12.05.2026
Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lebten 2025 rund 11,7 Prozent der Menschen in Deutschland in überbelegten Wohnungen. Vor fünf Jahren lag die Quote noch bei 10,2 Prozent. Die Entwicklung zeigt: Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben müssen.
Besonders sichtbar wird das Problem bei Familien. Wer Kinder hat, lebt deutlich häufiger in beengten Verhältnissen. In Haushalten mit Kindern lag die Überbelegungsquote 2025 bei 17,6 Prozent. Besonders prekär ist die Situation bei großen Familien: Zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern waren mit 32,1 Prozent am stärksten betroffen. Auch Alleinerziehende und ihre Kinder leben häufig auf zu engem Raum – ihre Quote liegt bei 29,6 Prozent.
Die Zahlen offenbaren zugleich ein geografisches Problem: Wohnraummangel ist vor allem ein urbanes Phänomen. In Großstädten lebten 2025 rund 16,9 Prozent der Menschen in überbelegten Wohnungen. In Vororten und kleineren Städten waren es 9,6 Prozent, auf dem Land lediglich 5,5 Prozent.
Der Druck auf die Städte wächst seit Jahren. Hohe Mieten, fehlender Neubau und steigende Lebenshaltungskosten verschärfen die Lage zusätzlich. Gerade Familien finden in Ballungsräumen oft keine ausreichend großen Wohnungen mehr, die sie sich leisten können.
Ältere Menschen ab 65 Jahren waren dagegen mit 3,1 Prozent vergleichsweise selten betroffen.
Auffällig ist zudem die soziale Dimension der Zahlen. Erwachsene mit ausländischer Staatsangehörigkeit leben deutlich häufiger in überbelegten Wohnungen als deutsche Staatsbürger. Während bei deutschen Erwachsenen lediglich 6,7 Prozent betroffen waren, lag die Quote unter ausländischen Erwachsenen bei 30,8 Prozent, also fast fünfmal so hoch.
Auch armutsgefährdete Menschen gehören zu den Gruppen mit besonders wenig Wohnraum. Mehr als jeder Vierte von ihnen lebte 2025 in einer überbelegten Wohnung.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland trotzdem noch unter dem EU-Durchschnitt. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat betrug die Überbelegungsquote in der EU 2025 insgesamt 16,8 Prozent.
Besonders hoch war sie in Rumänien mit 40,4 Prozent und in Lettland mit 38,9 Prozent. Die niedrigsten Werte verzeichneten Zypern mit 2,2 Prozent und die Niederlande mit 4,1 Prozent.
Als überbelegt gilt eine Wohnung nach EU-Definition dann, wenn für die Anzahl und Zusammensetzung der Bewohner nicht genügend Zimmer vorhanden sind, etwa wenn Kindern oder Erwachsenen kein eigener Raum zur Verfügung steht.
pm/tm
12.05.2026
Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lebten 2025 rund 11,7 Prozent der Menschen in Deutschland in überbelegten Wohnungen. Vor fünf Jahren lag die Quote noch bei 10,2 Prozent. Die Entwicklung zeigt: Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben müssen.
Besonders sichtbar wird das Problem bei Familien. Wer Kinder hat, lebt deutlich häufiger in beengten Verhältnissen. In Haushalten mit Kindern lag die Überbelegungsquote 2025 bei 17,6 Prozent. Besonders prekär ist die Situation bei großen Familien: Zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern waren mit 32,1 Prozent am stärksten betroffen. Auch Alleinerziehende und ihre Kinder leben häufig auf zu engem Raum – ihre Quote liegt bei 29,6 Prozent.
Die Zahlen offenbaren zugleich ein geografisches Problem: Wohnraummangel ist vor allem ein urbanes Phänomen. In Großstädten lebten 2025 rund 16,9 Prozent der Menschen in überbelegten Wohnungen. In Vororten und kleineren Städten waren es 9,6 Prozent, auf dem Land lediglich 5,5 Prozent.
Der Druck auf die Städte wächst seit Jahren. Hohe Mieten, fehlender Neubau und steigende Lebenshaltungskosten verschärfen die Lage zusätzlich. Gerade Familien finden in Ballungsräumen oft keine ausreichend großen Wohnungen mehr, die sie sich leisten können.
Ältere Menschen ab 65 Jahren waren dagegen mit 3,1 Prozent vergleichsweise selten betroffen.
Auffällig ist zudem die soziale Dimension der Zahlen. Erwachsene mit ausländischer Staatsangehörigkeit leben deutlich häufiger in überbelegten Wohnungen als deutsche Staatsbürger. Während bei deutschen Erwachsenen lediglich 6,7 Prozent betroffen waren, lag die Quote unter ausländischen Erwachsenen bei 30,8 Prozent, also fast fünfmal so hoch.
Auch armutsgefährdete Menschen gehören zu den Gruppen mit besonders wenig Wohnraum. Mehr als jeder Vierte von ihnen lebte 2025 in einer überbelegten Wohnung.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland trotzdem noch unter dem EU-Durchschnitt. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat betrug die Überbelegungsquote in der EU 2025 insgesamt 16,8 Prozent.
Besonders hoch war sie in Rumänien mit 40,4 Prozent und in Lettland mit 38,9 Prozent. Die niedrigsten Werte verzeichneten Zypern mit 2,2 Prozent und die Niederlande mit 4,1 Prozent.
Als überbelegt gilt eine Wohnung nach EU-Definition dann, wenn für die Anzahl und Zusammensetzung der Bewohner nicht genügend Zimmer vorhanden sind, etwa wenn Kindern oder Erwachsenen kein eigener Raum zur Verfügung steht.
pm/tm
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