Lifehacks für mehr Gelassenheit mit Antje Holzer, Resilienz-Trainerin: Resilienz beginnt mit ehrlicher Selbstverbindung

Das Jahr ist gestartet – doch statt neuer Energie spüren viele vor allem Druck und Selbstkritik. Was, wenn Resilienz nicht bedeutet, noch mehr zu leisten, sondern sich selbst wieder ehrlich wahrzunehmen? Dieser Lifehack von Antje Holzer ist eine Einladung, innezuhalten, freundlicher mit sich umzugehen und eine innere Ausrichtung zu finden, die wirklich trägt – jenseits von Vorsätzen und Perfektion.
Resilienz beginnt dort, wo wir ehrlich innehalten und uns fragen: Wie geht es mir gerade? Foto: ©KI-gestützter Inhalt

30.01.2026

Das neue Jahr hat bereits Fahrt aufgenommen und ich frage Sie, sind Ihre guten Vorsätze möglicherweise bereits in Vergessenheit geraten? Hand aufs Herz: „Wie gehen Sie gerade mit sich um?“

Der Jahresanfang hat diese besondere Mischung aus Hoffnung und Druck. Alles fühlt sich noch offen an – und gleichzeitig schleicht sich schnell das Gefühl ein, man müsse doch „mehr daraus machen“. Mehr Klarheit, mehr Veränderung, mehr Selbstfürsorge. Und genau da passiert etwas Entscheidendes: Wir verlieren uns selbst aus dem Blick.

Als Resilienztrainerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie erlebe ich es oft: Menschen sind nicht unbedingt orientierungslos, sondern sie sind zu hart zu sich selbst. Dieser Lifehack ist keine Anleitung zur Selbstoptimierung, im Gegenteil, er ist eine Einladung zur ehrlichen Selbstverbindung.

  1. Der Jahresbeginn findet nicht am 1. Januar statt, er findet dann statt, wenn Sie innehalten.

Nicht, wenn Sie planen, nicht, wenn Sie Ziele formulieren, sondern genau dann, wenn Sie sich selbst die Frage stellen, die oft vermieden wird: „Wie geht es mir gerade – wirklich?“ Ohne Bewertung, ohne sofortige Lösung. Resilienz beginnt nicht im Kopf. Sie beginnt dort, wo Sie sich selbst wieder spüren.

*Mini-Übung: Ankommen statt antreiben:

Schließen Sie kurz die Augen und legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch. Atmen Sie dreimal langsam ein und aus. Dann vervollständigen Sie innerlich diesen Satz:
„Im Moment fühlt sich mein Leben an, wie …“

(Das erste Bild oder Wort zählt.)

  1. Rückblick ohne Selbstkritik

Viele Menschen blicken auf das vergangene Jahr zurück, wie auf eine To-do-Liste, die sie nicht abgearbeitet haben. Das ist kein Rückblick, sondern ein inneres Tribunal. Ein hilfreicher Rückblick fragt nicht: „Was habe ich falsch gemacht?“ sondern: „Was war stimmig – und was nicht?“ Manches, was nicht funktioniert hat, war möglicherweise nicht das Richtige, oder der Zeitpunkt war falsch und Sie wären gar nicht in der Lage gewesen, mit dem erreichten Ziel klar zu kommen.

*Mini-Übung: Der wohlwollende Blick zurück:

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben und vervollständigen Sie diese Sätze:
„Das hat mir gutgetan: …“
„Das hat mich Kraft gekostet: …“
„Das habe ich über mich gelernt: …“

Sie müssen nicht schön formulieren, nicht erklären, seien Sie einfach ehrlich zu sich selbst.

  1. Energie ist ehrlicher als jede gute Absicht

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sagen: „Ich weiß ja, was gut für mich wäre“? Aber Sie fühlen etwas ganz anderes? Resiliente Menschen orientieren sich nicht nur an dem, was sinnvoll klingt,
sondern gerade auch an dem, was sich innerlich stimmig anfühlt. Ihr Energiegefühl ist kein Luxus, keine Einbildung, es ist ein Frühwarnsystem.

*Mini-Übung: Energie-Kompass:

Denken Sie an Ihren Alltag und beantworten Sie spontan:
„Wobei wird es innerlich eng?“
„Wobei ein kleines bisschen weiter?“

Notieren Sie jeweils einen Punkt. Das reicht zur Orientierung.

  1. Verbesserung beginnt oft dort, wo man aufhört, tapfer zu sein

Viele Menschen sind erschöpft, weil sie stark sein und um jeden Preis durchhalten wollen. Resilienz bedeutet nicht, noch mehr auszuhalten, sondern früher ehrlich zu sich zu sein – auch mit anderen.

*Mini-Übung: Weniger aushalten, mehr auf sich achten:

Vervollständigen Sie diesen Satz schriftlich:
„Wenn ich an einer Stelle weniger tapfer wäre, dann …“

Lassen Sie den Satz wirken. Er weiß, wo es hingeht.

  1. Ihre ganz persönliche Jahresausrichtung

Sie brauchen kein großes Ziel, sondern eine innere Haltung, die Sie durchs Jahr trägt. Sie dürfen sich erlauben, nicht perfekt, nicht immer konsequent, dafür aber freundlich und klar zu sein.

Vielleicht klingt Ihr Satz so:
„Ich nehme mich früher ernst.“
„Ich darf Pausen machen, bevor ich sie erzwingen muss.“
„Ich höre auf meinen Körper, auch wenn es unpraktisch ist.“

*Mini-Übung: Ihr Leitsatz fürs Jahr:

Beenden Sie diesen Satz:
„Dieses Jahr darf für mich mehr … sein.“

Schreiben Sie Ihren Satz auf – platzieren Sie diesen Satz irgendwo, wo Sie ihn täglich lesen können. Nicht um Druck aufzubauen, sondern als kleine Erinnerung.

Wenn dieses Jahr bisher nicht so gelaufen ist, wie Sie es sich vorgestellt haben, dann ist das kein Versagen. Dass Sie das jetzt reflektieren können, sich dessen bewusst sind, Ihre Haltung sich selbst und anderen gegenüber verändern, genau dort beginnt echte Resilienz. Nicht im sich zusammenreißen, sondern im ehrlichen, freundlichen Nachjustieren.

Mehr zu Antje Holzer lesen Sie unter:

https://www.antjeholzer.de/deineauszeit

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