Rolf Benz wieder in deutscher Hand – Investorenkonsortium setzt auf Kontinuität und Wachstum

Der traditionsreiche Polstermöbelhersteller Rolf Benz steht vor einem Eigentümerwechsel – und kehrt dabei in deutsche Hände zurück.
Frank Niehage, Sprecher des Investorenkonsortiums Foto: Rolf Benz

24.02.2026

Ein deutsches Investorenkonsortium übernimmt das Unternehmen von der chinesischen KUKA Investment and Management Co. Ltd. Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt, ist der bereits 2025 angestoßene Verkaufsprozess damit erfolgreich abgeschlossen. Der Vollzug der Transaktion wird für März erwartet.

Für das Unternehmen mit Sitz in Nagold im Nordschwarzwald markiert die Übernahme einen strategischen Wendepunkt. Nach Jahren unter internationaler Eigentümerschaft soll Rolf Benz künftig wieder vollständig in Deutschland verankert sein – mit einem klaren Bekenntnis zum Standort, zur Marke und zu den Mitarbeitenden.

Neues Kapitel mit langfristiger Perspektive

„Gezielte Investitionen, Fokussierung und gegebenenfalls strategische Expansion“ – so beschreibt Frank Niehage, Sprecher des Konsortiums und designierter Aufsichtsratsvorsitzender, die künftige Ausrichtung. Ziel sei es, die Marke weiter zu schärfen, die Innovationskraft zu erhöhen und das Unternehmen nachhaltig profitabel auszurichten.

Damit beginnt für Rolf Benz nach Unternehmensangaben ein neues Kapitel, geprägt von Stabilität und langfristigem Denken. Die neuen Eigentümer bringen unternehmerische wie internationale Erfahrung mit und wollen dem Premiumhersteller eine klare strategische Perspektive geben.

Management bleibt an Bord

Ein wichtiges Signal der Kontinuität: Die operative Führung bleibt unverändert. CEO Jürgen Mauß und CFO Jens Hofmann werden das Unternehmen auch unter den neuen Eigentümern weiterführen. Beide Manager beteiligen sich künftig zudem selbst am Unternehmen.

„Premium, Designführerschaft und höchste Qualität bleiben unverrückbare Leitlinien seit 60 Jahren“, betont Mauß. Die Identität der Marke solle unangetastet bleiben – ebenso wie die Produktion im Nordschwarzwald.

Signal an Mitarbeitende und Kunden

Für die Belegschaft bedeutet der Eigentümerwechsel vor allem eines: Planungssicherheit. In der Pressemitteilung heißt es, Know-how, Erfahrung und Leidenschaft der Mitarbeitenden seien das Fundament des Unternehmenserfolgs. Auch an Kundinnen und Kunden richtet sich eine klare Botschaft: Rolf Benz wolle weiterhin für zeitloses Design, langlebige Qualität und deutsche Fertigung stehen. Die Positionierung als Premiummarke soll gestärkt, die Designführerschaft ausgebaut werden.

Bedeutung für den Standort

Die Rückkehr in deutsche Hände hat auch eine symbolische Dimension. In Zeiten globaler Umbrüche und geopolitischer Spannungen gewinnt die Frage nach Standorttreue und unternehmerischer Verantwortung an Bedeutung. Dass ein deutsches Konsortium nun die Zukunft des Unternehmens gestaltet, dürfte am Standort Nagold als positives Signal gewertet werden.

pm/tm

Jetzt Newsletter abonnieren und von vielen Vorteilen profitieren!