Oliver Reitz
Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)
17.03.2025
Die Reihe der Start-up Night wird organisiert vom StartUp Ökosystem Nordschwarzwald, einer offenen Verbindung von 20 Partnern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Start-ups, Gründerinnen und Gründer zu vernetzen und ihnen im lockeren Rahmen eine Plattform zu bieten, ihre Ideen vorzustellen. Die Organisation übernahm eine Arbeitsgruppe bestehend aus Rebekka Sanktjohanser (IHK), Jörg Fuchs und Frank Schmidt (HWK Karlsruhe), Thomas Schönbucher (Priomold GmbH), Carina Hofmeyer (Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald), Kerstin Weipert, Cornelia Hansen und Jochen Protzer (WFG).
Die Veranstaltung bot einen informellen Treffpunkt der regionalen Gründerszene, ideal zum gegenseitigen Kennenlernen, für intensiven Erfahrungsaustausch und zum Netzwerken. Die Begrüßung erfolgte durch Thomas Schönbucher von der Priomold, der die Moderation an die Wirtschaftsjuniorin Carina Hofmeyer übergab.
Drei Männer und zwei Frauen aus unterschiedlichsten Branchen stellten danach ihre Gründungsideen in jeweils fünf Minuten vor. Im Anschluss gab es jeweils eine Fragerunde.
Den Anfang machte Timo Stephan, der mit dem Wunsch nach „mehr Einkommen, mehr Erfüllung, mehr Freiheit“ seine berufliche Zukunft in die eigenen Hände nehmen wollte. Nachdem er in seinem Angestelltenverhältnis nicht mehr die Erfüllung fand, die er suchte, gründete der Marketing-Experte und Ingenieur 2023 VUK Digital (Vermittlung unternehmerischer Kontakte). Seitdem unterstützt er gemeinsam mit seinem Team deutschlandweit Gutachter und Sachverständige bei der erfolgreichen Akquise von Kunden und Aufträgen. Während seiner Gründungsberatung stieß er auf eine bislang ungenutzte Nische und fand in dieser Zielgruppe die Grundlage für seine Geschäftsidee.
Stephan erklärte, dass er durch Online-Werbung gezielt Anfragen für diese Zielgruppe generiere und dabei ein besonderes Konzept verfolge: „Die Werbung wird vorfinanziert, der Kunde zahlt erst, wenn sie erfolgreich war.“ Mit diesem Ansatz erreichte er bereits einen Monatsumsatz von 30.000 Euro, bei einem Rohertrag von 80% und einem Gewinn nach Vorsteuern von 50%. Sein wichtigster Rat für Gründer: „Schafft euch eine Nische, in der ihr nicht vergleichbar seid.“
Cindy Fernandez stellte ihr Start-up Bloomwood vor, das nachhaltige Hautpflegeprodukte auf Basis von Heilpflanzen entwickelt. Inspiriert von den Wirkstoffen der Natur, kombiniert Bloomwood traditionelles Heilpflanzenwissen mit moderner Kosmetikwissenschaft.
Fernandez, die selbst Neurodermitikerin ist, erklärte, wie ihre eigene Hauterkrankung sie dazu brachte, die Wirkung von Heilpflanzen genauer zu erforschen. Besonders faszinierte sie die Geschichten und kulturellen Hintergründe dieser Pflanzen. Bloomwood entwickelte eine Pflegeserie für Tag- und Nachtpflege. Eine gesunde Haut sei ihrer Meinung nach immer schön und sollte ganzheitlich betrachtet werden. „Deine Haut ist der Spiegel deiner Seele!“ erklärt die Gründerin. Um die Serienproduktion starten zu können, plant sie ab April eine Crowdfunding-Kampagne.
Pascal Rein kam die Idee zu seiner smarten Gießkanne bereits im dritten Semester seines Studiums Industrial Design. Nun präsentierte er seine innovative Gießkanne Foggara, die mithilfe von KI den Wasserbedarf von Zimmerpflanzen exakt bestimmt. Die Gießkanne erkennt Pflanzen anhand eines Sensors und kleiner Sticker, die an den Blumentöpfen angebracht werden. Per App wird dann die optimale Wassermenge ermittelt und automatisch ausgegeben.
Mit ihrem transparenten Design, das den Wasserlauf sichtbar macht, verbindet die Gießkanne Funktion und ästhetische Gestaltung. Pro verkaufter Foggara wird ein Baum gepflanzt. Bis 2030 soll die Produktion komplett klimaneutral erfolgen. Die Crowdfunding-Kampagne für die Serienproduktion startet voraussichtlich Mitte 2026.
Florian Schuller hat mit seiner vanNbox ein mobiles Outdoor-Waschbecken entwickelt. Der Familienvater und Camper-Fan kam während der Corona-Zeit auf die Idee, ein mobiles Waschbecken zu schaffen, um hygienische Bedenken an öffentlichen Waschhäusern auf Campingplätzen zu überwinden. Mit Unterstützung einer lokalen Brauerei und einem ausgeklügelten System von zwei Kanistern und einer elektrischen Pumpe entwickelte er die vanNbox – ein kompaktes, flexibles Waschbecken, das überall sofort einsatzbereit ist. Trotz der Herausforderungen, die durch den Eintritt eines Mitbewerber entstand, bleibt Schuller zuversichtlich und sucht nach einem Partner, um das Geschäft weiter auszubauen, da er aufgrund seines Vollzeitjobs als Lehrer nicht die nötige Zeit investieren kann. Besonders Social Media sei zeitintensiv, aber notwendig zur Vermarktung. Das habe er von seinen Schülern gelernt, so der Lehrer.
Jacylin Grom, Gründerin des mobilen Cafés Lebensgefühl, erzählte von ihrem Wunsch, ein Café zu besitzen. Den Traum verwirklichte sie im April 2024. Mit viel Liebe stellt sie seitdem handgemachte Süßspeisen in Gläsern her, bei denen sie großen Wert auf Bio- und regionale Zutaten legt. Ihr Café ist kein klassisches Lokal, sondern ein mobiles Café, das auch im Schwarzwaldhaus in Salmbach seit kurzem stationär zu finden ist. Für sie war es ein Meilenstein, die innere Klarheit zu finden, wirklich das zu tun, was sie liebt. Das positive Feedback aus den ersten Einsätzen hat sie darin bestärkt, ihren Traum weiter zu verfolgen.
Alle Fotos: Sandra Gallian
17.03.2025
Die Reihe der Start-up Night wird organisiert vom StartUp Ökosystem Nordschwarzwald, einer offenen Verbindung von 20 Partnern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Start-ups, Gründerinnen und Gründer zu vernetzen und ihnen im lockeren Rahmen eine Plattform zu bieten, ihre Ideen vorzustellen. Die Organisation übernahm eine Arbeitsgruppe bestehend aus Rebekka Sanktjohanser (IHK), Jörg Fuchs und Frank Schmidt (HWK Karlsruhe), Thomas Schönbucher (Priomold GmbH), Carina Hofmeyer (Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald), Kerstin Weipert, Cornelia Hansen und Jochen Protzer (WFG).
Die Veranstaltung bot einen informellen Treffpunkt der regionalen Gründerszene, ideal zum gegenseitigen Kennenlernen, für intensiven Erfahrungsaustausch und zum Netzwerken. Die Begrüßung erfolgte durch Thomas Schönbucher von der Priomold, der die Moderation an die Wirtschaftsjuniorin Carina Hofmeyer übergab.
Drei Männer und zwei Frauen aus unterschiedlichsten Branchen stellten danach ihre Gründungsideen in jeweils fünf Minuten vor. Im Anschluss gab es jeweils eine Fragerunde.
Den Anfang machte Timo Stephan, der mit dem Wunsch nach „mehr Einkommen, mehr Erfüllung, mehr Freiheit“ seine berufliche Zukunft in die eigenen Hände nehmen wollte. Nachdem er in seinem Angestelltenverhältnis nicht mehr die Erfüllung fand, die er suchte, gründete der Marketing-Experte und Ingenieur 2023 VUK Digital (Vermittlung unternehmerischer Kontakte). Seitdem unterstützt er gemeinsam mit seinem Team deutschlandweit Gutachter und Sachverständige bei der erfolgreichen Akquise von Kunden und Aufträgen. Während seiner Gründungsberatung stieß er auf eine bislang ungenutzte Nische und fand in dieser Zielgruppe die Grundlage für seine Geschäftsidee.
Stephan erklärte, dass er durch Online-Werbung gezielt Anfragen für diese Zielgruppe generiere und dabei ein besonderes Konzept verfolge: „Die Werbung wird vorfinanziert, der Kunde zahlt erst, wenn sie erfolgreich war.“ Mit diesem Ansatz erreichte er bereits einen Monatsumsatz von 30.000 Euro, bei einem Rohertrag von 80% und einem Gewinn nach Vorsteuern von 50%. Sein wichtigster Rat für Gründer: „Schafft euch eine Nische, in der ihr nicht vergleichbar seid.“
Cindy Fernandez stellte ihr Start-up Bloomwood vor, das nachhaltige Hautpflegeprodukte auf Basis von Heilpflanzen entwickelt. Inspiriert von den Wirkstoffen der Natur, kombiniert Bloomwood traditionelles Heilpflanzenwissen mit moderner Kosmetikwissenschaft.
Fernandez, die selbst Neurodermitikerin ist, erklärte, wie ihre eigene Hauterkrankung sie dazu brachte, die Wirkung von Heilpflanzen genauer zu erforschen. Besonders faszinierte sie die Geschichten und kulturellen Hintergründe dieser Pflanzen. Bloomwood entwickelte eine Pflegeserie für Tag- und Nachtpflege. Eine gesunde Haut sei ihrer Meinung nach immer schön und sollte ganzheitlich betrachtet werden. „Deine Haut ist der Spiegel deiner Seele!“ erklärt die Gründerin. Um die Serienproduktion starten zu können, plant sie ab April eine Crowdfunding-Kampagne.
Pascal Rein kam die Idee zu seiner smarten Gießkanne bereits im dritten Semester seines Studiums Industrial Design. Nun präsentierte er seine innovative Gießkanne Foggara, die mithilfe von KI den Wasserbedarf von Zimmerpflanzen exakt bestimmt. Die Gießkanne erkennt Pflanzen anhand eines Sensors und kleiner Sticker, die an den Blumentöpfen angebracht werden. Per App wird dann die optimale Wassermenge ermittelt und automatisch ausgegeben.
Mit ihrem transparenten Design, das den Wasserlauf sichtbar macht, verbindet die Gießkanne Funktion und ästhetische Gestaltung. Pro verkaufter Foggara wird ein Baum gepflanzt. Bis 2030 soll die Produktion komplett klimaneutral erfolgen. Die Crowdfunding-Kampagne für die Serienproduktion startet voraussichtlich Mitte 2026.
Florian Schuller hat mit seiner vanNbox ein mobiles Outdoor-Waschbecken entwickelt. Der Familienvater und Camper-Fan kam während der Corona-Zeit auf die Idee, ein mobiles Waschbecken zu schaffen, um hygienische Bedenken an öffentlichen Waschhäusern auf Campingplätzen zu überwinden. Mit Unterstützung einer lokalen Brauerei und einem ausgeklügelten System von zwei Kanistern und einer elektrischen Pumpe entwickelte er die vanNbox – ein kompaktes, flexibles Waschbecken, das überall sofort einsatzbereit ist. Trotz der Herausforderungen, die durch den Eintritt eines Mitbewerber entstand, bleibt Schuller zuversichtlich und sucht nach einem Partner, um das Geschäft weiter auszubauen, da er aufgrund seines Vollzeitjobs als Lehrer nicht die nötige Zeit investieren kann. Besonders Social Media sei zeitintensiv, aber notwendig zur Vermarktung. Das habe er von seinen Schülern gelernt, so der Lehrer.
Jacylin Grom, Gründerin des mobilen Cafés Lebensgefühl, erzählte von ihrem Wunsch, ein Café zu besitzen. Den Traum verwirklichte sie im April 2024. Mit viel Liebe stellt sie seitdem handgemachte Süßspeisen in Gläsern her, bei denen sie großen Wert auf Bio- und regionale Zutaten legt. Ihr Café ist kein klassisches Lokal, sondern ein mobiles Café, das auch im Schwarzwaldhaus in Salmbach seit kurzem stationär zu finden ist. Für sie war es ein Meilenstein, die innere Klarheit zu finden, wirklich das zu tun, was sie liebt. Das positive Feedback aus den ersten Einsätzen hat sie darin bestärkt, ihren Traum weiter zu verfolgen.
Alle Fotos: Sandra Gallian
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