Lifehacks für mehr Gelassenheit mit Antje Holzer, Resilienz-Trainerin: Der stille Raum zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren entsteht ein seltener Moment der Stille, in dem wir uns selbst wieder bewusster begegnen können – manchmal leicht, manchmal herausfordernd. Warum diese Zeit so viel in uns auslöst und wie kleine Rituale uns stärken können, zeigt Antje Holzer, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Burnout-Coach, in ihrem wohltuenden Impulsartikel.
Wenn Gedanken ungefiltert aufs Papier dürfen, wird das Innere leiser und findet zurück in seine Ordnung. Foto: ©KI-gestützter Inhalt

19.12.2025

Der stille Raum zwischen den Jahren – warum wir ihn brauchen und wie er uns stärken kann

Die Tage nach Weihnachten und vor dem Beginn des neuen Jahres tragen einen ganz besonderen Zauber in sich. Das Leben wird für einen Moment leiser und wir können diese Zeit nutzen, um ein Stück weit zu uns selbst zurückzufinden. Dieses kollektive Ausatmen in diesem Zwischenraum genießen manche Menschen, andere spüren plötzlich eine Schwere und Unruhe in sich, die sie sich nicht erklären können. Beides darf sein.

Mini-Tipp:

Nehmen Sie sich an jedem dieser Tage 2-3 Minuten Zeit, um kurz innezuhalten, ohne Ziel, ohne Druck. Einfach spüren. Schließen Sie die Augen und fragen Sie sich: „Wie geht es mir gerade wirklich?“

Das sanfte Umschalten in unserem Nervensystem

Der Körper liebt den Winter als eine Phase des Rückzugs, weniger Reize, mehr kuschelige Wärme in den Räumen, mehr Bedürfnis nach Ruhe. Doch unser Alltag passt sich selten diesem Rhythmus an – bis genau zu den Tagen zwischen den Jahren. Plötzlich ist der Raum da, Erlebtes zu verarbeiten, den Funktionsmodus auszuschalten und sich selbst wieder wahrzunehmen. Aber bei vielen Menschen ist das Gegenteil der Fall: sie spüren innere Unruhe, emotionale Schwere und Rastlosigkeit. Jetzt zeigt ihr System, was es das ganze Jahr getragen hat.

Mini-Tipp:

Starten Sie sanft in den Tag, ohne Handy, ohne To-do-Liste. Legen Sie morgens Ihre Hände auf den Bauch, atmen Sie langsam 3 Mal ein und aus und sagen Sie laut zu sich selbst: „Ich darf langsam machen, es ist sicher, langsam zu sein.“ Das signalisiert dem Nervensystem Sicherheit und Ruhe.

Warum sich die innere Unruhe gerade jetzt zeigt

Sobald äußere Reize und Aktivitäten wegfallen, beginnen wir unsere innere Stimme, Gedanken und Gefühle, die im Alltag weggeschoben wurden, wieder reflektierter und ehrlicher wahrzunehmen. Unser Nervensystem liebt Klarheit und dafür dürfen Sie genau hinhören, welche Gedanken laut werden.

Mini-Tipp:

Wenn Sie Unruhe spüren, sagen Sie sich: „Danke, dass du dich zeigst. Was möchtest du mir sagen?“ Dieser kleine Perspektivwechsel kann den Druck schnell lösen.

Warum uns Übergänge so emotional machen können

Das alte Jahr ist noch nicht ganz abgeschlossen, das neue steht vor der Tür, aber wir sind noch nicht dort angekommen. Manche Menschen werden sentimental, andere planen akribisch und einige werden einfach müde. Alles darf sein, alles ist menschlich.

Mini-Tipp:

Schreiben Sie 5 Minuten am Tag alles auf, was in Ihnen ist – ungefiltert und unbewertet. Das menschliche Gehirn verarbeitet beim Schreiben bis zu 30 % mehr emotionalen Stress und vieles ordnet sich von selbst beim Schreiben.

Wie wir den stillen Raum zwischen den Jahren als Kraftquelle nutzen können

Dieser Zwischenraum ist nicht dafür da, ihn mit Plänen und guten Vorsätzen zu überdecken. Er ist dafür da, sich wieder an seine innere Stimme zu erinnern, die im Lärm des Alltags oft untergeht.

Nutzen Sie diese Zeit für kleine achtsame Rituale:

Ein Ritual der Ruhe: Machen Sie einen Spaziergang in langsamem Tempo – nicht um Kalorien zu verbrennen, sondern um die Luft, die Natur, das Gehen wahrzunehmen und zu genießen

Ein Ritual der Selbstfürsorge: Machen Sie eine Sache täglich, die nur Ihnen guttut.

Ein Ritual der Verbundenheit: Schreiben Sie per Post oder Handy eine Nachricht an eine Person, die Ihnen wichtig ist, und bedanken Sie sich für diese Beziehung.

Mini-Tipp:

Wählen Sie ein kleines Ritual, das Sie bis Neujahr täglich wiederholen. Beständigkeit wirkt stärker als Größe.

Die stille Einladung dieses besonderen Zeitfensters

Es geht nicht um einen Wettlauf, nicht um Selbstoptimierung, es ist eine Einladung. Eine Einladung sich selbst sanfter zu betrachten. Eine Einladung, Dinge loszulassen, die Sie müde machen. Eine Einladung, Mut zu sammeln, für alles was kommen darf.

Diese Tage dürfen genau das sein: ein tiefes, stilles Durchatmen vor dem nächsten Kapitel.

Mini-Tipp:

Formulieren Sie eine innere Jahresabsicht, eine innere Haltung, keinen Vorsatz. Ein Satz, der Sie durchs nächste Jahr trägt, wie beispielsweise „Ich gehe in meinem Tempo“ oder „Ich wähle, was mich stärkt“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ganz viel Raum für sich selbst und wünsche Ihnen, dass Sie auf sich hören und sanft und voller Achtsamkeit für sich und Ihre Bedürfnisse ins neue Jahr gehen.

Mehr zu Antje Holzer lesen Sie unter:

https://www.antjeholzer.de/deineauszeit

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