26.05.2025
von Claudia Keller
Unter dem Motto „Nordschwarzwald digital. Smart. Schnell. Vernetzt – Die Zukunft der Wirtschaft“ hat Digital Hub Nordschwarzwald in Kooperation mit der Sparkasse Pforzheim Calw zu einer Veranstaltung eingeladen. Im Vorfeld hatten sich dazu rund 70 Interessenten angemeldet. Kerstin Gatzlaff, Vorständin der Sparkasse Pforzheim Calw, begrüßte die Teilnehmenden im Pforzheimer Turmquartier. „Die digitale Transformation verändert unsere Arbeitswelt, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit und stellt vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen“, sagte sie. „Wir als Sparkasse Pforzheim Calw sind uns bewusst, dass der digitale Wandel Unternehmen dazu auffordert, ihre Geschäftsmodelle an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Wir stehen auch in sich verändernden Zeiten für Stabilität, Nähe und Vertrauen und freuen uns darauf, sie in den kommenden Jahren bei der digitalen Transformation zu unterstützen.“

„Digitalisierung ist kein Zukunftstrend mehr, sie ist längst Realität“, sagte Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH. „Sie verändert die Spielregeln, bietet neue Chancen für nahezu alle Branchen, vom klassischen Mittelstand über das Handwerk bis hin zu industriellen Unternehmen.“ Er hob hervor, dass es bei der Digitalisierung nicht nur um Technik gehe, sondern auch um Geschäftsmodelle, effiziente Prozesse und bessere Entscheidungen durch Daten. „Wer nicht aktiv gestaltet, läuft Gefahr abgehängt zu werden“, sagte Protzer. „Deshalb ist es wichtig, dass wir diesen Wandel nicht nur beobachten, sondern mutig anpacken.“ Er machte darauf aufmerksam, dass eine der ersten Anlaufstellen für Unternehmen der Region der Digital Hub sei, wofür sich Wirtschaft, Wissenschaft und kommunale Bereiche zusammengetan haben. Digital Hub Nordschwarzwald ist einer von zwölf regionalen Digital Hubs, die vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unterstützt werden. Der Digital Hub Nordschwarzwald wird von zwölf Konsortialpartnern getragen und von der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald geleitet.

„Digitalisierung ist keine Einbahnstraße, sondern ein gemeinsamer Gestaltungsraum“, stellte Protzer fest, ehe Referent Dr. Christian Krug das Wort ergriff. Der Naturwissenschaftler, der sich in seinem Podcast „Unf#ck your data“ mit Datenprofis unterhält, stellte seinen Vortrag unter den Titel „Die KI(R)Evolution – Wie mittelständische Unternehmen die Zukunft wachsen können.“ Er hob hervor, dass das Thema künstliche Intelligenz (KI) nicht erst im Jahr 2022 aufkam, sondern uns schon viel länger begleitet, beispielsweise bei bedarfsgerechter Wartung von Maschinen, Bilderkennung in der Fertigung oder maschinellem Lernen. „Wenn sie mit KI zu tun haben, dann sollten sie immer im Kopf haben, dass dies Mathematik und Statistik mit ganz viel Rechenpower ist“, sagte Krug. Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten, welche Daten eingegeben werden. Für eine KI Strategie empfahl er sich am Unternehmensziel zu orientieren und auf dieser Basis zu entscheiden, welche Daten wichtig sind. Nur so könne diese Technologie beim Erreichen der Ziele Unterstützung bieten. Krug machte auch darauf aufmerksam, dass in Zukunft nicht Smartphone oder Rechner der erste Kontakt sein werden, sondern direkt KI. Deshalb müssten Unternehmen ihre Angebote entsprechend darauf ausrichten. Als Beispiels nannte er Bedienungsanleitungen, die so angepasst werden müssen, dass KI damit zurechtkommt.
KI sah er in vielen Bereichen als Unterstützung für Unternehmen, beispielsweise bei wiederkehrenden Arbeitsschritten, beim Vergleichen von Dokumenten, beim Wissensmanagement oder bei Übersetzungen. „Nehmen sie die Menschen mit, denn Menschen sind weiterhin der Schlüsselfaktor“, betonte Krug. Ingo Appuhn, Geschäftsführer der S-IT Informationstechnologie GmbH berichtete über Breitband als Standortfaktor und stellte das Glasfasernetz der Sparkassen-IT für die Region Nordschwarzwald sowie die verschiedenen Dienstleistungen vor. Thomas Hegenauer, Leiter Digital Hub Standort Horb, ging in seinem Vortrag auf die Potentiale der Digitalisierung ein. „Wenn die Digitalisierung im Unternehmen stockt, hat das meist mehrere Gründe“, stellte er fest und zählte dazu unter anderem Widerstand in der Belegschaft, überforderte Mitarbeiter oder ein unklares Ziel auf. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich bei Workshops mit Sandra Linder von bwcon oder mit Jonas Rashedi, Experte für digitale Transformation und datengetriebenes Marketing aktiv in den Themenbereich einzuarbeiten.
Alle Fotos: Tilo Keller
26.05.2025
von Claudia Keller
Unter dem Motto „Nordschwarzwald digital. Smart. Schnell. Vernetzt – Die Zukunft der Wirtschaft“ hat Digital Hub Nordschwarzwald in Kooperation mit der Sparkasse Pforzheim Calw zu einer Veranstaltung eingeladen. Im Vorfeld hatten sich dazu rund 70 Interessenten angemeldet. Kerstin Gatzlaff, Vorständin der Sparkasse Pforzheim Calw, begrüßte die Teilnehmenden im Pforzheimer Turmquartier. „Die digitale Transformation verändert unsere Arbeitswelt, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit und stellt vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen“, sagte sie. „Wir als Sparkasse Pforzheim Calw sind uns bewusst, dass der digitale Wandel Unternehmen dazu auffordert, ihre Geschäftsmodelle an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Wir stehen auch in sich verändernden Zeiten für Stabilität, Nähe und Vertrauen und freuen uns darauf, sie in den kommenden Jahren bei der digitalen Transformation zu unterstützen.“

„Digitalisierung ist kein Zukunftstrend mehr, sie ist längst Realität“, sagte Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH. „Sie verändert die Spielregeln, bietet neue Chancen für nahezu alle Branchen, vom klassischen Mittelstand über das Handwerk bis hin zu industriellen Unternehmen.“ Er hob hervor, dass es bei der Digitalisierung nicht nur um Technik gehe, sondern auch um Geschäftsmodelle, effiziente Prozesse und bessere Entscheidungen durch Daten. „Wer nicht aktiv gestaltet, läuft Gefahr abgehängt zu werden“, sagte Protzer. „Deshalb ist es wichtig, dass wir diesen Wandel nicht nur beobachten, sondern mutig anpacken.“ Er machte darauf aufmerksam, dass eine der ersten Anlaufstellen für Unternehmen der Region der Digital Hub sei, wofür sich Wirtschaft, Wissenschaft und kommunale Bereiche zusammengetan haben. Digital Hub Nordschwarzwald ist einer von zwölf regionalen Digital Hubs, die vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unterstützt werden. Der Digital Hub Nordschwarzwald wird von zwölf Konsortialpartnern getragen und von der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald geleitet.

„Digitalisierung ist keine Einbahnstraße, sondern ein gemeinsamer Gestaltungsraum“, stellte Protzer fest, ehe Referent Dr. Christian Krug das Wort ergriff. Der Naturwissenschaftler, der sich in seinem Podcast „Unf#ck your data“ mit Datenprofis unterhält, stellte seinen Vortrag unter den Titel „Die KI(R)Evolution – Wie mittelständische Unternehmen die Zukunft wachsen können.“ Er hob hervor, dass das Thema künstliche Intelligenz (KI) nicht erst im Jahr 2022 aufkam, sondern uns schon viel länger begleitet, beispielsweise bei bedarfsgerechter Wartung von Maschinen, Bilderkennung in der Fertigung oder maschinellem Lernen. „Wenn sie mit KI zu tun haben, dann sollten sie immer im Kopf haben, dass dies Mathematik und Statistik mit ganz viel Rechenpower ist“, sagte Krug. Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten, welche Daten eingegeben werden. Für eine KI Strategie empfahl er sich am Unternehmensziel zu orientieren und auf dieser Basis zu entscheiden, welche Daten wichtig sind. Nur so könne diese Technologie beim Erreichen der Ziele Unterstützung bieten. Krug machte auch darauf aufmerksam, dass in Zukunft nicht Smartphone oder Rechner der erste Kontakt sein werden, sondern direkt KI. Deshalb müssten Unternehmen ihre Angebote entsprechend darauf ausrichten. Als Beispiels nannte er Bedienungsanleitungen, die so angepasst werden müssen, dass KI damit zurechtkommt.
KI sah er in vielen Bereichen als Unterstützung für Unternehmen, beispielsweise bei wiederkehrenden Arbeitsschritten, beim Vergleichen von Dokumenten, beim Wissensmanagement oder bei Übersetzungen. „Nehmen sie die Menschen mit, denn Menschen sind weiterhin der Schlüsselfaktor“, betonte Krug. Ingo Appuhn, Geschäftsführer der S-IT Informationstechnologie GmbH berichtete über Breitband als Standortfaktor und stellte das Glasfasernetz der Sparkassen-IT für die Region Nordschwarzwald sowie die verschiedenen Dienstleistungen vor. Thomas Hegenauer, Leiter Digital Hub Standort Horb, ging in seinem Vortrag auf die Potentiale der Digitalisierung ein. „Wenn die Digitalisierung im Unternehmen stockt, hat das meist mehrere Gründe“, stellte er fest und zählte dazu unter anderem Widerstand in der Belegschaft, überforderte Mitarbeiter oder ein unklares Ziel auf. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich bei Workshops mit Sandra Linder von bwcon oder mit Jonas Rashedi, Experte für digitale Transformation und datengetriebenes Marketing aktiv in den Themenbereich einzuarbeiten.
Alle Fotos: Tilo Keller
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