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Das wäre der Todesstoß für viele inhabergeführte Ladengeschäfte

Stadt Calw will mit dem Netzwerk der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald gestärkt aus der Corona-Krise kommen / Ab 2021 WFG-Gesellschafter Nummer 20
Einer der touristischen Anziehungspunkte i Calw ist das Hermann-Hesse-Museum. © Stadt Calw

Von Gerd Lache

„Wir wollen den Wirtschaftsstandort Calw weiter stärken. Die WFG wird uns mit ihrer Fachkompetenz und dem breiten Netzwerk dabei unterstützen.“
Florian Kling, Oberbürgermeister Calw

Die Stadt Calw wird 2021 Gesellschafter Nummer 20 bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG).  Zu ihren Aufgaben gehören nach eigener Darstellung: Sie berät die ansässigen Unternehmen, unterstützt die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Standortes, vertritt die Interessen der Unternehmen und ist Ansprechpartner für Investoren.  „Mit unserer langjährigen Fachkompetenz und viel Engagement setzen wir uns für eine stetige Verbesserung der wirtschaftlichen Strukturen in der Region ein und freuen uns auf eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit mit unserem neuen Gesellschafter“, erklärt WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer. Bei der WFG sei die Stadt Calw „im wahrsten Sinne des Wortes in bester Gesellschaft“, wies Protzer auf die bisherigen 19 Gesellschafter hin (siehe dazu Text „WFG-Gesellschafter“).

Mit ihrem Beitritt profitiere die Stadt Calw „von sämtlichen WFG Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich der Wirtschaftsförderung und kann den Wirtschaftsstandort Calw weiter stärken sowie den Einfluss in der Region festigen“, so Protzer. Als Gesellschafter könne die Stadt über die fundamentalen Angelegenheiten der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald mitentscheiden und ihre strategische Ausrichtung mit beeinflussen.

Der Calwer Oberbürgermeister Florian Kling zeigt sich erfreut, dass die Hesse-Stadt ab 2021 Teil der WFG-Familie wird. „Wir wollen den Wirtschaftsstandort Calw weiter stärken. Die WFG wird uns mit ihrer Fachkompetenz und dem breiten Netzwerk dabei unterstützen“, ist sich Kling sicher. Im Interview mit WirtschaftsKraft erläuterte er die Entscheidung zum Beitritt.

Herr Oberbürgermeister Kling, die Stadt Calw wird von 2021 an Mitglied der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH. Was sind die Beweggründe dafür?

Die Stadt Calw durfte bereits über Jahre hinweg mitwirken, ohne jedoch Mitglied zu sein. Die förmliche Mitgliedschaft ist der logische nächste Schritt. Dadurch kann die Stadt Calw nun auf Augenhöhe mit den weiteren Gesellschaftern agieren. Besonders durch die Corona-Krise war dem Gemeinderat klar, dass wir gestärkt aus dieser schwierigen Lage herauskommen möchten. Jede Vernetzung, die dabei der Wirtschaft etwas Unterstützung bringen kann, wird daher gerne genutzt.

Wie stark hat der Lockdown Calw getroffen?

Das ist leider noch nicht absehbar. Ein zweiter Lockdown wäre aber desaströs für viele Gewerbe – vor allem, weil die Mieten weiterbezahlt werden müssen, während sonst nichts mehr läuft. Das wäre der Todesstoß für viele innerhabergeführten Ladengeschäfte.

Erwarten Sie Langzeitschäden durch den Lockdown?

Nein, das Calwer Gewerbe ist robust und sehr innovativ, zum Beispiel mit dem Abhol- und/oder Lieferservice der Calwer Gastronomie. Unsere Ideen und Entwicklungen zur Belebung der Innenstadt, die Anbindung der Hermann-Hesse-Bahn und neue Wohngebiete werden auch künftig viele Familien, Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach Calw ziehen.

Wie ist die Stadt im Hinblick auf die ansässige Wirtschaft strukturiert?

Wenig produzierendes Gewerbe, dafür ein großer Anteil an Handel und Dienstleistungsgewerbe. Klassischer Mittelstand. Anhand der Anzahl der Gewerbesteuerbescheide sind rund 3000 Unternehmen ansässig. Die Einwohnerzahl beträgt aktuell 23.600.

Welche konkreten Erwartungen verbinden Sie mit der WFG-Mitgliedschaft?

Mitglied im Netzwerk der WFG sowie Zugang zu Fördermitteln und Investoren, außerdem überregionale Vermarktungsmöglichkeiten und Koordination von Wirtschaftsförderung.

Welche Herausforderungen hat Calw in den kommenden Jahren zu bewältigen?

Wir wollen gestärkt durch die Corona-Krise kommen und den Spagat zwischen Sparen und sinnvollem Investieren erfolgreich meistern. Dabei haben wir insbesondere die Stärkung des Standorts Calw - zum Beispiel durch flächendeckende Breitbandversorgung und Schaffung von Betreuungsplätzen -  sowie die Vermarktung des Gewerbeparks Lindenrain im Fokus. Zielgerichtete Investitionen in Bildungseinrichtungen und Leuchtturmprojekte sowie eine bessere Vernetzung unserer Wirtschaft durch den neuen CityManager sind weitere Maßnahmen.

Welche Erwartungen verfolgen Sie mit dem Gewerbepark Lindenrain?

Ansiedlung von größerem Gewerbe mit dem Ziel, einen besseren Branchenmix zu schaffen und dauerhaft die Einnahmesituation der Stadt Calw zu verbessern.

Florian Kling, Oberbürgermeister Calw © Stadt Calw

Florian Kling (Jahrgang 1986) ist seit 2019 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Calw. Nach dem Abitur trat er als Soldat auf Zeit in die Bundeswehr ein und absolvierte an der Universität der Bundeswehr München ein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften, das er als Master of Arts abschloss. Danach war er in verschiedenen Verwendungen tätig, unter anderem im niederländischen NATO-Hauptquartier als leitender IT-Manager, als Zugführer und Kompaniechef sowie später als Presseoffizier. 2018 schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde bei CGI, einem der weltweit größten IT- und Business-Consulting-Unternehmen, IT-Berater für die Digitalisierung von Behörden und öffentlichen Verwaltungen. Kling ist seit seinem 17. Lebensjahr Mitglied der SPD. 

pm/gel

WFG-Gesellschafter

Knapp mehr als 590.000 Einwohner und 70 Kommunen, das ist das Kerngebiet der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, in dem sich bisher 19 Gesellschafter – und von 2021 mit der Stadt Calw dann 20 – der WFG angeschlossen haben. Sie bilden laut WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer eine starke Solidargemeinschaft und seien der vom Land Baden-Württemberg und der EU geforderte zentrale Ansprechpartner für strukturpolitische Maßnahmen, wie beispielsweise die Clusterpolitik oder die Fachkräfte-Allianz. Zu den Schwerpunkten der WFG-Aktivitäten zählen demnach das Standortmarketing, der Aufbau von Unternehmensnetzwerken, das Anwerben von Fördermitteln sowie die Fachkräftegewinnung und -bindung für die Region.

Gesellschaft aktuell sind: 

  1. Technologiezentrum Horb, 
  2. Stadt Pforzheim, 
  3. Kreissparkasse Freudenstadt, 
  4. Stadt Maulbronn, 
  5. Gemeinde Niefern-Öschelbronn, 
  6. IHK Nordschwarzwald, 
  7. Stadt Nagold, 
  8. Stadt Knittlingen, 
  9. Hochschule Pforzheim, 
  10. Regionalverband Nordschwarzwald, 
  11. Handwerkskammer Karlsruhe, 
  12. Stadt Freudenstadt, 
  13. Landratsamt Calw, 
  14. Landratsamt Enzkreis, 
  15. Stadt Horb am Neckar, 
  16. Landratsamt Freudenstadt, 
  17. Stadt Mühlacker, 
  18. Sparkasse Pforzheim Calw, 
  19. Stadt Bad Teinach-Zavelstein 

pm/gel

Die Stadt Calw als neues WFG-Mitglied hat viel vor, unter anderem Stadtsanierung und neue Bauprojekte, wie hier am nördlichen Stadteingang. Blick auf das Betonwerk. © Stadt Calw
Planungsskizze zur neuen Brücke zur Anbindung der Hermann-Hesse-Bahn an Calw. © Stadt Calw

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