03.09.2025 | von Sandra Gallian
An dem Abend konnte man die ganze Vielfalt der Weine probieren – vom fruchtig-duftenden Sauvignon Blanc bis zum kräftigen Merlot Blanc de Noir. Dazu gab es kleine Snacks, Wasser und Traubensaft – und vor allem: viel Zeit für Gespräche.

Die kleine Weinhandlung wirkt fast wie ein zweites Zuhause: dunkle Holzmöbel aus 300 Jahre altem Scheunenholz, Kunst an den Wänden, überall nette Sprüche über Wein, sogar im WC. Alles ist liebevoll gestaltet – ein Ort, an dem man bleibt, auch wenn die Gläser längst geleert sind. „Wir wollen, dass die Leute sich hier wohlfühlen. Manche gehen mit einer Flasche nach Hause, andere mit neuen Freunden.“, sagt Wiedermann. Auch Stammgäste wie Anja und Patrick Hamm genießen dieses Konzept. „Hier stimmt einfach alles – die Weine, die Atmosphäre, die Gastlichkeit. Wir bringen immer wieder neue Freunde mit, weil man weiß: Das wird ein schöner Abend.“ Auch eine Weinprobe haben sie schon gebucht, privat, in kleiner Gruppe. „Das Antipasti-Buffet war ebenfalls hervorragend!“ schwärmen sie.

Dass Wiedermann heute Weinhändler ist, war nicht geplant. Früher arbeitete er selbständig im Edelmetall-Investment – bis der Stress ihn fast aus der Bahn warf. Nahe am Burnout ist er mit seiner Partnerin nach Rhodos ausgewandert. Nach einem Jahr verspürten beide jedoch eine gewisse Langeweile. „Ich wünschte mir wieder eine erfüllende Aufgabe im Leben. Als wir zurückkamen, habe ich Vino Brothers gegründet.“
Die Idee entstand schon Jahre zuvor: „Ich saß mit Kumpels am Feuer, wir redeten über Wein und wollten zusammen einen Handel eröffnen – Vino Brothers. Am Ende habe nur ich es durchgezogen, aber die Brüder im Geiste gibt es bis heute. Und inzwischen auch ein paar ‚Vino Sisters‘“, sagt er lachend.

Heute arbeitet Wiedermann mit Winzern in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien zusammen. Gemeinsam entwickeln sie besondere Tropfen – mit langem, „gezügeltem“ Gärprozess, der mehr Zeit braucht, aber Weine entstehen lässt, die bekömmlicher sind. „Wenig Säure, kein Sodbrennen, keine Kopfschmerzen – einfach Genuss.“ Auch eigene Ideen setzt er um: etwa einen Cabernet Mitos, den er 18 Monate ins Barrique-Fass legte. „Der Winzer hielt mich erst für verrückt. Aber es ist ein geiler Wein geworden“, erzählt Wiedermann und lacht.

Alle Fotos von Sandra Gallian
03.09.2025 | von Sandra Gallian
„Wir wollen, dass die Leute sich hier wohlfühlen. Manche gehen mit einer Flasche nach Hause, andere mit neuen Freunden.“
An dem Abend konnte man die ganze Vielfalt der Weine probieren – vom fruchtig-duftenden Sauvignon Blanc bis zum kräftigen Merlot Blanc de Noir. Dazu gab es kleine Snacks, Wasser und Traubensaft – und vor allem: viel Zeit für Gespräche.

Die kleine Weinhandlung wirkt fast wie ein zweites Zuhause: dunkle Holzmöbel aus 300 Jahre altem Scheunenholz, Kunst an den Wänden, überall nette Sprüche über Wein, sogar im WC. Alles ist liebevoll gestaltet – ein Ort, an dem man bleibt, auch wenn die Gläser längst geleert sind. „Wir wollen, dass die Leute sich hier wohlfühlen. Manche gehen mit einer Flasche nach Hause, andere mit neuen Freunden.“, sagt Wiedermann. Auch Stammgäste wie Anja und Patrick Hamm genießen dieses Konzept. „Hier stimmt einfach alles – die Weine, die Atmosphäre, die Gastlichkeit. Wir bringen immer wieder neue Freunde mit, weil man weiß: Das wird ein schöner Abend.“ Auch eine Weinprobe haben sie schon gebucht, privat, in kleiner Gruppe. „Das Antipasti-Buffet war ebenfalls hervorragend!“ schwärmen sie.

Dass Wiedermann heute Weinhändler ist, war nicht geplant. Früher arbeitete er selbständig im Edelmetall-Investment – bis der Stress ihn fast aus der Bahn warf. Nahe am Burnout ist er mit seiner Partnerin nach Rhodos ausgewandert. Nach einem Jahr verspürten beide jedoch eine gewisse Langeweile. „Ich wünschte mir wieder eine erfüllende Aufgabe im Leben. Als wir zurückkamen, habe ich Vino Brothers gegründet.“
Die Idee entstand schon Jahre zuvor: „Ich saß mit Kumpels am Feuer, wir redeten über Wein und wollten zusammen einen Handel eröffnen – Vino Brothers. Am Ende habe nur ich es durchgezogen, aber die Brüder im Geiste gibt es bis heute. Und inzwischen auch ein paar ‚Vino Sisters‘“, sagt er lachend.

Heute arbeitet Wiedermann mit Winzern in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien zusammen. Gemeinsam entwickeln sie besondere Tropfen – mit langem, „gezügeltem“ Gärprozess, der mehr Zeit braucht, aber Weine entstehen lässt, die bekömmlicher sind. „Wenig Säure, kein Sodbrennen, keine Kopfschmerzen – einfach Genuss.“ Auch eigene Ideen setzt er um: etwa einen Cabernet Mitos, den er 18 Monate ins Barrique-Fass legte. „Der Winzer hielt mich erst für verrückt. Aber es ist ein geiler Wein geworden“, erzählt Wiedermann und lacht.

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