75 Jahre jung, 50 Jahre im Dienst – Klaus Fischer bleibt ein Unternehmer mit Blick nach vorn

Von Waldachtal in die Welt: Der Inhaber der Unternehmensgruppe fischer feiert 2025 gleich drei Meilensteine – und denkt trotzdem schon wieder an übermorgen.
Am 17. August feiert Prof. Fischer seinen 75. Geburtstag sowie in diesem Jahr sein 50-jähriges Dienstjubiläum und sein 45-jähriges Jubiläum als Gesamtgeschäftsführer. Foto: fischer

13.08.2025

„Das größte Kapital und der wichtigste Erfolgsfaktor in unserem Unternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nicht Anlagen und Gebäude.“
Klaus Fischer

Am 17. August 2025 wird Klaus Fischer 75 Jahre alt. Wer ihn kennt, weiß: Feierlichkeiten hin oder her – Stillstand ist nicht sein Ding. In diesem Jahr markiert er gleich drei Jubiläen: 50 Jahre im Unternehmen, 45 Jahre als Gesamtgeschäftsführer und ein Dreivierteljahrhundert Lebenszeit. Sein Leitsatz passt zu dieser Vita: „Nur wer sich mit der Zukunft beschäftigt, wird erfolgreich sein.“

Vom Prüffeld zum Global Player

1975 steigt der damals 25-jährige Diplom-Ingenieur (FH) ins Familienunternehmen ein – zuständig für das Prüffeld. Damals: rund 1.000 Beschäftigte, 102 Millionen D-Mark Umsatz. Heute: über 4.700 Mitarbeitende weltweit, 1,11 Milliarden Euro Jahresumsatz (2024). Bereits 1980 übernimmt Fischer die Gesamtverantwortung, entwickelt eigene Visionen, reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen und den wachsenden globalen Wettbewerb – ohne die Werte Kundennähe, Innovationsgeist und Service aus den Augen zu verlieren.

1980: Im Alter von 29 Jahren wird Klaus Fischer Gesamtgeschäftsführer des Unternehmens. Foto: fischer

Meilensteine und mutige Entscheidungen

Unter seiner Führung wächst der Befestigungsbereich beständig – 1993 sicherte die Übernahme der Upat GmbH & Co. KG in Emmendingen (damals Deutschlands zweitgrößter Dübelhersteller) seine Marktführerschaft. Neben Kunststoffdübeln gewann die Metall-Schwerlastbefestigung an Bedeutung. Mit der Integration der ROCCA Bauchemie GmbH & Co. KG (Schäume und Silikon) 1997 entstand der heute erfolgreiche Standort Chemie in Denzlingen. Ein weiterer Ausbau des Chemie-Bereichs steht kurz bevor.

Und mit fischertechnik begeistert er seit Jahrzehnten weltweit junge Menschen für Technik – lange bevor „MINT-Förderung“ ein Trend wurde.  Die fischertechnik Lernkonzepte kommen in Schulen, Hochschulen und Universitäten zum Einsatz. Heute ist fischertechnik in über 60 Ländern weltweit vertreten.

1997: Klaus Fischer (zweiter v. li.) eröffnet mit dem damaligen Wirtschaftsminister Baden-Württembergs, Walter Döring (dritter v. re.), das fischer Produktionswerk in Taicang. Foto: fischer

Kultur der Verantwortung

Schon 1987 etabliert Fischer ein Firmenleitbild. Die Werte „innovativ“, „eigenverantwortlich“ und „seriös“ gelten bis heute. Mitarbeitende werden zu „Unternehmern im Unternehmen“: Fehler sind erlaubt, sofern sie nicht zweimal passieren. Daraus entstehen nicht nur bessere Prozesse, sondern sogar ein eigenes Beratungsunternehmen: fischer Consulting.

2007: Klaus Fischer erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. V. li.: Bundespräsident Horst Köhler, Prof. Klaus Fischer, Eva Luise Köhler (Ehefrau von Horst Köhler). Foto: fischer

Engagement über das Geschäft hinaus

Für Fischer ist klar: Der wichtigste Erfolgsfaktor sind die Menschen im Unternehmen. Deshalb investiert er massiv in Weiterbildung – mit eigenem Bildungszentrum und Talent-Pools – und in Gesundheit, etwa mit einem firmeneigenen Fitnessstudio. Auch Nachhaltigkeit treibt er voran: Mit dem fischer NachhaltigkeitsCampus werden künftige Nachhaltigkeitsmanager ausgebildet. Gesellschaftlich engagiert er sich zudem mit der Klaus Fischer Stiftung für Kinder- und Jugendbildung – lokal wie international.

Blick nach vorn

Ob Bauroboter, KI oder Digitalisierung – der Unternehmer hat die Zukunft im Blick. Weltweit ist fischer mit 50 operativen Gesellschaften aktiv, bald kommt Nummer 51 in Saudi-Arabien dazu. Und Fischer? Der hat klare Wünsche: „Gesund bleiben! Und dass das, was wir gemeinsam begonnen haben, mit derselben Leidenschaft weitergeführt wird.“

tm/pm

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