28.07.2025
„Rosenberger verbindet“ – dieser Slogan, beschreibt beim Neuenbürger Spezialisten für hochpräzise Kontaktteile sowohl das Produkt als auch das Prinzip. Bei einem Betriebsrundgang ließ sich die Delegation um Landrat Rosenau, Bürgermeister Fabian Bader und Vertreter der Wirtschaftsförderung von Geschäftsführer Rudolf Gropper zeigen, wie eng moderne Fertigung, Ausbildung und regionale Verantwortung verzahnt sind.
Seit 40 Jahren ist Gropper im Unternehmen. 127 Beschäftigte arbeiten am Standort Neuenbürg, weltweit zählt die Rosenberger-Gruppe rund 15 000 Mitarbeitende. Trotz sinkender Autoproduktion in Deutschland wächst das Geschäft – dank zunehmender Elektrifizierung und Digitalisierung in Fahrzeugen. 2,5 Milliarden Bauteile liefen im vergangenen Jahr allein in Neuenbürg vom Band.
Dass Rosenberger auch an morgen denkt, zeigt sich nicht zuletzt in der eigenen Lehrwerkstatt. Ausgebildet werden unter anderem Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker sowie Fachlageristen – ein klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung und Standortbindung.

Zweite Station war an diesem Tag die Firma Herbstreith & Fox (H&F). Der Betrieb ist ein international führender Hersteller von Pektin für die Lebensmittel- und Nonfood-Industrie Der Rohstoff wird aus Äpfeln und Zitrusfrüchten gewonnen und findet sich weltweit in Marmeladen, Süßwaren, Getränken, Kosmetik und pharmazeutischen Produkten wieder. Geschäftsführer Sven Fox stellte den Gästen gemeinsam mit Hans-Ulrich Endreß, Geschäftsleitungsbereich Forschung & Entwicklung, die Geschichte des 1934 gegründeten Betriebs vor. Mit 698 Mitarbeitenden, 3.300 Kunden weltweit und einer Exportquote von 75 Prozent ist H&F ein globaler Player mit Wurzeln in der Region.
Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 13,5 Jahren belegt eindrucksvoll, wie stark das Unternehmen gleichzeitig in Neuenbürg verwurzelt ist – wobei Fox Vater selbst mit einer Betriebszugehörigkeit von 50 Jahren in diesem Jahr einen Spitzenwert vorlegen wird.
Obwohl es weltweit größere Betriebe im Wettbewerb gibt, zählt H&F im Bereich der Pektin-Herstellung zu den größten Unternehmen weltweit. Gearbeitet wird nahezu pausenlos, lediglich an 20 Tagen im Jahr ruht die Produktion.
Zunehmend Sorgen bereiten der Firma jedoch die steigenden Kosten insbesondere im Energiebereich. Dennoch sind weitere Investitionen einschließlich baulicher Erweiterungen mit einem neuen Gebäude für Forschung und Entwicklung in Planung. Sven Fox erläuterte die dafür notwendige innovative Bauweise: „Im engen Enztal haben wir gelernt, eher übereinander zu bauen.“ Auch Investitionen im Energiebereich sind vorgesehen. Rund zwei Drittel des Rohstoffbedarfs, basierend auf etwa 800.000 Tonnen Äpfeln, aus denen 30.000 Tonnen Trester gewonnen werden, lagert das Unternehmen im Enztal, um Ernteschwankungen, die durch den Klimawandel zunehmen, besser ausgleichen zu können.
Was beide Unternehmen eint, ist nicht nur ihre wirtschaftliche Stärke, sondern auch ihr gesellschaftliches Engagement. Rosenberger und H&F bilden in zahlreichen Berufen und dualen Studiengängen aus, pflegen lange Betriebszugehörigkeiten und unterstützen Vereine und soziale Projekte vor Ort. Beim Karrieretag von H&F kamen rund 150 Interessierte – ein starkes Signal für die Attraktivität der Industrie in der Region.
Landrat Rosenau zeigte sich beeindruckt: „Betriebe wie diese sind das Rückgrat unseres Wirtschaftsstandorts.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Bader betonte er die Bedeutung des Dialogs – gerade in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit. Die Gespräche vor Ort sollen konkrete Impulse liefern – sei es bei der Fachkräftesicherung, bei Innovationen oder in der Fördermittelberatung.
pm/tm
28.07.2025
„Unsere Wirtschaft steht aktuell vor großen Herausforderungen. Wir wollen diese Herausforderungen verstehen und im Dialog mit den lokalen Betrieben Lösungsansätze entwickeln, um sie und den Standort zu stärken."
„Rosenberger verbindet“ – dieser Slogan, beschreibt beim Neuenbürger Spezialisten für hochpräzise Kontaktteile sowohl das Produkt als auch das Prinzip. Bei einem Betriebsrundgang ließ sich die Delegation um Landrat Rosenau, Bürgermeister Fabian Bader und Vertreter der Wirtschaftsförderung von Geschäftsführer Rudolf Gropper zeigen, wie eng moderne Fertigung, Ausbildung und regionale Verantwortung verzahnt sind.
Seit 40 Jahren ist Gropper im Unternehmen. 127 Beschäftigte arbeiten am Standort Neuenbürg, weltweit zählt die Rosenberger-Gruppe rund 15 000 Mitarbeitende. Trotz sinkender Autoproduktion in Deutschland wächst das Geschäft – dank zunehmender Elektrifizierung und Digitalisierung in Fahrzeugen. 2,5 Milliarden Bauteile liefen im vergangenen Jahr allein in Neuenbürg vom Band.
Dass Rosenberger auch an morgen denkt, zeigt sich nicht zuletzt in der eigenen Lehrwerkstatt. Ausgebildet werden unter anderem Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker sowie Fachlageristen – ein klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung und Standortbindung.

Zweite Station war an diesem Tag die Firma Herbstreith & Fox (H&F). Der Betrieb ist ein international führender Hersteller von Pektin für die Lebensmittel- und Nonfood-Industrie Der Rohstoff wird aus Äpfeln und Zitrusfrüchten gewonnen und findet sich weltweit in Marmeladen, Süßwaren, Getränken, Kosmetik und pharmazeutischen Produkten wieder. Geschäftsführer Sven Fox stellte den Gästen gemeinsam mit Hans-Ulrich Endreß, Geschäftsleitungsbereich Forschung & Entwicklung, die Geschichte des 1934 gegründeten Betriebs vor. Mit 698 Mitarbeitenden, 3.300 Kunden weltweit und einer Exportquote von 75 Prozent ist H&F ein globaler Player mit Wurzeln in der Region.
Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 13,5 Jahren belegt eindrucksvoll, wie stark das Unternehmen gleichzeitig in Neuenbürg verwurzelt ist – wobei Fox Vater selbst mit einer Betriebszugehörigkeit von 50 Jahren in diesem Jahr einen Spitzenwert vorlegen wird.
Obwohl es weltweit größere Betriebe im Wettbewerb gibt, zählt H&F im Bereich der Pektin-Herstellung zu den größten Unternehmen weltweit. Gearbeitet wird nahezu pausenlos, lediglich an 20 Tagen im Jahr ruht die Produktion.
Zunehmend Sorgen bereiten der Firma jedoch die steigenden Kosten insbesondere im Energiebereich. Dennoch sind weitere Investitionen einschließlich baulicher Erweiterungen mit einem neuen Gebäude für Forschung und Entwicklung in Planung. Sven Fox erläuterte die dafür notwendige innovative Bauweise: „Im engen Enztal haben wir gelernt, eher übereinander zu bauen.“ Auch Investitionen im Energiebereich sind vorgesehen. Rund zwei Drittel des Rohstoffbedarfs, basierend auf etwa 800.000 Tonnen Äpfeln, aus denen 30.000 Tonnen Trester gewonnen werden, lagert das Unternehmen im Enztal, um Ernteschwankungen, die durch den Klimawandel zunehmen, besser ausgleichen zu können.
Was beide Unternehmen eint, ist nicht nur ihre wirtschaftliche Stärke, sondern auch ihr gesellschaftliches Engagement. Rosenberger und H&F bilden in zahlreichen Berufen und dualen Studiengängen aus, pflegen lange Betriebszugehörigkeiten und unterstützen Vereine und soziale Projekte vor Ort. Beim Karrieretag von H&F kamen rund 150 Interessierte – ein starkes Signal für die Attraktivität der Industrie in der Region.
Landrat Rosenau zeigte sich beeindruckt: „Betriebe wie diese sind das Rückgrat unseres Wirtschaftsstandorts.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Bader betonte er die Bedeutung des Dialogs – gerade in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit. Die Gespräche vor Ort sollen konkrete Impulse liefern – sei es bei der Fachkräftesicherung, bei Innovationen oder in der Fördermittelberatung.
pm/tm
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