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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Wow-Effekt für die Präzisionstechnik-Industrie

Mit der Fertigstellung des ZPT, Zentrums für Präzisionstechnik, werden Existenzgründer, Forschung und Entwicklung, aber auch Ausbildung und Lehre noch im Laufe des Sommers 2021 direkt neben der Hochschule Pforzheim einen Raum finden.
Quasi-Bauherr und oberster Pforzheimer Wirtschaftsförderer Oliver Reitz ist überzeugt von der überregionalen Ausstrahlung des Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT). ©DorisLöffler

Von Lothar Neff (Pforzheimer Zeitung) | 19.06.2021

Was lange währt, wird endlich gut: Hochschul-Rektor Professor Ulrich Jautz spricht von einem „Wow-Effekt!“ Seit 2014 hatten er und seine Mitstreiter aus der Präzisionstechnik-Industrie um das Projekt gekämpft, das jetzt im Sommer mit Leben erfüllt wird.

Ein Millionenzuschuss aus dem Fördertopf des Landeswettbewerbs RegioWin machte den Bau des Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT) erst möglich. Beinahe hätte die angespannte Finanzlage der Goldstadt und ein Veto des Regierungspräsidiums Karlsruhe die Umsetzung verhindert, denn an die großzügige Förderung sind eben auch beträchtliche Eigenmittel für Bau und Betrieb des Zentrums gekoppelt.

Auch im Pforzheimer Gemeinderat und den entscheidenden Gremien des Enzkreises mussten einige Hürden genommen werden. Doch schließlich wurde das regionale Zukunftsprojekt quasi in letzter Sekunde vor Auslaufen der Förderzusage auf den Weg gebracht.

Die Unterzeichnung der Mietverträge auf dem Campus der Hochschule sei deshalb ein besonderer Moment, sagt Jautz. Das ZPT passe ideal zur Strategie der Hochschule und wirke als Scharnier zwischen Wissenschaft und Industrie. Mit ihrer Unterschrift bekunden die ersten Mieter ihr verbindliches Interesse an einem Engagement in den neuen Räumen. Industrienahe Forschung, Aus- und Weiterbildung stehen im Mittelpunkt.

Die ersten Mieter im ZPT ( von links): Professor Reinhard Rupp, Geschäftsführer der AHP- Akademie an der Hochschule Pforzheim, Geschäftsführer Manuel Pérez Castillo vom Ausbildungszentrum für Technik, Rektor Professor Ulrich Jautz von der Hochschule Pforzheim, Jungunternehmer Dr.-Ing. Andreas Baum von der MetShape GmbH und WSP-Direktor Oliver Reitz. © GeorgMoritz

Auch Professor Reinhard Rupp, Geschäftsführer der AHP- Akademie an der Hochschule Pforzheim gGmbH, will sich dafür einsetzen. Das AHP sei quasi das regionale Bermudadreieck der Weiterbildung mit den Standorten Nagold, Pforzheim sowie Freudenstadt und biete modulare Master-Ausbildungen an.

Seine Aktivitäten im ZPT bündeln will auch Manuel Pérez Castillo, Geschäftsführer des Ausbildungszentrums für Technik (AzTe) aus Sternenfels. Die Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen werden im Auftrag von 150 regionalen Kunden organisiert. „Das ZPT hat einen verkehrsgünstigen Standort.“ Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollen dort mit maßgeschneiderten Angeboten für die Aus- und Weiterbildung unterstützt werden.

Dr.-Ing. Andreas Baum, Geschäftsführer der MetShape GmbH, ist ein Kind der Hochschule Pforzheim. Nach dem Maschinenbaustudium war er im Bereich Fertigungstechnik tätig, bevor er sich selbstständig machte. Das StartUp hat sich auf Metall-3-D-Druck spezialisiert und beschäftigt bereits vier Mitarbeiter. Diesem Beispiel sollen viele Absolventen der Hochschule folgen, hofft Rektor Jautz.

Quasi als Bauherr zieht Oliver Reitz vom städtischen Eigenbetrieb WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim) eine zufriedenstellende Bilanz: Nach allen Höhen und Tiefen im mehrjährigen Planungsprozess könne man ein funktionales Schmuckstück präsentieren.

Visualisierung des Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT). ©Screenshot/KatharinaLindt

Die knapp 3000 Quadratmeter des Präzisionstechnik-Zentrums böten ideale Voraussetzungen auch für Gründer. Das ZPT sei eine Plattform für Innovationen und Qualifizierung. Die Ausstattung sei hochwertig und flexibel nutzbar. Es stehe unmittelbar vor der Inbetriebnahme und werde mit 10,6 Millionen Euro abgerechnet, wie im Januar 2015 beim Förderbescheid für das Leuchtturmprojekt im RegioWin-Verfahren zugesagt. Mit dieser Einrichtung, die überregionale Ausstrahlung habe, solle die Region als Zentrum der Präzisionstechnikindustrie gestärkt werden, sagt Reitz. So schaffe man eine industrienahe Anlaufstelle zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und zum Ausbau des Technologietransfers.

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