22.10.2024
von Sandra Gallian
Leider hat es schlussendlich nicht für den Einzug ins Finale gereicht, aber auch schon die Nominierung war eine Wow-Erfahrung, die für ein Start-up, das gerade einmal zwei Jahre alt ist, auch schon eine besondere Auszeichnung bedeutet.
Justine Weiss, Gründerin von LAMA LIVING, hat sich der Mission verschrieben, den Markt für Heimtextilien nachhaltig zu revolutionieren. Mit einem klaren Fokus auf faire Produktionsbedingungen und die Unterstützung von Frauen bringt sie frischen Wind in die Textilbranche. Ihre Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 ist auch ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung in der Textilbranche.
Was Justine dazu brachte, einen nachhaltigen Weg einzuschlagen, liegt tief in ihrer beruflichen und akademischen Laufbahn verwurzelt. Ursprünglich arbeitete sie viele Jahre in der Textilbranche, darunter bei einem großen Einzelhändler im Einkauf, wo ein günstiger Preis und synthetische Materialien den Alltag bestimmten. „Damals war Nachhaltigkeit einfach noch kein so großes Thema“, erzählt sie. Ein Wendepunkt in ihrem Leben war das Studium an der Leuphana Universität in Lüneburg, das sie mit einem Abschluss im Bereich Sustainability Management beendete. „Das hat mir die Augen geöffnet und führte zu einem radikalen Umdenken: weg von synthetischen Fasern hin zu natürlichen Materialien.“
Dieser Wandel war der Grundstein für LAMA LIVING, einen Online-Marktplatz, der nachhaltige Heimtextilien anbietet, die in Deutschland, Europa und teilweise auch in Ländern wie Indien, Nepal oder Peru unter fairen Bedingungen produziert werden. Dabei achtet Justine besonders darauf, dass die Produkte möglichst von Frauen hergestellt und vertrieben werden. „Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen entlang der gesamten Lieferkette zu unterstützen“, betont sie. Nachhaltigkeit definiert Weiss nicht nur über ökologische Kriterien, sondern auch über soziale und ökonomische Aspekte. „Es geht auch um gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung. Ich will, dass meine PartnerInnen nicht nur den Mindestlohn zahlen, sondern existenzsichernde Löhne ermöglichen.“ Dabei liegt ihr Augenmerk besonders auf der Unterstützung von Frauen, die in der Textilproduktion häufig unter prekären Bedingungen arbeiten.
Ein zentraler Aspekt von LAMA LIVING ist der direkte Kontakt zu den KundInnen. Justine legt großen Wert auf persönliche Beratung und Feedback: „Gerade bei Heimtextilien, die so nah am Körper verwendet werden, ist eine gute Beratung entscheidend. Die Menschen wollen wissen, ob sie sicher sein können, dass ihre Bettwäsche oder Handtücher schadstofffrei und ethisch produziert sind.“
Die Namensgebung von LAMA LIVING hat eine charmante Hintergrundgeschichte. Sie entstand während einer Wanderung mit Lamas, deren beruhigende Wirkung und soziale Interaktion Justine beeindruckten. „Die Tiere leben in Herden und achten aufeinander. Davon können wir Menschen noch viel lernen“, erklärt sie. Für die Zukunft plant Justine, das Sortiment von LAMA LIVING zu erweitern und eine eigene Produktlinie zu entwickeln. „Ich arbeite mit über 30 Marken zusammen und habe über 900 Produkte im Sortiment, aber es gibt noch so viele Ideen und Möglichkeiten.“ Besonders das Thema Textilrecycling sieht sie als einen wachsenden Trend, den sie in ihre Eigenmarke integrieren möchte.
Trotz ihrer Erfolge bleibt Justine bodenständig und authentisch. „Mein Mann unterstützt mich bei technischen Fragen, und meine Produkte lagere ich immer noch zuhause. Da stapelt sich schon mal die Ware bis zur Decke“, lacht sie. Ihr Rat an zukünftige Gründerinnen ist einfach: „Man braucht Leidenschaft, Wissen und Durchhaltevermögen. Aber vor allem sollten Frauen sich gegenseitig unterstützen – zusammen können wir Großes erreichen.“
22.10.2024
von Sandra Gallian
Leider hat es schlussendlich nicht für den Einzug ins Finale gereicht, aber auch schon die Nominierung war eine Wow-Erfahrung, die für ein Start-up, das gerade einmal zwei Jahre alt ist, auch schon eine besondere Auszeichnung bedeutet.
Justine Weiss, Gründerin von LAMA LIVING, hat sich der Mission verschrieben, den Markt für Heimtextilien nachhaltig zu revolutionieren. Mit einem klaren Fokus auf faire Produktionsbedingungen und die Unterstützung von Frauen bringt sie frischen Wind in die Textilbranche. Ihre Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 ist auch ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung in der Textilbranche.
Was Justine dazu brachte, einen nachhaltigen Weg einzuschlagen, liegt tief in ihrer beruflichen und akademischen Laufbahn verwurzelt. Ursprünglich arbeitete sie viele Jahre in der Textilbranche, darunter bei einem großen Einzelhändler im Einkauf, wo ein günstiger Preis und synthetische Materialien den Alltag bestimmten. „Damals war Nachhaltigkeit einfach noch kein so großes Thema“, erzählt sie. Ein Wendepunkt in ihrem Leben war das Studium an der Leuphana Universität in Lüneburg, das sie mit einem Abschluss im Bereich Sustainability Management beendete. „Das hat mir die Augen geöffnet und führte zu einem radikalen Umdenken: weg von synthetischen Fasern hin zu natürlichen Materialien.“
Dieser Wandel war der Grundstein für LAMA LIVING, einen Online-Marktplatz, der nachhaltige Heimtextilien anbietet, die in Deutschland, Europa und teilweise auch in Ländern wie Indien, Nepal oder Peru unter fairen Bedingungen produziert werden. Dabei achtet Justine besonders darauf, dass die Produkte möglichst von Frauen hergestellt und vertrieben werden. „Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen entlang der gesamten Lieferkette zu unterstützen“, betont sie. Nachhaltigkeit definiert Weiss nicht nur über ökologische Kriterien, sondern auch über soziale und ökonomische Aspekte. „Es geht auch um gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung. Ich will, dass meine PartnerInnen nicht nur den Mindestlohn zahlen, sondern existenzsichernde Löhne ermöglichen.“ Dabei liegt ihr Augenmerk besonders auf der Unterstützung von Frauen, die in der Textilproduktion häufig unter prekären Bedingungen arbeiten.
Ein zentraler Aspekt von LAMA LIVING ist der direkte Kontakt zu den KundInnen. Justine legt großen Wert auf persönliche Beratung und Feedback: „Gerade bei Heimtextilien, die so nah am Körper verwendet werden, ist eine gute Beratung entscheidend. Die Menschen wollen wissen, ob sie sicher sein können, dass ihre Bettwäsche oder Handtücher schadstofffrei und ethisch produziert sind.“
Die Namensgebung von LAMA LIVING hat eine charmante Hintergrundgeschichte. Sie entstand während einer Wanderung mit Lamas, deren beruhigende Wirkung und soziale Interaktion Justine beeindruckten. „Die Tiere leben in Herden und achten aufeinander. Davon können wir Menschen noch viel lernen“, erklärt sie. Für die Zukunft plant Justine, das Sortiment von LAMA LIVING zu erweitern und eine eigene Produktlinie zu entwickeln. „Ich arbeite mit über 30 Marken zusammen und habe über 900 Produkte im Sortiment, aber es gibt noch so viele Ideen und Möglichkeiten.“ Besonders das Thema Textilrecycling sieht sie als einen wachsenden Trend, den sie in ihre Eigenmarke integrieren möchte.
Trotz ihrer Erfolge bleibt Justine bodenständig und authentisch. „Mein Mann unterstützt mich bei technischen Fragen, und meine Produkte lagere ich immer noch zuhause. Da stapelt sich schon mal die Ware bis zur Decke“, lacht sie. Ihr Rat an zukünftige Gründerinnen ist einfach: „Man braucht Leidenschaft, Wissen und Durchhaltevermögen. Aber vor allem sollten Frauen sich gegenseitig unterstützen – zusammen können wir Großes erreichen.“
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