05.01.2026
Die Feuerwehr Pforzheim rät daher zur Vorsorge. Nicht aus Alarmismus, sondern aus Erfahrung. „Ein Stromausfall bedeutet weit mehr als Dunkelheit“, sagt Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer, der auch den Katastrophenschutz der Stadt leitet. Fällt der Strom länger aus, funktionieren Heizung, Telefon, Internet, Geldautomaten oder Tankstellen nicht mehr. Aufzüge bleiben stehen, Informationen werden knapp. Wer dann vorbereitet ist, hat es leichter.
Die Empfehlungen der Feuerwehr sind nüchtern und bewusst unspektakulär. Es geht nicht um Notfallrucksäcke oder teure Spezialausrüstung, sondern um das, was ohnehin im Haushalt Platz hat. Vorräte sollten so bemessen sein, dass ein Haushalt mehrere Tage, idealerweise bis zu zehn Tage, ohne externe Hilfe auskommt.
Dazu gehört zunächst Trinkwasser – etwa zwei Liter pro Person und Tag. Hinzu kommen haltbare Lebensmittel, die ohne Strom verzehrt werden können: Konserven, Reis, Nudeln, Knäckebrot, Müsli. Auch an Babynahrung, Medikamente oder spezielle Diäten sollte gedacht werden. Entscheidend ist, dass die Vorräte regelmäßig genutzt und ersetzt werden.
Wenn Technik versagt, werden einfache Dinge wichtig. Taschenlampen, Kerzen, Streichhölzer, Ersatzbatterien. Powerbanks, solange sie geladen sind. Vor allem aber ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio – als Verbindung zur Außenwelt, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen.
Auch Bargeld gehört zur empfohlenen Grundausstattung. Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren ohne Strom nicht. Warme Kleidung und Decken helfen, wenn Heizungen ausfallen. Campingkocher können nützlich sein, dürfen jedoch ausschließlich im Freien betrieben werden.
Für den Fall eines länger andauernden Stromausfalls hat die Stadt Pforzheim Notfallmeldestellen eingerichtet. Sie befinden sich unter anderem in Feuerwehrhäusern, Polizeirevieren und an gut sichtbaren Punkten im Stadtgebiet. Dort können Bürgerinnen und Bürger persönlich Hilfe anfordern. Die Meldungen werden per Funk an die Leitstelle weitergegeben – unabhängig von Telefon- oder Mobilfunknetzen.
Wie das im Detail funktioniert, erklärt der Flyer „Was tun bei Stromausfall?“, den die Feuerwehr online bereitstellt. Der Rat der Einsatzkräfte: besser jetzt herunterladen oder ausdrucken, als später danach suchen.
Dass diese Strukturen nicht nur auf dem Papier existieren, zeigte eine größere Übung im November 2025. Feuerwehr, DRK und THW probten gemeinsam den Betrieb der Notfallmeldestellen. Rund 80 Einsatzkräfte waren beteiligt. „In Großschadenslagen brauchen wir die koordinierte Zusammenarbeit aller Kräfte“, sagt Fischer. Vorbereitung sei der Schlüssel.
Auch Erster Bürgermeister Dirk Büscher betont die Rolle der Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt treffe umfangreiche Vorkehrungen für außergewöhnliche Lagen. Doch Krisenvorsorge beginne im eigenen Haushalt. Wer vorbereitet sei, bleibe ruhiger, informierter und handlungsfähig – und entlaste im Ernstfall auch die Einsatzkräfte.
pm
05.01.2026
Die Feuerwehr Pforzheim rät daher zur Vorsorge. Nicht aus Alarmismus, sondern aus Erfahrung. „Ein Stromausfall bedeutet weit mehr als Dunkelheit“, sagt Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer, der auch den Katastrophenschutz der Stadt leitet. Fällt der Strom länger aus, funktionieren Heizung, Telefon, Internet, Geldautomaten oder Tankstellen nicht mehr. Aufzüge bleiben stehen, Informationen werden knapp. Wer dann vorbereitet ist, hat es leichter.
Die Empfehlungen der Feuerwehr sind nüchtern und bewusst unspektakulär. Es geht nicht um Notfallrucksäcke oder teure Spezialausrüstung, sondern um das, was ohnehin im Haushalt Platz hat. Vorräte sollten so bemessen sein, dass ein Haushalt mehrere Tage, idealerweise bis zu zehn Tage, ohne externe Hilfe auskommt.
Dazu gehört zunächst Trinkwasser – etwa zwei Liter pro Person und Tag. Hinzu kommen haltbare Lebensmittel, die ohne Strom verzehrt werden können: Konserven, Reis, Nudeln, Knäckebrot, Müsli. Auch an Babynahrung, Medikamente oder spezielle Diäten sollte gedacht werden. Entscheidend ist, dass die Vorräte regelmäßig genutzt und ersetzt werden.
Wenn Technik versagt, werden einfache Dinge wichtig. Taschenlampen, Kerzen, Streichhölzer, Ersatzbatterien. Powerbanks, solange sie geladen sind. Vor allem aber ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio – als Verbindung zur Außenwelt, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen.
Auch Bargeld gehört zur empfohlenen Grundausstattung. Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren ohne Strom nicht. Warme Kleidung und Decken helfen, wenn Heizungen ausfallen. Campingkocher können nützlich sein, dürfen jedoch ausschließlich im Freien betrieben werden.
Für den Fall eines länger andauernden Stromausfalls hat die Stadt Pforzheim Notfallmeldestellen eingerichtet. Sie befinden sich unter anderem in Feuerwehrhäusern, Polizeirevieren und an gut sichtbaren Punkten im Stadtgebiet. Dort können Bürgerinnen und Bürger persönlich Hilfe anfordern. Die Meldungen werden per Funk an die Leitstelle weitergegeben – unabhängig von Telefon- oder Mobilfunknetzen.
Wie das im Detail funktioniert, erklärt der Flyer „Was tun bei Stromausfall?“, den die Feuerwehr online bereitstellt. Der Rat der Einsatzkräfte: besser jetzt herunterladen oder ausdrucken, als später danach suchen.
Dass diese Strukturen nicht nur auf dem Papier existieren, zeigte eine größere Übung im November 2025. Feuerwehr, DRK und THW probten gemeinsam den Betrieb der Notfallmeldestellen. Rund 80 Einsatzkräfte waren beteiligt. „In Großschadenslagen brauchen wir die koordinierte Zusammenarbeit aller Kräfte“, sagt Fischer. Vorbereitung sei der Schlüssel.
Auch Erster Bürgermeister Dirk Büscher betont die Rolle der Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt treffe umfangreiche Vorkehrungen für außergewöhnliche Lagen. Doch Krisenvorsorge beginne im eigenen Haushalt. Wer vorbereitet sei, bleibe ruhiger, informierter und handlungsfähig – und entlaste im Ernstfall auch die Einsatzkräfte.
pm
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