Sparkasse Pforzheim Calw - Stabiler Leuchtturm in der Region

Bei der Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Pforzheim Calw unterstrich das Vorstandsquartett die führende Finanzposition des Kreditinstituts. Dank erfreulicher Geschäftszahlen bleibt die Sparkasse Pforzheim Calw auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft, die Kommunen und die Menschen in der Region.
Die Vorstände der Sparkasse Pforzheim Calw blickten zufrieden auf das vergangenen Jahr zurück: v.l. Vincenzo Giuliano, Vorstandsvorsitzender Sven Eisele, Kerstin Gatzlaff und Dr. Georg Stickel. Foto: Tilo Keller

31.03.2026

„Wir stehen zur Wirtschaft in extrem schwierigen Zeiten und wir geben damit auch den Menschen und den Unternehmen in der Region Sicherheit.“
Sven Eisele, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw

von Claudia Keller

„Die Zahlen lassen darauf schließen, dass wir auf ein gutes Jahr zurückschauen dürfen“, so Sven Eisele, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw bei der alljährlichen Bilanzpressekonferenz.

Vorstandsvorsitzender Sven Eisele betont, dass die Sparkasse Pforzheim Calw auch in schwierigen Zeiten der Wirtschaft und den Menschen in der Region Sicherheit gebe.

„Wir sind definitiv ein guter und wichtiger Player der regionalen Infrastruktur.“ Dass die Sparkasse nicht irgendein Kreditinstitut sei, das werde gerade in spannenden und herausfordernden Zeiten immer mehr Kundinnen und Kunden bewusst. „Man kann sagen, wir stärken die Gesellschaft, wir stärken die Wirtschaft“, sagte Eisele. „Wir stehen zur Wirtschaft in extrem schwierigen Zeiten und wir geben damit auch den Menschen und den Unternehmen in der Region Sicherheit.“ Da die Sparkasse nahe am Menschen dran sei, kenne man auch die regionalen Bedürfnisse und könne das Handeln dementsprechend ausrichten. Er betonte, dass für persönliche Beratung und gelebte Kundennähe 77 Geschäftsstellen mit hochqualifizierten Mitarbeitenden parat stehen. Gleichzeitig werde auch digitaler Service angeboten. „Diese Kombination gibt es nur einmal in dieser Republik“, stellte der Vorstandsvorsitzende fest.

Größte Sparkasse in Baden-Württemberg

Als wesentliche Zahlen für das Jahr 2025 nannte er unter anderem das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 169,1 Millionen Euro, das im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,7 Prozent aufweise. Die Bilanzsumme stieg um 1,4 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. „Wir sind damit nach wie vor die größte Sparkasse in Baden-Württemberg und die siebtgrößte in Deutschland“, sagte Eisele. Der Jahresüberschuss beläuft sich wie im Vorjahr auf 15 Millionen Euro. Das Kundenkreditvolumen bezifferte er mit 12 Milliarden Euro und die originären Kundeneinlagen liegen bei 11 Milliarden Euro. Derzeit sind 1.992 Mitarbeitende und 162 Auszubildende beschäftigt. „Wir konnten im Jahr 2025 knapp 100 neue Mitarbeitende gewinnen“, freute er sich. „Das ist ein Plus von 5 Prozent – und das in einer Phase, wo viele in der Wirtschaft und der Bankenlandschaft eher mit Personalabbau beschäftigt sind.“

Kreditvorständin Kerstin Gatzlaff hebt die enge Begleitung der Wirtschaft in der Region durch die Sparkasse Pforzheim Calw hervor.

Verlässlicher Partner

„Wir begleiten Unternehmen“, betonte Kreditvorständin Kerstin Gatzlaff. „Am liebsten ist es uns, wenn wir mit der Existenzgründung anfangen, die erforderliche Beratung zur Verfügung stellen und den Kunden über die gesamte Unternehmenslaufzeit begleiten können.“ Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten stelle die Sparkasse fest, wie wichtig es den Kunden sei, einen regionalen Partner zu haben, den sie schon über Jahre kennen. „Wir begleiten die regionale Wirtschaft eng vernetzt und nahe am Markt, das ist uns wichtig“, sagte Gatzlaff. „Wir begleiten Unternehmen auch bei der erforderlichen Transformation durch Beratung und Bereitstellung von Förderprogrammen. Hierfür brauchen wir die fundierten Kenntnisse unserer Beraterinnen und Berater.“ Eine entsprechende Firmenkundenbefragung bestätige die hohe Zufriedenheit und das Vertrauen der Kunden. Im Jahr 2025 habe sich das Kreditvolumen auf 12 Milliarden Euro erhöht, was einem Wachstum von 4,5 Prozent entspreche. „Das ist in der aktuellen Situation eine gute Wachstumsrate und zeigt, dass wir unsere Kunden in dieser schwierigen Zeit unterstützen, mit gezielten Kreditvergaben Mittelstand und Handwerk stärken und damit nachhaltig das Wachstum in unserer Region fördern“, sagte sie.

Gatzlaff berichtete auch über den Edelmetallbereich und hob hervor, dass die Sparkasse Pforzheim Calw zu den größten Goldhändlern Deutschlands gehört. Wichtig sei vor allem das Anlagegoldkonto mit Goldsparplan, das die Sparkasse Pforzheim Calw nicht nur den eigenen Kunden anbiete, sondern auch 50 Kooperationssparkassen. Seit letzten Jahr ist die Sparkasse außerdem im Altgoldankauf tätig.

Vincenzo Giuliano ist seit Oktober letzten Jahres im Vorstand der Sparkasse Pforzheim Calw und für das Privatkundengeschäft zuständig.

Persönlich und digital

Vincenzo Giuliano vervollständigt seit Oktober 2025 den vierköpfigen Vorstand der Sparkasse Pforzheim Calw und ist für das Privatkundengeschäft zuständig. „Das Herzstück im Privatkundenbereich ist unser Girokonto“, sagte er. „Wir sind stabil und wachsen sogar bei den Girokonten“. In der Region werden über 300.000 Girokonten betreut. Giuliano betonte, dass etwa 80 Prozent der Kunden auch einen Online-Zugang zu ihren Konten haben. Spannend sei, dass immer mehr Kunden die Sparkassen-App haben. Aktuell seien es etwa 140.000 Kunden, die damit die Sparkassenfiliale quasi in ihrer Hosentasche haben. Immer häufiger werde beim Einkaufen auch mit Handy oder Uhr die kontaktlose Bezahlfunktion genutzt und somit pro Tag zwischen 20.000 und 25.000 Mal kontaktlos bezahlt. Deshalb sei es wichtig, ein stabiles System anbieten können. Trotzdem seien in der Region die Sparkassenfilialen innerhalb von etwa 10 Minuten bis 15 Minuten zu erreichen, was Teil der Strategie sei. Beim Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder machte Giuliano auf die Baufinanzierung aufmerksam. „Wir hatten letztes Jahr ein tolles Baufinanzierungsjahr mit über 30 Prozent Wachstum“, stellte er angesichts rund 960 Millionen Euro für Baufinanzierungen fest. Die Sparkasse sei außerdem der größte Makler in der Region.

Auch wenn es im Augenblick ein bisschen unruhig an der Börse sei, habe es 2025 ein tolles Wertpapiergeschäft gegeben. Die Kunden haben etwa viereinhalb Milliarden Euro Wertpapiervermögen bei der Sparkasse. Im vergangenen Jahr habe es in diesem Bereich etwa neun Prozent Wachstum gegeben.

Für den Bereich Kundeneinlagen sah Giuliano angesichts des Wachstums um 3,7 Prozent auf rund 11 Milliarden Euro die Sparkasse als Partner der Region bestätigt.

Dr. Georg Stickel sieht die Sparkasse auch bei der Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement in der Verantwortung.

Regional verwurzelt

„Stabilität und Sicherheit sind meine Schlagworte“, so Risikovorstand Georg Stickel in seinem Bericht. „Das Eigenkapital der Sparkasse wächst kontinuierlich. Wir können die Stabilität unseres Hauses weiter stärken“. So könne die Sparkasse als starker Partner in der Region weiterhin Unternehmen, Bauherren, Kommunen, öffentliche Institutionen bei Finanzierungen begleiten. „Wir haben den Rücken frei, auch in etwas stürmischen Zeiten unsere Finanzierungsrolle wahrzunehmen“, sagte er. „Es ist uns wichtig, dass wir hier eine Unabhängigkeit haben.“ Stickel ging außerdem auf das gesellschaftliche Engagement für die Region ein. „Wir tun es aus Überzeugung, weil es unser Verständnis ist von Sparkasse, dass wir in der Region mit Spenden und Sponsoring aktiv sind“, sagte er. „Wir haben so ein buntes und vitales Vereinsleben. Bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen, ist Teil der Sparkassen-Kultur.“ Rund 2,7 Millionen Euro gingen an knapp 1.100 gemeinnützige Vereine und Projekte.

Lesen Sie auch:

Jetzt Newsletter abonnieren und von vielen Vorteilen profitieren!