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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Neues Beziehungslevel für französische und baden-württembergische HandwerkerInnen

Frankreich ist einer der wichtigsten Auslandsmärkte für baden-württembergische Handwerksunternehmen. Die Corona-Krise stellte die Partnerschaft der beiden Länder auf eine harte Probe. Es folgten Auftragsrückgänge auf beiden Seiten. Jetzt gilt es die Potentiale der Grezregion wiederzuentdecken. Dafür reiste nun eine rund 60-köpfige Handwerksdelegation ins benachbarte Elsass.
Handwerksdelegationsreise. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages e. V., Rainer Reichhold, reisten vom 13. bis 14. Oktober 2021 mit einer Delegation nach Frankreich ins Elsass. Foto: © Uli Regenscheit

Auf Anbahnungskurs

"Unser Nachbarland Frankreich zählt zu den wichtigsten Auslandsmärkten für baden-württembergische Handwerksbetriebe. Daher ist es nun nach der Corona-Krise besonders wichtig, die Beziehungen zu unseren französischen Partnern weiter auszubauen".
Rainer Reichhold, Präsidenten des Baden-Württembergischen Handwerkstags

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich für eine bessere Vernetzung zwischen baden-württembergischen und französischen HandwerInnen ausgesprochen. Jede gut Beziehung beruht auf Arbeit und persönlichem Austausch. Aus diesem Grund hat die Ministerin nun gemeinsam mit dem Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages e. V., Rainer Reichhold und Vertreterinnen und Vertretern von baden-württembergischen Handwerksunternehmen, Handwerkskammern und Verbänden eine Reise ins französische Elsass unternommen. Im Fokus der zweittägigen Reise vom 13. bis 14. Oktober 2021 stand die Anbahnung von Kooperationen und geschäftlichen Kontakten zwischen Handwerksbetrieben aus Baden-Württemberg und dem Elsass.

Handwerksdelegationsreise Frankreich Strassburg. Foto: © Uli Regenscheit

„Die aktuelle Transformation der Wirtschaft macht auch vor den Handwerksbetrieben nicht Halt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Handwerksbetriebe vermehrt auf Nachhaltigkeit und Innovation setzen. Die Reise hilft dabei, Einblicke und neue Impulse von unseren französischen Nachbarn zu bekommen. Viele baden-württembergische Unternehmen und Handwerksbetriebe sind grenzüberschreitend tätig und haben sich auf beiden Seiten des Rheins einen Kundenstamm aufgebaut. Umso mehr haben dort die Grenzschließungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 Spuren hinterlassen. Für die baden-württembergischen Handwerksbetriebe ist der grenzüberschreitende Austausch jedoch von großer Bedeutung“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Die wirtschaftlichen und persönlichen Verbindungen nach Frankreich und insbesondere ins Elsass sind aufgrund des gemeinsamen Grenzraumes sehr eng. Die Betriebe können ihre Wettbewerbsfähigkeit mithilfe von innovativen Lösungen gemeinsam mit unseren französischen Partnern stärken.“

„Die Klimawende kann nur gemeinsam mit dem Handwerk gelingen. Das baden-württembergische Handwerk steht für Nachhaltigkeit und Innovation. Die Handwerksdelegationsreise bietet die perfekte Gelegenheit, um uns mit unseren Nachbarn über diese Themen auszutauschen und voneinander zu lernen. Unser Nachbarland Frankreich zählt zu den wichtigsten Auslandsmärkten für baden-württembergische Handwerksbetriebe. Besonders die Grenzregion lebt von der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung. Daher ist es nun nach der Corona-Krise besonders wichtig, die Beziehungen zu unseren französischen Partnern weiter auszubauen“, erklärte Rainer Reichhold, Präsidenten des Baden-Württembergischen Handwerkstags.

Neben handwerks- und europapolitischen Themen stand auch die Besichtung spannender Großprojekte und Baustellen auf dem Reiseplan.

Die Delegation besuchte unter anderem das aktuell größte Städtebauprojekt „Deux-Rives“ der Stadt Straßburg, welches sich vom Fluss Ill bis nach Kehl am deutschen Rheinufer ausdehnt. Auf insgesamt 250 Hektar sollen dort bis Ende 2030 9.000 neue Wohnungen für 20.000 EinwohnerInnen sowie 8.500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Frankreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Baden-Württembergs. Im Jahr 2020 wurden Waren im Wert von rund 14 Milliarden Euro aus Baden-Württemberg nach Frankreich exportiert. Damit belegt Frankreich nach den USA, China und der Schweiz den 4. Platz in der Exportstatistik des Landes. Nach Baden-Württemberg wurden im Jahr 2020 Waren im Wert von 10,6 Milliarden Euro importiert. Dies bedeutet Platz sieben in der Importstatistik.

Foto: © Uli Regenscheit
Foto: © Uli Regenscheit

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