Von Gerd Lache | 10.12.2025
Die traditionellen Wege der Auftragsgewinnung brechen weg. Der strukturelle Wandel zwingt schnell zum radikalen Umdenken. Deshalb hatten sich 20 Geschäftsführer, Inhaber und angehende Vertriebsakteure aus Unternehmen der Region Nordschwarzwald zu der exklusiven Veranstaltung des Transformationsnetzwerks (TraFoNetz) Nordschwarzwald eingefunden. Im exklusiven Aktiv-Workshop an der Hochschule Pforzheim holten sie sich Impulse für einen zeitgemäßen, professionellen Vertrieb.

Dr.-Ing. Reiner Bührer, Professor an der Hochschule Pforzheim, machte deutlich: Es gehe „um Menschen, nicht um Maschinen“. Er warnte vor der „Technokratenfalle“: Wer im Vertriebsgespräch mögliche technische Umsetzungsprobleme bei der Auftragserledigung ins Gespräch bringe, habe es schwer. Der Vertriebler benötige dann zehn gute Botschaften, um eine negative Botschaft wieder aus dem Kopf des Kunden zu bekommen.
Bührer plädierte für den Aufbau echter Beziehungen. „Eine Kaufentscheidung ist zutiefst zwischenmenschlich“, betonte der Professor. Seine Empfehlung: Abends beim gemeinsamen Essen mit dem Kunden, wenn es nicht nur ums Geschäft geht, sondern um Sport oder Familie, „entstehen oft die besten Gespräche“.

Kunden mit ihren ohnehin begrenzten finanziellen Möglichkeiten suchten vor allem Sicherheit. Vertriebler müssten adäquat darauf eingehen, „nicht mit Technik-Gerede, sondern mit Vertrauen“. Und wenn ein Auftrag dennoch verloren geht? Dann fordert Bührer auf, daraus zu Lernen und mutig nachzufragen: „Was hat uns getrennt vom Auftrag?“
Den Aufbau eines soliden Vertriebsgerüsts beschrieben Ingo Frank und Matthias Wack von der effisma.group. Ihr Credo: Vertrieb sei zwar eine „sehr unpräzise Kunst“, werde aber durch professionelle Methodik beherrschbar.

Die beiden Berater lieferten den Teilnehmenden drei zentrale Werkzeuge, die im komplexen B2B-Umfeld den entscheidenden Unterschied machen:

Schließlich ging es im Workshop von der Theorie in die Praxis. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Handlungsanweisungen für den Vertriebsalltag:

Und wie steht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Die Experten machten deutlich: KI wird als Helferlein dienen, etwa für Lead-Scoring oder Angebotsqualifizierung. Doch die Entscheidung treffe nach wie vor der Mensch. Der persönliche Kontakt, das Beziehungsmanagement und die Fähigkeit, die Ängste des Kunden zu verstehen – diese Elemente würden entscheidend bleiben für den Volltreffer im Vertrieb.

TraFoNetz unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald ist ein Netzwerk für Transformation und Innovation, das Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen bringt. Ziel ist es, die Region Nordschwarzwald zu einem führenden Standort für innovative Unternehmen und zukunftsfähige Technologien zu machen.
Partner des Transformationsnetzwerks Nordschwarzwald sind unter anderem die Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim, die Hochschule Pforzheim, die AgenturQ mit Südwestmetall und IG Metall, die IHK Nordschwarzwald, die Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, e-mobil BW, IAB Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie Steinbeis InnoBW, Senioren der Wirtschaft, wvib Wirtschaftsverband und weitere.
Von Gerd Lache | 10.12.2025
Die traditionellen Wege der Auftragsgewinnung brechen weg. Der strukturelle Wandel zwingt schnell zum radikalen Umdenken. Deshalb hatten sich 20 Geschäftsführer, Inhaber und angehende Vertriebsakteure aus Unternehmen der Region Nordschwarzwald zu der exklusiven Veranstaltung des Transformationsnetzwerks (TraFoNetz) Nordschwarzwald eingefunden. Im exklusiven Aktiv-Workshop an der Hochschule Pforzheim holten sie sich Impulse für einen zeitgemäßen, professionellen Vertrieb.

Dr.-Ing. Reiner Bührer, Professor an der Hochschule Pforzheim, machte deutlich: Es gehe „um Menschen, nicht um Maschinen“. Er warnte vor der „Technokratenfalle“: Wer im Vertriebsgespräch mögliche technische Umsetzungsprobleme bei der Auftragserledigung ins Gespräch bringe, habe es schwer. Der Vertriebler benötige dann zehn gute Botschaften, um eine negative Botschaft wieder aus dem Kopf des Kunden zu bekommen.
Bührer plädierte für den Aufbau echter Beziehungen. „Eine Kaufentscheidung ist zutiefst zwischenmenschlich“, betonte der Professor. Seine Empfehlung: Abends beim gemeinsamen Essen mit dem Kunden, wenn es nicht nur ums Geschäft geht, sondern um Sport oder Familie, „entstehen oft die besten Gespräche“.

Kunden mit ihren ohnehin begrenzten finanziellen Möglichkeiten suchten vor allem Sicherheit. Vertriebler müssten adäquat darauf eingehen, „nicht mit Technik-Gerede, sondern mit Vertrauen“. Und wenn ein Auftrag dennoch verloren geht? Dann fordert Bührer auf, daraus zu Lernen und mutig nachzufragen: „Was hat uns getrennt vom Auftrag?“
Den Aufbau eines soliden Vertriebsgerüsts beschrieben Ingo Frank und Matthias Wack von der effisma.group. Ihr Credo: Vertrieb sei zwar eine „sehr unpräzise Kunst“, werde aber durch professionelle Methodik beherrschbar.

Die beiden Berater lieferten den Teilnehmenden drei zentrale Werkzeuge, die im komplexen B2B-Umfeld den entscheidenden Unterschied machen:

Schließlich ging es im Workshop von der Theorie in die Praxis. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Handlungsanweisungen für den Vertriebsalltag:

Und wie steht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Die Experten machten deutlich: KI wird als Helferlein dienen, etwa für Lead-Scoring oder Angebotsqualifizierung. Doch die Entscheidung treffe nach wie vor der Mensch. Der persönliche Kontakt, das Beziehungsmanagement und die Fähigkeit, die Ängste des Kunden zu verstehen – diese Elemente würden entscheidend bleiben für den Volltreffer im Vertrieb.

TraFoNetz unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald ist ein Netzwerk für Transformation und Innovation, das Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen bringt. Ziel ist es, die Region Nordschwarzwald zu einem führenden Standort für innovative Unternehmen und zukunftsfähige Technologien zu machen.
Partner des Transformationsnetzwerks Nordschwarzwald sind unter anderem die Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim, die Hochschule Pforzheim, die AgenturQ mit Südwestmetall und IG Metall, die IHK Nordschwarzwald, die Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, e-mobil BW, IAB Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie Steinbeis InnoBW, Senioren der Wirtschaft, wvib Wirtschaftsverband und weitere.
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