfühlt“, sagen die Veranstalter. Am Samstag hat sich genau dieses Gefühl einggestellt: Als die Sonne auf die Erdhügel brannte, die ersten Beats über das Gelände rollten und die Luft über dem Buchbusch-Areal zu flimmern begann. Gefeiert wurde bis 24 Uhr. Anschließend wurde das Gelände ohne Zwischenfälle geräumt und in wird jetzt für ein Jahr seiner ursprünglichen Bestimmung überlassen – dem Erdabbau. Denn eines steht fest: Auch 2027 wird das Buchbusch Festival wieder glühen.

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