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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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16+ im Gespräch mit Paolo Francesco Bianchi, Vorstand der elumatec AG

Seit mehr als einem Jahr ist Paolo F. Bianchi Vorstand der elumatec AG, mit Sitz in Mühlacker Lomersheim. Eine spannende Tätigkeit, verbunden mit einem persönlichen Spagat zwischen Deutschland und Italien.
Paolo Francesco Bianchi. Foto: elumatec AG

25.10.2022

Jede Woche pendelt Paolo F. Bianchi mit dem Flugzeug von seiner Heimatstadt Rom nach Mühlacker. Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren ist für Bianchi nicht einfach und vor allem zeitaufwendig. 70 % der Woche verbringt er in Lomersheim, die restliche Zeit bei seiner Familie in Italien. Für Hobbies bleibt deshalb nur wenig Spielraum. Sich selbst würde Bianchi als verrückt nach Oldtimern bezeichnen. Die Stuttgarter Retro Classics besucht er jedes Jahr. Seine zweite Leidenschaft gilt dem Schwimmen. Zu Schulzeiten war er ein professioneller Schwimmer. Durch seinen eng getakteten Alltag ist es jedoch inzwischen schwieriger geworden, regelmäßig Bahnen zu ziehen. Bianchi kennt elumatec schon aus der Erwerbsphase von 2015, als die heutige italienische Voilàp Holding das Unternehmen übernahm.

Bei Voilàp ist Bianchi schon seit 20 Jahren. Herausforderungen hat er weltweit erlebt, die bei elumatec ist für ihn jedoch die Wichtigste. Er betont: „Ich bin sicher, dass die Marke elumatec voller wichtiger und solider Werte ist, aber leider haben die Entwicklungen der letzten 10 Jahre einige Risse in der Glaubwürdigkeit unseres Unternehmens hinterlassen. Nach eineinhalb Jahren ständiger Präsenz in Mühlacker kenne ich inzwischen das Umfeld und die Menschen immer besser. Deshalb bin ich zutiefst davon überzeugt, dass wir gemeinsam in der Lage sind, diese Risse zu beseitigen und dem Unternehmen wieder zu der Beachtung und dem Ruhm zu verhelfen, den es absolut verdient hat.“

Das 1928 gegründete Traditions-Unternehmen, mit rund 450 Beschäftigten in Lomersheim und über 650 Mitarbeitenden an über 50 Standorten weltweit, hat sich einen Namen in der Maschinenbaubranche erarbeitet. Das Ziel von Paolo F. Bianchi ist es: die Marke elumatec weiter auszubauen und als Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Aluminium-, Kunststoff- und Stahlprofilen, zum Beispiel für den Fenster- und Fassadenbau, weltweit wieder an der Spitze zu platzieren.

1.Wann stehen Sie in der Regel morgens auf?

Um 6.00 Uhr morgens.

2. Sind Sie ein Frühstückstyp und falls ja, was geht immer?

Nicht viel, nur ein Joghurt.

3. Was ist Ihr Lieblings Büro-Outfit?

Geschäftskleidung / Business Outfit: Sakko, Krawatte usw.

4. Der erste Klick am Morgen, gilt welcher Seite?

Weltweite Nachrichten: Wirtschaft und Politik.

5. Zu welcher Tageszeit sind Sie am produktivsten?

Nachmittags.

6. Fixer Arbeitsplatz oder smart office?

Fixer Arbeitsplatz.

7. Digital Tools gibt es viele, welches ist Ihr Favorit?

Intelligente Konferenz- bzw. Meeting-Lösungen wie Teams, Zoom etc.

8. Wer war / ist für Sie ein Vorbild?

Niemand Bestimmtes, aber ich schätze Menschen, die Projekte bis zur letzten Phase realisieren können. Das kommt nicht so häufig vor.

9. Die beste Strategie gegen unproduktive Meetings?

Meetings sind nützlich, müssen aber effizient sein. Meiner Meinung nach sind die Dauer und die Häufigkeit klare Indikatoren für Effizienz/Ineffizienz.

10. Wie überleben Sie einen richtig schlechten Tag im Büro?

Viel Geduld aufbringen und einige Zeit nachdenken, bevor man reagiert.

11. Was inspiriert Sie?

Die Verantwortung und das Engagement gegenüber den Menschen, die an mich glauben.

12. Beruf und Familie lässt sich gut vereinbaren? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

In meinem persönlichen Fall ist das sehr schwierig, da ich 70 % der wöchentlichen Zeit im Ausland lebe. Es ist eine echte Aufgabe für mich und meine Familie.

13. Was ist Ihnen mal gehörig misslungen?

Wie jeder Mensch habe auch ich manchmal versagt bzw. es sind mir Dinge misslungen, als ich jünger und etwas naiv/unerfahren war, aber ich hatte nie Angst/Probleme zu sagen/zuzugeben: „Es war mein Fehler“.

14. Lieblingsfilm?

Comedies.

15. Wen würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie dann gerne mit dieser Person diskutieren?

Meine Familie – ich möchte mich entschuldigen, dass ich oft wenig Zeit für sie hatte. Ich hoffe, meine Liebsten wissen, warum ich all diese Anstrengungen unternommen habe – vor allem für sie.

16. Was wollten Sie als Kind werden?

Rennfahrer.

Angenommen Sie treffen auf eine fremde Person, die sie besser kennt, als Sie sich selbst, fänden Sie das spannend oder gruselig?

Spannend und aufregend.

Das Interview führte Tanja Meckler.

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