16.7.2026
von Sandra Gallian
Acht Teilnehmende aus Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich im Schwarzwald Panorama, um die rund vierstündige 2-Grad-Challenge zu erleben. Auf dem „Campus der Möglichkeiten“ bietet das Premiumhotel gemeinsam mit den Veranstaltern Montecinos & Kramer die CELSIUS Experience an – ein Format, das Lernen, Naturerlebnis und nachhaltige Unternehmensentwicklung auf besondere Weise verbindet.
„Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen“, erklärt Nachhaltigkeitsexperte Frank Kramer, Professor für Nachhaltige Unternehmensführung. Gemeinsam mit Julika Montecinos, Expertin für Kulturkompetenz, sowie Lucina Odoi, Professorin für Internationales Marketing mit Schwerpunkt nachhaltiger Konsum, begleitet er die Teilnehmenden durch das Spiel.

Entwickelt wurde CELSIUS von Fabiano Onça Games gemeinsam mit dem Center for Sustainability Studies der FGV Business School in São Paulo. Dort wird das Spiel seit Jahren erfolgreich im Führungskräftetraining eingesetzt. Für Europa wurde es von Montecinos & Kramer mit Unterstützung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg umfassend angepasst. Zu den Kooperationspartnern gehört das Schwarzwald Panorama mit Inhaber Stephan Bode, der seit vielen Jahren für innovative Nachhaltigkeitskonzepte steht.

Im Spiel übernimmt jede Person die Rolle eines Unternehmens. Ziel ist es zunächst, den Unternehmenswert zu steigern – gleichzeitig darf jedoch der Einfluss des eigenen Handelns auf das Klima nicht außer Acht gelassen werden.
Auf dem Spielbrett entwickeln sich mehrere Faktoren parallel: Während Investitionen den wirtschaftlichen Erfolg steigern, erhöhen viele Entscheidungen gleichzeitig den CO₂-Ausstoß. Schwarze Plättchen symbolisieren die jährlich ausgestoßenen Treibhausgase. Mit jedem Plättchen steigt die globale Temperatur – Runde für Runde.
Erreicht die Erwärmung die Marke von 2,0 Grad, endet das Spiel. Gewinnen kann dann niemand mehr. Nur wenn es gelingt, die Emissionen rechtzeitig zu reduzieren, bleibt der Wettbewerb bestehen – und das wirtschaftlich erfolgreichste Unternehmen gewinnt.

Zu Beginn handeln fast alle Teilnehmenden nach klassischen wirtschaftlichen Prinzipien. Es wird investiert, expandiert und auf Wachstum gesetzt. Klimaschutzmaßnahmen spielen zunächst eine untergeordnete Rolle.
Die Folgen zeigen sich schnell: Bereits nach wenigen Spielrunden steigt die Temperatur deutlich an. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass ein solches Handeln allein nicht ausreicht – die Situation ist komplexer.
„Man muss mit diesen Zielkonflikten umgehen können und die Komplexität mitdenken“, fasste einer der Teilnehmer seine wichtigste Erkenntnis zusammen.
Auch politische Maßnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wer gesellschaftliches Vertrauen aufbaut oder klimafreundliche Projekte unterstützt, verbessert seine Handlungsmöglichkeiten im weiteren Spielverlauf. Gleichzeitig machen Zufallselemente deutlich, dass selbst gute Entscheidungen nicht immer sofort zum gewünschten Erfolg führen.

Während der gesamten Simulation greifen die Spielleiter aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen auf. Dadurch entsteht eine bemerkenswerte Nähe zur Realität.
Am Ende erreicht das Spiel die kritische Marke von 2,0 Grad. Trotz aller Bemühungen gelingt es der Gruppe nicht mehr, die Entwicklung aufzuhalten. Ein Ausgang, der keineswegs ungewöhnlich ist: Rund zwei Drittel aller Spielrunden enden laut Julika Montecinos auf diese Weise.

Nach einer kurzen Mittagspause werden die Erfahrungen gemeinsam reflektiert. Schnell wird deutlich, dass viele Chancen ungenutzt geblieben sind. Einige Teilnehmende erkennen rückblickend, auf welche Maßnahmen und Strategien sie hätten setzen müssen.
„Die anfängliche Unsicherheit ist bewusst so gestaltet“, erklärt Julika Montecinos. „Genau so erleben Unternehmen heute die Realität: Viele Informationen fehlen, Entscheidungen müssen trotzdem getroffen werden.“
„Wir hätten von Anfang an viel umsichtiger handeln müssen“, resümiert eine Teilnehmerin. Ein anderer ergänzt: „Die politische Komponente und wie alles mit allem zusammenhängt haben wir anfangs völlig unterschätzt.“
Dennoch fällt das Fazit der Teilnehmenden durchweg positiv aus. Die CELSIUS Experience vermittelt nicht nur komplexe Zusammenhänge verständlich und praxisnah, sondern schafft auch ein Verständnis dafür, wie eng wirtschaftlicher Erfolg, politische Rahmenbedingungen und nachhaltiges Handeln miteinander verbunden sind.
Oder, wie es einer der Teilnehmer formulierte: „Ich fand das Spiel unglaublich spannend. Es zeigt, worauf es ankommt, um die großen Herausforderungen nachhaltig lösen zu können.“
16.7.2026
Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen.
von Sandra Gallian
Acht Teilnehmende aus Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich im Schwarzwald Panorama, um die rund vierstündige 2-Grad-Challenge zu erleben. Auf dem „Campus der Möglichkeiten“ bietet das Premiumhotel gemeinsam mit den Veranstaltern Montecinos & Kramer die CELSIUS Experience an – ein Format, das Lernen, Naturerlebnis und nachhaltige Unternehmensentwicklung auf besondere Weise verbindet.
„Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen“, erklärt Nachhaltigkeitsexperte Frank Kramer, Professor für Nachhaltige Unternehmensführung. Gemeinsam mit Julika Montecinos, Expertin für Kulturkompetenz, sowie Lucina Odoi, Professorin für Internationales Marketing mit Schwerpunkt nachhaltiger Konsum, begleitet er die Teilnehmenden durch das Spiel.

Entwickelt wurde CELSIUS von Fabiano Onça Games gemeinsam mit dem Center for Sustainability Studies der FGV Business School in São Paulo. Dort wird das Spiel seit Jahren erfolgreich im Führungskräftetraining eingesetzt. Für Europa wurde es von Montecinos & Kramer mit Unterstützung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg umfassend angepasst. Zu den Kooperationspartnern gehört das Schwarzwald Panorama mit Inhaber Stephan Bode, der seit vielen Jahren für innovative Nachhaltigkeitskonzepte steht.

Im Spiel übernimmt jede Person die Rolle eines Unternehmens. Ziel ist es zunächst, den Unternehmenswert zu steigern – gleichzeitig darf jedoch der Einfluss des eigenen Handelns auf das Klima nicht außer Acht gelassen werden.
Auf dem Spielbrett entwickeln sich mehrere Faktoren parallel: Während Investitionen den wirtschaftlichen Erfolg steigern, erhöhen viele Entscheidungen gleichzeitig den CO₂-Ausstoß. Schwarze Plättchen symbolisieren die jährlich ausgestoßenen Treibhausgase. Mit jedem Plättchen steigt die globale Temperatur – Runde für Runde.
Erreicht die Erwärmung die Marke von 2,0 Grad, endet das Spiel. Gewinnen kann dann niemand mehr. Nur wenn es gelingt, die Emissionen rechtzeitig zu reduzieren, bleibt der Wettbewerb bestehen – und das wirtschaftlich erfolgreichste Unternehmen gewinnt.

Zu Beginn handeln fast alle Teilnehmenden nach klassischen wirtschaftlichen Prinzipien. Es wird investiert, expandiert und auf Wachstum gesetzt. Klimaschutzmaßnahmen spielen zunächst eine untergeordnete Rolle.
Die Folgen zeigen sich schnell: Bereits nach wenigen Spielrunden steigt die Temperatur deutlich an. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass ein solches Handeln allein nicht ausreicht – die Situation ist komplexer.
„Man muss mit diesen Zielkonflikten umgehen können und die Komplexität mitdenken“, fasste einer der Teilnehmer seine wichtigste Erkenntnis zusammen.
Auch politische Maßnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wer gesellschaftliches Vertrauen aufbaut oder klimafreundliche Projekte unterstützt, verbessert seine Handlungsmöglichkeiten im weiteren Spielverlauf. Gleichzeitig machen Zufallselemente deutlich, dass selbst gute Entscheidungen nicht immer sofort zum gewünschten Erfolg führen.

Während der gesamten Simulation greifen die Spielleiter aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen auf. Dadurch entsteht eine bemerkenswerte Nähe zur Realität.
Am Ende erreicht das Spiel die kritische Marke von 2,0 Grad. Trotz aller Bemühungen gelingt es der Gruppe nicht mehr, die Entwicklung aufzuhalten. Ein Ausgang, der keineswegs ungewöhnlich ist: Rund zwei Drittel aller Spielrunden enden laut Julika Montecinos auf diese Weise.

Nach einer kurzen Mittagspause werden die Erfahrungen gemeinsam reflektiert. Schnell wird deutlich, dass viele Chancen ungenutzt geblieben sind. Einige Teilnehmende erkennen rückblickend, auf welche Maßnahmen und Strategien sie hätten setzen müssen.
„Die anfängliche Unsicherheit ist bewusst so gestaltet“, erklärt Julika Montecinos. „Genau so erleben Unternehmen heute die Realität: Viele Informationen fehlen, Entscheidungen müssen trotzdem getroffen werden.“
„Wir hätten von Anfang an viel umsichtiger handeln müssen“, resümiert eine Teilnehmerin. Ein anderer ergänzt: „Die politische Komponente und wie alles mit allem zusammenhängt haben wir anfangs völlig unterschätzt.“
Dennoch fällt das Fazit der Teilnehmenden durchweg positiv aus. Die CELSIUS Experience vermittelt nicht nur komplexe Zusammenhänge verständlich und praxisnah, sondern schafft auch ein Verständnis dafür, wie eng wirtschaftlicher Erfolg, politische Rahmenbedingungen und nachhaltiges Handeln miteinander verbunden sind.
Oder, wie es einer der Teilnehmer formulierte: „Ich fand das Spiel unglaublich spannend. Es zeigt, worauf es ankommt, um die großen Herausforderungen nachhaltig lösen zu können.“
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