Seehündin Gina gestorben – Zoo Karlsruhe verliert eines seiner ältesten Tiere

Mit 33 Jahren zählte Gina zu den ältesten Seehunden Europas. Ihr Tod markiert auch das Ende einer langen Tradition im Zoo Karlsruhe.
eehund Gina lebte seit 1993 im Zoo Karlsruhe. Foto: © Zoo Karlsruhe, Maike Kindinger

28.04.2026

Der Zoo Karlsruhe trauert um seine Seehündin Gina. Das Tier ist im Alter von 33 Jahren gestorben und gehörte damit zu den ältesten Seehunden im europäischen Zoobestand. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 30 bis 35 Jahren.

Gina wurde am 13. Juli 1992 im Tierpark Bern in der Schweiz geboren. Bereits im November 1993 kam sie nach Karlsruhe, wo sie über drei Jahrzehnte hinweg lebte und für viele Besucherinnen und Besucher zu einem vertrauten Anblick wurde.

Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend

In den vergangenen Wochen hatte sich der Zustand der Seehündin deutlich verschlechtert. Das Tier wurde intensiv vom Tierpflege-Team und den Zootierärzten betreut. Dennoch baute ihr Allgemeinzustand sichtbar ab, auch ihr Sehvermögen ließ nach. Zuletzt hielt sich Gina fast ausschließlich im Wasser auf und nahm seit mehreren Tagen kaum noch Nahrung zu sich.

Nach sorgfältiger Abwägung entschieden die Veterinäre, das Tier zu erlösen.

„Wenn solche Charaktertiere sterben, ist es immer ein trauriger Moment. Viele Generationen von Zoogästen haben sie kennenlernen dürfen. Es ist aber auch sehr schön, dass sie ein solch hohes Alter erreichen durfte“, sagt Zoodirektor Matthias Reinschmidt.

Der Körper der Seehündin wird nun routinemäßig in der Pathologie untersucht, um weitere Erkenntnisse über ihren Gesundheitszustand zu gewinnen.

Ende der Seehundhaltung in Karlsruhe

Mit dem Tod von Gina endet zugleich die Seehundhaltung im Zoo Karlsruhe. Der Bereich soll künftig umgestaltet werden.

„Mit dem Tod von Gina endet eine jahrzehntelange Tradition der Seehundhaltung im Zoo Karlsruhe. Wir werden mittelfristig den Bereich etwas umbauen und ihn den Seelöwen zusätzlich zur Verfügung stellen. Damit werden diese mehr Platz bekommen“, erläutert Reinschmidt.

pm/tm

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