16.02.2026
Wenn Johanna Iskenius morgens um halb sechs mit ihrem Dalmatiner Kaijo durch den Wald läuft, ist das mehr als nur eine Gassirunde. Es ist ihr Ritual, bevor sie Verantwortung für einen Ort übernimmt, an dem täglich hunderte Menschen zusammenkommen: das Hohenwart Forum. Ein Haus mit Weitblick – architektonisch wie inhaltlich.
Seit September 2023 lenkt Johanna Iskenius die Geschicke des traditionsreichen Tagungshauses der Evangelischen Kirche Pforzheim – gemeinsam mit Pfarrer Uwe Roßwag-Hofmann. Zuvor verantwortete sie bei FPS Catering unter anderem die Verpflegung von Schulen und Kitas. Organisationstalent, Klarheit und ein Gespür für Menschen prägen ihren Führungsstil. Ihr fachliches Fundament legte sie mit einem „Bachelor of Business in Tourism and Event“ an der Angell Business School in Freiburg.
Das Hohenwart Forum ist heute weit über die Region hinaus bekannt – für Tagungen, Workshops, Familienfeiern und Hochzeiten. Doch wer mit Johanna Iskenius spricht, merkt schnell: Es geht ihr nicht nur um Abläufe und Auslastung. Es geht um Atmosphäre. Um Herzlichkeit. Um Räume, in denen Begegnung gelingt.
1. Was hat Sie ursprünglich dazu inspiriert, Ihre Karriere einzuschalgen?
Eigentlich wollte ich Medizin studieren. Eventmanagement war zunächst nur ein Lückenfüller – bis ich gemerkt habe, wie sehr mich der Kontakt mit Menschen, das Organisieren und der kreative Gestaltungsspielraum begeistern. Dann war klar: Das ist mein Weg.
2. Was hätten Sie im Berufsleben gerne früher gewusst?
Wie entscheidend Körpersprache, Wortwahl und Auftreten wirklich sind. Kommunikation passiert immer – auch nonverbal. Diese Dimension habe ich erst mit der Zeit wirklich verstanden. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel wir über unseren Körper ausdrücken, oft ganz unbewusst. Erst wenn man lernt, diese Signale wahrzunehmen und gezielt zu steuern, erkennt man, welches Potenzial – aber auch welche Wirkung – darin steckt.
Ich bin bis heute ein impulsiver Mensch, und genau das gehört zu meiner Persönlichkeit und meiner Lebensenergie. Gleichzeitig habe ich gelernt, meine Impulse bewusster einzusetzen – sie gezielt zu verstärken, wenn sie Energie und Klarheit bringen, oder sie zurückzunehmen, wenn mein Gegenüber sonst überfordert wäre.
3. Wie gehen Sie mit Rückschlägen oder Misserfolgen um?
Ich bin Optimistin. Ich frage mich: Was will mir das Leben damit sagen? Aus meinen größten Misserfolgen sind meine stärksten Fähigkeiten entstanden.
4. Wie treffen Sie wichtige Entscheidungen? Kopf oder Bauch?
Ganz klar: der Bauch. Aber ein rationaler Bauch. Mein Kopf prüft mit – doch wenn beides im Einklang ist, fühlt sich die Entscheidung richtig an.
5. Was haben Sie kürzlich zum ersten Mal ausprobiert?
Ich habe kürzlich ein eigenes kleines Haus gekauft – und damit auch viele handwerkliche Aufgaben übernommen, die für mich völliges Neuland waren. Türen selbst gestrichen, neue Türgriffe und Schlösser installiert und dabei ganz praktisch gelernt, worauf es ankommt. Natürlich gab es auch Momente der Verzweiflung – etwa wenn eine Tür nach der Aktion plötzlich nicht mehr richtig in die Zarge passte.
Umso größer ist jetzt die Freude, wenn ich durch das Haus gehe und das Ergebnis sehe. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen: Das habe ich selbst gemacht.
6. Welche Ziele haben Sie sich (beruflich oder privat) für die nächsten Monate gesetzt?
Meine Balance wieder bewusster zu gestalten. Im vergangenen halben Jahr war mein Leben stark von größeren Projekten geprägt – allen voran der Hauskauf, bei dem es unglaublich viel zu organisieren und abzuarbeiten gab. Parallel dazu durfte ich im Beruf sehr spannende, aber auch zeitintensive Projekte begleiten.
Seit Anfang des Jahres habe ich zudem die Präsidentschaft der Soroptimistinnen International Club Pforzheim-Enzkreis übernommen – eine Aufgabe, die mich sehr erfüllt und mir große Freude bereitet.
All diese Bereiche sind mir wichtig und geben mir viel zurück. Gleichzeitig ist mir bewusst geworden, wie entscheidend eine gute Balance ist. Ich möchte mit Engagement wirken – aber nicht so, dass kein Raum mehr für mein privates Leben, spontane Ideen oder kleine ‚Schnapsideen‘ bleibt.
7. Haben Sie eine Morgenroutine und wenn ja, welche ist das?
Mein Tag beginnt früh – um 5:30 Uhr. Die erste Stunde gehört mir und meinem Hund im Wald. Diese Zeit ist für mich mehr als nur Bewegung: Sie ist mein gedanklicher Reset. Dort ordnen sich Ideen, relativieren sich Herausforderungen und ich starte klar und gesammelt in den Tag.
Wenn ich zurückkomme und noch ein paar Minuten bleiben, nutze ich sie gern zum Aufräumen. Morgens habe ich dafür eine ganz andere Energie als am Abend – es schafft Struktur, bevor der Trubel beginnt.
Der schönste Start in die Woche ist für mich jedoch der Dienstag: Um 7:00 Uhr bin ich im Stall bei meinem Pferd. In dieser frühen, stillen Stunde bin ich ganz bei mir – unverbraucht, konzentriert und präsent. Genau dann entstehen die größte Harmonie und die besten Ergebnisse.
8. Wenn Zeit, Alter und Geld keine Rolle spielen würden, gäbe es einen Beruf, denn Sie gerne noch erlernen würden?
Einen konkreten Beruf tatsächlich nicht. Mich reizt weniger ein neues Berufsbild als vielmehr das Vertiefen einzelner Fähigkeiten oder Hobbys.
Wenn man allerdings einmal alle rationalen Aspekte wie Zeit, Geld oder Nachhaltigkeit ausblendet, dann fände ich es großartig, Hubschrauberpilotin zu sein. Das würde ich jedoch nicht als Beruf ausüben wollen – eher als besondere Erfahrung, als Möglichkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen
9. Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem jüngeren Ich geben?
Authentisch zu sein – und mir selbst früher zu vertrauen, dass ich genau so, wie ich bin, gut bin.
Lange Zeit hatte ich das Gefühl, es würde nicht reichen. Ich glaubte, das, was andere erfolgreich macht, nachmachen oder sogar übertreffen zu müssen. Erst später habe ich erkannt, dass ich gerade an den entscheidenden Meilensteinen meines Lebens dann am erfolgreichsten war, wenn es mir egal war, was andere darüber denken.
Diese Erkenntnis war sehr wertvoll – auch wenn ich mich manchmal heute noch dabei ertappe, in alte Denkmuster zu verfallen.
10. Welchen Menschen bewundern Sie – und warum?
Ich bewundere meine Schwester sehr. Sie vereint Familie mit zwei Kindern, eine Führungsposition im Beruf und zusätzlich die organisatorischen Aufgaben in der Praxis ihres Mannes.
Trotz dieses hohen Pensums schafft sie es, ihren Hobbys nachzugehen, Zeit für Freunde und Familie zu finden und offen für neue Aktivitäten zu bleiben. Besonders beeindruckt mich ihre Energie und ihr Tatendrang – und die Fähigkeit, neben all ihren Verpflichtungen immer wieder bewusst Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse zu schaffen.
11. Was waren Ihre drei wichtigsten Learnings?
12. Womit kann man Ihnen immer eine Freude bereiten?
Mit einem Urlaub, einem spontanen Trip in die Berge – oder mit einer guten Schnapsidee.
13. Wie würde sich Ihr Leben verändern, wenn Sie finanziell nicht mehr arbeiten müssten?
Ich würde weiterhin arbeiten, weil mir meine Tätigkeit und der Austausch mit Menschen große Freude und Erfüllung schenken. Allerdings vermutlich in einem geringeren Umfang. Ich würde mir mehr Zeit für Reisen nehmen, spontaner Freunde und Familie besuchen – und zwischendurch ganz bewusst mit Pferd und Hund die Seele baumeln lassen.
14. Welche Erfindung ist für Sie die bedeutendste?
Für mich ist es tatsächlich das Telefon – ganz klassisch, mit Flatrate. Meine engsten Freundinnen und auch Teile meiner Familie leben nicht in unmittelbarer Nähe. Die Möglichkeit, jederzeit miteinander sprechen, sich austauschen oder Nachrichten schicken zu können, ist für mich elementar. Dafür bräuchte es nicht einmal zwingend das Internet – sondern vor allem die Verbindung zueinander.
15. Was müsste Ihrer Meinung nach dringend erfunden werden?
Ganz klar: das Beamen. Wenn ich per Knopfdruck nach Hamburg, Kanada oder Australien reisen könnte, würde ich die Welt noch intensiver entdecken – und trotzdem genug Zeit zu Hause verbringen, um mein Zuhause nicht zu vermissen.
16. Was hat Sie in Ihrem Job am meisten überrascht?
Wie sehr sich Menschen – auch im beruflichen Kontext – nach Herzlichkeit, Sorgfalt und echtem Engagement sehnen. Ob Kundinnen, Kunden oder Mitarbeitende: Wenn man Zeit, Aufmerksamkeit und Herz investiert, bekommt man dies meist doppelt zurück.
Im Veranstaltungsbereich dürfen wir Menschen bei ganz unterschiedlichen Anlässen begleiten – von Tagungen über Workshops bis hin zu Familienfeiern oder Hochzeiten. Zu erleben, welchen Beitrag wir zu besonderen Momenten leisten, erfüllt mich sehr.
Gleichzeitig begeistert es mich, zu sehen, wie Mitarbeitende durch Förderung und auch durch klare Erwartungen wachsen und sich weiterentwickeln. Diese Entwicklung mitzugestalten, macht mich besonders zufrieden.
+ Wenn Sie die ganze Welt erreichen könnten: Welche Botschaft würden Sie den Menschen mitgeben?
Lasst mehr Freude und Spontanität in euer Leben. Oft sind es die Schnapsideen, die wir tatsächlich umsetzen, aus denen die besten Geschichten entstehen. Viel zu häufig stehen wir uns mit zu viel Rationalität selbst im Weg – und verpassen genau dadurch besondere Momente.
Das Gespräch führte Tanja Meckler
16.02.2026
Wenn Johanna Iskenius morgens um halb sechs mit ihrem Dalmatiner Kaijo durch den Wald läuft, ist das mehr als nur eine Gassirunde. Es ist ihr Ritual, bevor sie Verantwortung für einen Ort übernimmt, an dem täglich hunderte Menschen zusammenkommen: das Hohenwart Forum. Ein Haus mit Weitblick – architektonisch wie inhaltlich.
Seit September 2023 lenkt Johanna Iskenius die Geschicke des traditionsreichen Tagungshauses der Evangelischen Kirche Pforzheim – gemeinsam mit Pfarrer Uwe Roßwag-Hofmann. Zuvor verantwortete sie bei FPS Catering unter anderem die Verpflegung von Schulen und Kitas. Organisationstalent, Klarheit und ein Gespür für Menschen prägen ihren Führungsstil. Ihr fachliches Fundament legte sie mit einem „Bachelor of Business in Tourism and Event“ an der Angell Business School in Freiburg.
Das Hohenwart Forum ist heute weit über die Region hinaus bekannt – für Tagungen, Workshops, Familienfeiern und Hochzeiten. Doch wer mit Johanna Iskenius spricht, merkt schnell: Es geht ihr nicht nur um Abläufe und Auslastung. Es geht um Atmosphäre. Um Herzlichkeit. Um Räume, in denen Begegnung gelingt.
1. Was hat Sie ursprünglich dazu inspiriert, Ihre Karriere einzuschalgen?
Eigentlich wollte ich Medizin studieren. Eventmanagement war zunächst nur ein Lückenfüller – bis ich gemerkt habe, wie sehr mich der Kontakt mit Menschen, das Organisieren und der kreative Gestaltungsspielraum begeistern. Dann war klar: Das ist mein Weg.
2. Was hätten Sie im Berufsleben gerne früher gewusst?
Wie entscheidend Körpersprache, Wortwahl und Auftreten wirklich sind. Kommunikation passiert immer – auch nonverbal. Diese Dimension habe ich erst mit der Zeit wirklich verstanden. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel wir über unseren Körper ausdrücken, oft ganz unbewusst. Erst wenn man lernt, diese Signale wahrzunehmen und gezielt zu steuern, erkennt man, welches Potenzial – aber auch welche Wirkung – darin steckt.
Ich bin bis heute ein impulsiver Mensch, und genau das gehört zu meiner Persönlichkeit und meiner Lebensenergie. Gleichzeitig habe ich gelernt, meine Impulse bewusster einzusetzen – sie gezielt zu verstärken, wenn sie Energie und Klarheit bringen, oder sie zurückzunehmen, wenn mein Gegenüber sonst überfordert wäre.
3. Wie gehen Sie mit Rückschlägen oder Misserfolgen um?
Ich bin Optimistin. Ich frage mich: Was will mir das Leben damit sagen? Aus meinen größten Misserfolgen sind meine stärksten Fähigkeiten entstanden.
4. Wie treffen Sie wichtige Entscheidungen? Kopf oder Bauch?
Ganz klar: der Bauch. Aber ein rationaler Bauch. Mein Kopf prüft mit – doch wenn beides im Einklang ist, fühlt sich die Entscheidung richtig an.
5. Was haben Sie kürzlich zum ersten Mal ausprobiert?
Ich habe kürzlich ein eigenes kleines Haus gekauft – und damit auch viele handwerkliche Aufgaben übernommen, die für mich völliges Neuland waren. Türen selbst gestrichen, neue Türgriffe und Schlösser installiert und dabei ganz praktisch gelernt, worauf es ankommt. Natürlich gab es auch Momente der Verzweiflung – etwa wenn eine Tür nach der Aktion plötzlich nicht mehr richtig in die Zarge passte.
Umso größer ist jetzt die Freude, wenn ich durch das Haus gehe und das Ergebnis sehe. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen: Das habe ich selbst gemacht.
6. Welche Ziele haben Sie sich (beruflich oder privat) für die nächsten Monate gesetzt?
Meine Balance wieder bewusster zu gestalten. Im vergangenen halben Jahr war mein Leben stark von größeren Projekten geprägt – allen voran der Hauskauf, bei dem es unglaublich viel zu organisieren und abzuarbeiten gab. Parallel dazu durfte ich im Beruf sehr spannende, aber auch zeitintensive Projekte begleiten.
Seit Anfang des Jahres habe ich zudem die Präsidentschaft der Soroptimistinnen International Club Pforzheim-Enzkreis übernommen – eine Aufgabe, die mich sehr erfüllt und mir große Freude bereitet.
All diese Bereiche sind mir wichtig und geben mir viel zurück. Gleichzeitig ist mir bewusst geworden, wie entscheidend eine gute Balance ist. Ich möchte mit Engagement wirken – aber nicht so, dass kein Raum mehr für mein privates Leben, spontane Ideen oder kleine ‚Schnapsideen‘ bleibt.
7. Haben Sie eine Morgenroutine und wenn ja, welche ist das?
Mein Tag beginnt früh – um 5:30 Uhr. Die erste Stunde gehört mir und meinem Hund im Wald. Diese Zeit ist für mich mehr als nur Bewegung: Sie ist mein gedanklicher Reset. Dort ordnen sich Ideen, relativieren sich Herausforderungen und ich starte klar und gesammelt in den Tag.
Wenn ich zurückkomme und noch ein paar Minuten bleiben, nutze ich sie gern zum Aufräumen. Morgens habe ich dafür eine ganz andere Energie als am Abend – es schafft Struktur, bevor der Trubel beginnt.
Der schönste Start in die Woche ist für mich jedoch der Dienstag: Um 7:00 Uhr bin ich im Stall bei meinem Pferd. In dieser frühen, stillen Stunde bin ich ganz bei mir – unverbraucht, konzentriert und präsent. Genau dann entstehen die größte Harmonie und die besten Ergebnisse.
8. Wenn Zeit, Alter und Geld keine Rolle spielen würden, gäbe es einen Beruf, denn Sie gerne noch erlernen würden?
Einen konkreten Beruf tatsächlich nicht. Mich reizt weniger ein neues Berufsbild als vielmehr das Vertiefen einzelner Fähigkeiten oder Hobbys.
Wenn man allerdings einmal alle rationalen Aspekte wie Zeit, Geld oder Nachhaltigkeit ausblendet, dann fände ich es großartig, Hubschrauberpilotin zu sein. Das würde ich jedoch nicht als Beruf ausüben wollen – eher als besondere Erfahrung, als Möglichkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen
9. Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem jüngeren Ich geben?
Authentisch zu sein – und mir selbst früher zu vertrauen, dass ich genau so, wie ich bin, gut bin.
Lange Zeit hatte ich das Gefühl, es würde nicht reichen. Ich glaubte, das, was andere erfolgreich macht, nachmachen oder sogar übertreffen zu müssen. Erst später habe ich erkannt, dass ich gerade an den entscheidenden Meilensteinen meines Lebens dann am erfolgreichsten war, wenn es mir egal war, was andere darüber denken.
Diese Erkenntnis war sehr wertvoll – auch wenn ich mich manchmal heute noch dabei ertappe, in alte Denkmuster zu verfallen.
10. Welchen Menschen bewundern Sie – und warum?
Ich bewundere meine Schwester sehr. Sie vereint Familie mit zwei Kindern, eine Führungsposition im Beruf und zusätzlich die organisatorischen Aufgaben in der Praxis ihres Mannes.
Trotz dieses hohen Pensums schafft sie es, ihren Hobbys nachzugehen, Zeit für Freunde und Familie zu finden und offen für neue Aktivitäten zu bleiben. Besonders beeindruckt mich ihre Energie und ihr Tatendrang – und die Fähigkeit, neben all ihren Verpflichtungen immer wieder bewusst Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse zu schaffen.
11. Was waren Ihre drei wichtigsten Learnings?
12. Womit kann man Ihnen immer eine Freude bereiten?
Mit einem Urlaub, einem spontanen Trip in die Berge – oder mit einer guten Schnapsidee.
13. Wie würde sich Ihr Leben verändern, wenn Sie finanziell nicht mehr arbeiten müssten?
Ich würde weiterhin arbeiten, weil mir meine Tätigkeit und der Austausch mit Menschen große Freude und Erfüllung schenken. Allerdings vermutlich in einem geringeren Umfang. Ich würde mir mehr Zeit für Reisen nehmen, spontaner Freunde und Familie besuchen – und zwischendurch ganz bewusst mit Pferd und Hund die Seele baumeln lassen.
14. Welche Erfindung ist für Sie die bedeutendste?
Für mich ist es tatsächlich das Telefon – ganz klassisch, mit Flatrate. Meine engsten Freundinnen und auch Teile meiner Familie leben nicht in unmittelbarer Nähe. Die Möglichkeit, jederzeit miteinander sprechen, sich austauschen oder Nachrichten schicken zu können, ist für mich elementar. Dafür bräuchte es nicht einmal zwingend das Internet – sondern vor allem die Verbindung zueinander.
15. Was müsste Ihrer Meinung nach dringend erfunden werden?
Ganz klar: das Beamen. Wenn ich per Knopfdruck nach Hamburg, Kanada oder Australien reisen könnte, würde ich die Welt noch intensiver entdecken – und trotzdem genug Zeit zu Hause verbringen, um mein Zuhause nicht zu vermissen.
16. Was hat Sie in Ihrem Job am meisten überrascht?
Wie sehr sich Menschen – auch im beruflichen Kontext – nach Herzlichkeit, Sorgfalt und echtem Engagement sehnen. Ob Kundinnen, Kunden oder Mitarbeitende: Wenn man Zeit, Aufmerksamkeit und Herz investiert, bekommt man dies meist doppelt zurück.
Im Veranstaltungsbereich dürfen wir Menschen bei ganz unterschiedlichen Anlässen begleiten – von Tagungen über Workshops bis hin zu Familienfeiern oder Hochzeiten. Zu erleben, welchen Beitrag wir zu besonderen Momenten leisten, erfüllt mich sehr.
Gleichzeitig begeistert es mich, zu sehen, wie Mitarbeitende durch Förderung und auch durch klare Erwartungen wachsen und sich weiterentwickeln. Diese Entwicklung mitzugestalten, macht mich besonders zufrieden.
+ Wenn Sie die ganze Welt erreichen könnten: Welche Botschaft würden Sie den Menschen mitgeben?
Lasst mehr Freude und Spontanität in euer Leben. Oft sind es die Schnapsideen, die wir tatsächlich umsetzen, aus denen die besten Geschichten entstehen. Viel zu häufig stehen wir uns mit zu viel Rationalität selbst im Weg – und verpassen genau dadurch besondere Momente.
Das Gespräch führte Tanja Meckler
Jetzt Newsletter abonnieren und von vielen Vorteilen profitieren!