02.02.2026
von Sandra Gallian
Mit der Verleihung des diesjährigen Design Awards feierte die BINDER Gruppe gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung aus Pforzheim ein besonderes Jubiläum: Bereits zum fünften Mal wurde der renommierte Nachwuchspreis für herausragende Schmuckkreationen vergeben. Seit fünf Jahren steht der Design Award für den intensiven kreativen Austausch zwischen Studierenden und der Schmuckindustrie. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres stand das Thema „Verborgene Verbindungen“, dem sich die Studierenden im Rahmen eines semesterbegleitenden Projekts widmeten. Entstanden sind Schmuckstücke, die unsichtbare Zusammenhänge, emotionale Bindungen und technische Details gestalterisch interpretierten. Die feierliche Preisverleihung fand im Ambiente der egf Manufaktur in Pforzheim statt.

Der Design Award wurde 2021 anlässlich des 111-jährigen Jubiläums der Binder Gruppe gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung Pforzheim ins Leben gerufen. Von Beginn an war der Wettbewerb auf mehrere Jahre ausgelegt – als Brücke zwischen Hochschule und Industrie.
„Uns war es wichtig, frühzeitig mit jungen Gestalterinnen und Gestaltern in Kontakt zu kommen – als Inspiration für beide Seiten“, erklärt Initiator Nick-Maximilian Binder.
„Viele Entwürfe sind unglaublich kreativ, manche würden sogar sehr gut zu unserem Portfolio passen. Neben dem Preisgeld sind deshalb auch Kooperationen oder Praktika durchaus denkbar.“
Der Wettbewerb senke für Studierende zudem die Hemmschwelle, sich bei einem Unternehmen zu bewerben: „Wenn man die Menschen dahinter schon kennt, fühlt sich der Schritt ganz anders an“, so Binder.

Das diesjährige Wettbewerbsthema lautete „Verborgene Verbindungen“. Begleitend zum Designprozess erhielten die Studierenden Einblicke in die industrielle Schmuckfertigung, unter anderem bei Besuchen der Unternehmen FBM in Mönsheim und der egf Manufaktur in Pforzheim. Die Jury – bestehend aus Professorin Christine Lüdeke, Juwelier Georg Leicht, Schmuckdesigner Lukas Grewenig, Professor Fernando Fastoso sowie Cornelie Holzach, ehemalige Leiterin des Schmuckmuseums Pforzheim – zeigte sich beeindruckt von der Qualität und konzeptionellen Tiefe der Arbeiten.
„Für die Studierenden ist das eine einzigartige Gelegenheit, die Schmuckindustrie hautnah zu erleben und ihre Arbeiten von erfahrenen Expertinnen und Experten bewerten zu lassen“, betont Nick-Maximilian Binder. Gleichzeitig profitiere auch das Unternehmen: „Der kreative Austausch inspiriert uns jedes Jahr aufs Neue.“

Die Jury nahm sich mehrere Stunden Zeit, um die zahlreichen Einreichungen zu diskutieren – aus künstlerischer, kommerzieller und kunsthistorischer Perspektive. „Es gab Verbindungen zur Kunst, die ich so nicht erwartet hätte“, sagte Professor Fernando Fastoso. Design sei emotional: „Function ist satisfying, Design ist fascinating.“
Auch Professorin Christine Lüdeke, Leiterin der Fakultät für Gestaltung, zeigte sich beeindruckt: „In den Arbeiten steckt dieses Jahr sehr viel Cleverness.“ Die Vielfalt der Interpretationen hob Georg Leicht hervor: „Von sehr persönlichen Beziehungen über Materialverbindungen bis hin zu politischen Bezügen – das Thema „Verbindungen“ wurde extrem unterschiedlich umgesetzt.“ Schmuckdesigner Lukas Grewenig ergänzte: „Jedes Jahr ist es faszinierend zu sehen, wie viele Sichtweisen aus einem einzigen Thema entstehen.“ Cornelie Holzach sprach von einer „angenehmen Qual der Wahl“ angesichts der Fülle und Qualität der Arbeiten.
Einigkeit herrschte darüber, dass Schmuck heute weit mehr ist als ein Statussymbol. „Er wird zunehmend zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit“, so Georg Leicht – ein klarer Megatrend im zeitgenössischen Schmuckdesign.

Den ersten Platz belegte Julian Graeve, der mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ausgezeichnet wurde. Ausgezeichnet wurde seine skulpturale Arbeit aus zwei Halbkugeln in Kupfer- und Messingtönen, die durch zahlreiche Ketten miteinander verbunden sind – und sich dennoch nicht direkt berühren können. Gerade diese Spannung mache den Reiz aus: Eine stille Dynamik, ein Flow, der sich erst auf den zweiten Blick erschließt.
Der zweite Platz ging an Georg Schiller (1.000 Euro). Zum wiederholten Mal überzeugte der junge Designer – diesmal mit einer silbernen Brosche aus Ketten sowie einem passenden Ring, an dessen offenen Enden feine Ketten haptisch erfahrbar herausragen.
Über den dritten Platz und 500 Euro Preisgeld freuten sich Philipp Birkel und Laurin Huniar. Eine Belobigung erhielt Ella Schmeding.

02.02.2026
Function ist satisfying, Design ist fascinating.
von Sandra Gallian
Mit der Verleihung des diesjährigen Design Awards feierte die BINDER Gruppe gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung aus Pforzheim ein besonderes Jubiläum: Bereits zum fünften Mal wurde der renommierte Nachwuchspreis für herausragende Schmuckkreationen vergeben. Seit fünf Jahren steht der Design Award für den intensiven kreativen Austausch zwischen Studierenden und der Schmuckindustrie. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres stand das Thema „Verborgene Verbindungen“, dem sich die Studierenden im Rahmen eines semesterbegleitenden Projekts widmeten. Entstanden sind Schmuckstücke, die unsichtbare Zusammenhänge, emotionale Bindungen und technische Details gestalterisch interpretierten. Die feierliche Preisverleihung fand im Ambiente der egf Manufaktur in Pforzheim statt.

Der Design Award wurde 2021 anlässlich des 111-jährigen Jubiläums der Binder Gruppe gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung Pforzheim ins Leben gerufen. Von Beginn an war der Wettbewerb auf mehrere Jahre ausgelegt – als Brücke zwischen Hochschule und Industrie.
„Uns war es wichtig, frühzeitig mit jungen Gestalterinnen und Gestaltern in Kontakt zu kommen – als Inspiration für beide Seiten“, erklärt Initiator Nick-Maximilian Binder.
„Viele Entwürfe sind unglaublich kreativ, manche würden sogar sehr gut zu unserem Portfolio passen. Neben dem Preisgeld sind deshalb auch Kooperationen oder Praktika durchaus denkbar.“
Der Wettbewerb senke für Studierende zudem die Hemmschwelle, sich bei einem Unternehmen zu bewerben: „Wenn man die Menschen dahinter schon kennt, fühlt sich der Schritt ganz anders an“, so Binder.

Das diesjährige Wettbewerbsthema lautete „Verborgene Verbindungen“. Begleitend zum Designprozess erhielten die Studierenden Einblicke in die industrielle Schmuckfertigung, unter anderem bei Besuchen der Unternehmen FBM in Mönsheim und der egf Manufaktur in Pforzheim. Die Jury – bestehend aus Professorin Christine Lüdeke, Juwelier Georg Leicht, Schmuckdesigner Lukas Grewenig, Professor Fernando Fastoso sowie Cornelie Holzach, ehemalige Leiterin des Schmuckmuseums Pforzheim – zeigte sich beeindruckt von der Qualität und konzeptionellen Tiefe der Arbeiten.
„Für die Studierenden ist das eine einzigartige Gelegenheit, die Schmuckindustrie hautnah zu erleben und ihre Arbeiten von erfahrenen Expertinnen und Experten bewerten zu lassen“, betont Nick-Maximilian Binder. Gleichzeitig profitiere auch das Unternehmen: „Der kreative Austausch inspiriert uns jedes Jahr aufs Neue.“

Die Jury nahm sich mehrere Stunden Zeit, um die zahlreichen Einreichungen zu diskutieren – aus künstlerischer, kommerzieller und kunsthistorischer Perspektive. „Es gab Verbindungen zur Kunst, die ich so nicht erwartet hätte“, sagte Professor Fernando Fastoso. Design sei emotional: „Function ist satisfying, Design ist fascinating.“
Auch Professorin Christine Lüdeke, Leiterin der Fakultät für Gestaltung, zeigte sich beeindruckt: „In den Arbeiten steckt dieses Jahr sehr viel Cleverness.“ Die Vielfalt der Interpretationen hob Georg Leicht hervor: „Von sehr persönlichen Beziehungen über Materialverbindungen bis hin zu politischen Bezügen – das Thema „Verbindungen“ wurde extrem unterschiedlich umgesetzt.“ Schmuckdesigner Lukas Grewenig ergänzte: „Jedes Jahr ist es faszinierend zu sehen, wie viele Sichtweisen aus einem einzigen Thema entstehen.“ Cornelie Holzach sprach von einer „angenehmen Qual der Wahl“ angesichts der Fülle und Qualität der Arbeiten.
Einigkeit herrschte darüber, dass Schmuck heute weit mehr ist als ein Statussymbol. „Er wird zunehmend zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit“, so Georg Leicht – ein klarer Megatrend im zeitgenössischen Schmuckdesign.

Den ersten Platz belegte Julian Graeve, der mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ausgezeichnet wurde. Ausgezeichnet wurde seine skulpturale Arbeit aus zwei Halbkugeln in Kupfer- und Messingtönen, die durch zahlreiche Ketten miteinander verbunden sind – und sich dennoch nicht direkt berühren können. Gerade diese Spannung mache den Reiz aus: Eine stille Dynamik, ein Flow, der sich erst auf den zweiten Blick erschließt.
Der zweite Platz ging an Georg Schiller (1.000 Euro). Zum wiederholten Mal überzeugte der junge Designer – diesmal mit einer silbernen Brosche aus Ketten sowie einem passenden Ring, an dessen offenen Enden feine Ketten haptisch erfahrbar herausragen.
Über den dritten Platz und 500 Euro Preisgeld freuten sich Philipp Birkel und Laurin Huniar. Eine Belobigung erhielt Ella Schmeding.

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