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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Umsatzrückgang bei TRUMPF - Talsohle erreicht

Ditzingen. Das Hochtechnologie-unternehmen TRUMPF hat das Geschäftsjahr 2024/25, nach vorläufigen Berechnungen, mit einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro abgeschlossen – ein Minus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Auftragseingang ist rückläufig und liegt nach Unternehmensangaben bei 4,2 Milliarden Euro, sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.
Nicola Leibinger-Kammüller Vorsitzende des Vorstands bei TRUMPF Foto: TRUMPF Gruppe

23.07.2025

„Weder konjunkturell noch geopolitisch gab es im dritten Krisenjahr in Folge Anzeichen für eine echte Trendwende“, sagte Geschäftsführerin Nicola Leibinger-Kammüller. Und dennoch: Man sehe nun eine Stabilisierung – wenn auch auf niedrigem Niveau. Die Talsohle sei erreicht.

Schwache Nachfrage, starke Reaktion

Besonders deutlich zeigen sich die Rückgänge in den internationalen Märkten. In den USA sank der Umsatz um 17 Prozent, in China sogar um 22 Prozent. Auch im Heimatmarkt Deutschland, der mit rund 700 Millionen Euro weiterhin wichtigster Einzelmarkt ist, betrug das Minus 15 Prozent. Der zuletzt spürbare konjunkturelle Gegenwind traf den Maschinenbau mit besonderer Wucht – und TRUMPF keine Ausnahme.

Das Unternehmen hat auf die Lage mit einem harten Sparkurs reagiert. Einsparungen bei Dienstleistungen, Investitionen in Infrastruktur – und auch ein Abbau von Stellen. Laut TRUMPF wurde auf diesem Weg ein Einsparvolumen von rund 350 Millionen Euro erzielt. Eine Zahl, die zeigt, wie ernst die Lage offenbar war – und wie entschlossen die Maßnahmen. „Wir haben fast Unglaubliches vollbracht“, so Leibinger-Kammüller, die von einer Leistung sprach, „die bisweilen an eine Rosskur erinnerte“.

17.750 Mitarbeiter weltweit

Zum Stichtag 30. Juni 2025 beschäftigte TRUMPF weltweit 17.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 8.900 in Deutschland. Am Stammsitz in Ditzingen arbeiten etwa 5.900 Menschen.

Das Unternehmen, das mit seinen Lasern und Maschinen zu den führenden Anbietern für die Blechbearbeitung gehört, setzt langfristig auf Innovationen im Bereich Industrie 4.0 und auf seine internationale Aufstellung. Die endgültigen Geschäftszahlen will TRUMPF im Oktober vorstellen.

pm/tm

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