28.04.2026
Eingeladen hatten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim, Lea Niewerth, und des Enzkreises, Kinga Golomb. Ihr Ziel: die vielen bestehenden Initiativen, Kompetenzen und Perspektiven stärker zu vernetzen und einen gemeinsamen, partizipativen Prozess anzustoßen. Statt eines klassischen Top-down-Ansatzes setzt das Projekt bewusst auf Mitgestaltung – und traf damit offensichtlich den Nerv der Zeit.
Begleitet wurde die Veranstaltung vom Beratungsinstitut IMAP, das durch einen abwechslungsreichen und interaktiven Tag führte. In Workshops, Stillarbeitsphasen und offenen Diskussionsrunden arbeiteten die Teilnehmenden an grundlegenden Fragen: Was motiviert zur Mitarbeit? Welche Werte sollen das Netzwerk prägen? Welche Kompetenzen sind bereits vorhanden – und wo braucht es Unterstützung?
Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen. Auch kritische Perspektiven fanden Raum: Wie viel kann Gleichstellungsarbeit auf kommunaler Ebene tatsächlich leisten? Welche strukturellen Hürden bestehen? Und wie lässt sich der Erfolg eines solchen Netzwerks überhaupt messen? Die Offenheit, mit der diese Fragen diskutiert wurden, deutet auf einen ernsthaften Anspruch hin: Hier soll kein symbolisches Projekt entstehen, sondern ein tragfähiges Netzwerk mit Wirkung.
Die Zukunftswerkstatt markiert den Beginn einer dreiteiligen Beteiligungsserie. Der nächste Termin ist für den 8. Oktober 2026 angesetzt, der Abschluss ist für Januar 2027 geplant. Spätestens dann soll das Netzwerk in eine stabile Struktur überführt werden und seine operative Arbeit aufnehmen.
Dass dieser Prozess Zeit braucht, ist gewollt. Denn wie das Netzwerk am Ende konkret aussehen wird, ist bewusst offen gehalten. Es soll aus den Impulsen der Beteiligten heraus entstehen. Diese Offenheit ist zugleich Chance und Herausforderung: Sie ermöglicht echte Mitgestaltung, verlangt aber auch kontinuierliches Engagement.
Ein zentraler Punkt wurde bereits zum Auftakt deutlich: Gleichstellung wird hier umfassend gedacht. „Die Beteiligung aller Menschen ist gewünscht und gefragt. Gleichstellung umfasst nicht nur die Gleichstellung von Frauen, sondern die Gleichstellung aller Geschlechter“, unterstreicht Lea Niewerth daher. Damit wird ein inklusiver Ansatz verfolgt, der unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven einbezieht.
Die große Beteiligung werteten die Initiatorinnen als starkes Signal. „Wir sind wirklich froh und dankbar über die Beteiligung und, dass so viele Menschen sich an einem Samstag die Zeit nehmen, hier mitzuwirken“, sagt Lea Niewerth. „Vor allem bestärkt es uns Gleichstellungsbeauftragte darin, dass wir sehen, dass das Thema Gleichstellung vielen Menschen ein ganz großes Anliegen ist. Und das macht es umso wichtiger, dass wir unsere Interessen in diesem Netzwerk bündeln“, erklärt Kinga Golomb.
Auch über die bisherigen Teilnehmenden hinaus soll das Netzwerk weiter wachsen. Wer sich einbringen möchte, kann jederzeit Kontakt aufnehmen – ein niederschwelliger Zugang, der den offenen Charakter des Projekts unterstreicht.
Der Auftakt in Pforzheim und dem Enzkreis zeigt: Gleichstellungsarbeit ist längst kein Randthema mehr, sondern ein gesellschaftlicher Gestaltungsauftrag, der viele Menschen erreicht. Ob es gelingt, daraus ein dauerhaft wirksames Netzwerk zu formen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
pm/tm
28.04.2026
Eingeladen hatten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim, Lea Niewerth, und des Enzkreises, Kinga Golomb. Ihr Ziel: die vielen bestehenden Initiativen, Kompetenzen und Perspektiven stärker zu vernetzen und einen gemeinsamen, partizipativen Prozess anzustoßen. Statt eines klassischen Top-down-Ansatzes setzt das Projekt bewusst auf Mitgestaltung – und traf damit offensichtlich den Nerv der Zeit.
Begleitet wurde die Veranstaltung vom Beratungsinstitut IMAP, das durch einen abwechslungsreichen und interaktiven Tag führte. In Workshops, Stillarbeitsphasen und offenen Diskussionsrunden arbeiteten die Teilnehmenden an grundlegenden Fragen: Was motiviert zur Mitarbeit? Welche Werte sollen das Netzwerk prägen? Welche Kompetenzen sind bereits vorhanden – und wo braucht es Unterstützung?
Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen. Auch kritische Perspektiven fanden Raum: Wie viel kann Gleichstellungsarbeit auf kommunaler Ebene tatsächlich leisten? Welche strukturellen Hürden bestehen? Und wie lässt sich der Erfolg eines solchen Netzwerks überhaupt messen? Die Offenheit, mit der diese Fragen diskutiert wurden, deutet auf einen ernsthaften Anspruch hin: Hier soll kein symbolisches Projekt entstehen, sondern ein tragfähiges Netzwerk mit Wirkung.
Die Zukunftswerkstatt markiert den Beginn einer dreiteiligen Beteiligungsserie. Der nächste Termin ist für den 8. Oktober 2026 angesetzt, der Abschluss ist für Januar 2027 geplant. Spätestens dann soll das Netzwerk in eine stabile Struktur überführt werden und seine operative Arbeit aufnehmen.
Dass dieser Prozess Zeit braucht, ist gewollt. Denn wie das Netzwerk am Ende konkret aussehen wird, ist bewusst offen gehalten. Es soll aus den Impulsen der Beteiligten heraus entstehen. Diese Offenheit ist zugleich Chance und Herausforderung: Sie ermöglicht echte Mitgestaltung, verlangt aber auch kontinuierliches Engagement.
Ein zentraler Punkt wurde bereits zum Auftakt deutlich: Gleichstellung wird hier umfassend gedacht. „Die Beteiligung aller Menschen ist gewünscht und gefragt. Gleichstellung umfasst nicht nur die Gleichstellung von Frauen, sondern die Gleichstellung aller Geschlechter“, unterstreicht Lea Niewerth daher. Damit wird ein inklusiver Ansatz verfolgt, der unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven einbezieht.
Die große Beteiligung werteten die Initiatorinnen als starkes Signal. „Wir sind wirklich froh und dankbar über die Beteiligung und, dass so viele Menschen sich an einem Samstag die Zeit nehmen, hier mitzuwirken“, sagt Lea Niewerth. „Vor allem bestärkt es uns Gleichstellungsbeauftragte darin, dass wir sehen, dass das Thema Gleichstellung vielen Menschen ein ganz großes Anliegen ist. Und das macht es umso wichtiger, dass wir unsere Interessen in diesem Netzwerk bündeln“, erklärt Kinga Golomb.
Auch über die bisherigen Teilnehmenden hinaus soll das Netzwerk weiter wachsen. Wer sich einbringen möchte, kann jederzeit Kontakt aufnehmen – ein niederschwelliger Zugang, der den offenen Charakter des Projekts unterstreicht.
Der Auftakt in Pforzheim und dem Enzkreis zeigt: Gleichstellungsarbeit ist längst kein Randthema mehr, sondern ein gesellschaftlicher Gestaltungsauftrag, der viele Menschen erreicht. Ob es gelingt, daraus ein dauerhaft wirksames Netzwerk zu formen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
pm/tm
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