02.12.2024
Video: Daniela Samsony
Das Hörfestival bot ein vielfältiges Programm für Jung und Alt. Auf der Hörmesse präsentierten acht Aussteller ihre neuesten Entwicklungen – von hochmodernen Hörsystemen über Cochlea-Implantate bis hin zu praktischem Zubehör.

Besucher konnten die Produkte nicht nur kennenlernen, sondern sich auch direkt mit Experten und anderen Betroffenen austauschen. Besonders eindrucksvoll war die Atmosphäre der Offenheit und Neugier, die sich durch die gesamte Veranstaltung zog. Auch für Kinder wurde ein vielfältiges Programm geboten.


Eine inspirierende Rednerin des Nachmittags war Dr. Veronika Walter, selbst Cochlea-Implantat-Trägerin und Gründerin einer Hörklinik. Mit ihrer Erzählung über den Weg von der eigenen Ertaubung bis zur Wiedererlangung des Hörsinns zeigte sie, wie viel Lebensqualität moderne Technologie ermöglichen kann.
Der Auftritt der 14-jährigen Sofia Eder, die ihre Hörreise mit bewegenden Worten schilderte, zeigte eindrucksvoll, wie stark junge Menschen sein können, wenn sie die richtigen Hilfsmittel und Unterstützung erhalten.

Das Herzstück des Festivals waren auch die persönlichen Geschichten und der Austausch mit Betroffenen. Besonders eindrucksvoll war das Gespräch mit Gerhard Roth, einem engagierten Implantatträger, der mit seinem Hörmobil durch Deutschland reist. Er klärt vor Ort über Cochlea-Implantate auf und führt selbst Hörtests durch. „Durch die Implantate habe ich wieder mehr Freude am Leben – das ist pure Lebensqualität“, erzählte er in einer Pause. Seine Begeisterung und seine Bereitschaft, anderen zu helfen, waren spürbar und bewegend.


Neben den persönlichen Berichten gab es Vorträge führender Spezialisten. Dr. Jérome Servais, Protagonist des Films Meine Hörreise, erläuterte die medizinischen und emotionalen Aspekte von Cochlea-Implantaten. Prof. Dr. Preyer und Dr. Baumgart gaben Einblicke in die Diagnostik und Frühversorgung von Hörverlust, insbesondere bei Kindern. Diese Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und Praxisnähe machte das Festival zu einer wertvollen Plattform für alle Teilnehmer.
Das Cochlea-Implantat hat sich in den vergangenen 40 Jahren bewährt. Heute gibt es in Deutschland schätzungsweise 60.000 CI-Trägerinnen und -Träger (Stand 2023). Jährlich erhalten etwa 5.000 Menschen ein solches Implantat. Diese Zahlen verdeutlichen, wie etabliert und erfolgreich diese Technologie mittlerweile ist und wie vielen Menschen sie ein Stück Lebensqualität zurückgeben kann.

Ein besonderes Highlight war der Achtsamkeitsworkshop mit René Träder. Der erfahrene Coach zeigte Eltern und Betroffenen, wie sie durch Achtsamkeit neue Kraft schöpfen und Herausforderungen besser meistern können. „Gerade in stressigen Lebensphasen hilft es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren“, so Träder. Der Workshop, der auf 50 Teilnehmer begrenzt war, war schnell ausgebucht.

Das Hörfestival war nicht nur eine Feier des Jubiläums von Hörakustik Böhm, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft. Es zeigte, wie wichtig der Austausch zwischen Betroffenen, Experten und der breiten Öffentlichkeit ist. Die Besucher verließen die Veranstaltung in Pforzheim mit neuem Wissen, gestärktem Gemeinschaftsgefühl und hoffentlich der Überzeugung, dass Hörakustik viel mehr als Technik ist – sie ist Lebensqualität.


Alle Fotos: Sandra Gallian
02.12.2024
Video: Daniela Samsony
Das Hörfestival bot ein vielfältiges Programm für Jung und Alt. Auf der Hörmesse präsentierten acht Aussteller ihre neuesten Entwicklungen – von hochmodernen Hörsystemen über Cochlea-Implantate bis hin zu praktischem Zubehör.

Besucher konnten die Produkte nicht nur kennenlernen, sondern sich auch direkt mit Experten und anderen Betroffenen austauschen. Besonders eindrucksvoll war die Atmosphäre der Offenheit und Neugier, die sich durch die gesamte Veranstaltung zog. Auch für Kinder wurde ein vielfältiges Programm geboten.


Eine inspirierende Rednerin des Nachmittags war Dr. Veronika Walter, selbst Cochlea-Implantat-Trägerin und Gründerin einer Hörklinik. Mit ihrer Erzählung über den Weg von der eigenen Ertaubung bis zur Wiedererlangung des Hörsinns zeigte sie, wie viel Lebensqualität moderne Technologie ermöglichen kann.
Der Auftritt der 14-jährigen Sofia Eder, die ihre Hörreise mit bewegenden Worten schilderte, zeigte eindrucksvoll, wie stark junge Menschen sein können, wenn sie die richtigen Hilfsmittel und Unterstützung erhalten.

Das Herzstück des Festivals waren auch die persönlichen Geschichten und der Austausch mit Betroffenen. Besonders eindrucksvoll war das Gespräch mit Gerhard Roth, einem engagierten Implantatträger, der mit seinem Hörmobil durch Deutschland reist. Er klärt vor Ort über Cochlea-Implantate auf und führt selbst Hörtests durch. „Durch die Implantate habe ich wieder mehr Freude am Leben – das ist pure Lebensqualität“, erzählte er in einer Pause. Seine Begeisterung und seine Bereitschaft, anderen zu helfen, waren spürbar und bewegend.


Neben den persönlichen Berichten gab es Vorträge führender Spezialisten. Dr. Jérome Servais, Protagonist des Films Meine Hörreise, erläuterte die medizinischen und emotionalen Aspekte von Cochlea-Implantaten. Prof. Dr. Preyer und Dr. Baumgart gaben Einblicke in die Diagnostik und Frühversorgung von Hörverlust, insbesondere bei Kindern. Diese Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und Praxisnähe machte das Festival zu einer wertvollen Plattform für alle Teilnehmer.
Das Cochlea-Implantat hat sich in den vergangenen 40 Jahren bewährt. Heute gibt es in Deutschland schätzungsweise 60.000 CI-Trägerinnen und -Träger (Stand 2023). Jährlich erhalten etwa 5.000 Menschen ein solches Implantat. Diese Zahlen verdeutlichen, wie etabliert und erfolgreich diese Technologie mittlerweile ist und wie vielen Menschen sie ein Stück Lebensqualität zurückgeben kann.

Ein besonderes Highlight war der Achtsamkeitsworkshop mit René Träder. Der erfahrene Coach zeigte Eltern und Betroffenen, wie sie durch Achtsamkeit neue Kraft schöpfen und Herausforderungen besser meistern können. „Gerade in stressigen Lebensphasen hilft es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren“, so Träder. Der Workshop, der auf 50 Teilnehmer begrenzt war, war schnell ausgebucht.

Das Hörfestival war nicht nur eine Feier des Jubiläums von Hörakustik Böhm, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft. Es zeigte, wie wichtig der Austausch zwischen Betroffenen, Experten und der breiten Öffentlichkeit ist. Die Besucher verließen die Veranstaltung in Pforzheim mit neuem Wissen, gestärktem Gemeinschaftsgefühl und hoffentlich der Überzeugung, dass Hörakustik viel mehr als Technik ist – sie ist Lebensqualität.


Alle Fotos: Sandra Gallian