Zwischen Oscar-Glanz und Branchenrealität: Kinos im Südwesten noch nicht auf Vor-Corona-Niveau

Am 15. März 2026 werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Während weltweit der Film gefeiert wird, zeigt ein Blick auf Baden-Württemberg eine andere Realität: Die Kinobranche im Südwesten hat sich von den Einbrüchen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig erholt. Sowohl die Zahl der Kinos als auch Umsätze und Beschäftigung liegen weiterhin unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie.
Während in Hollywood die Oscars gefeiert werden, kämpft die Kinobranche vielerorts noch mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Foto: ©KI-gestützter Inhalt

12.03.2026

And the Oscar goes to …

Am 15. März 2026 werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Dieser glamouröse Anlass bietet die Möglichkeit, einen Blick auf die aktuelle Situation der Kinobranche Baden-Württembergs zu werfen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Anzahl der Rechtlichen Einheiten von Kinos in Baden-Württemberg im Jahr 2024 bei 117. Im Jahr 2018 wurden noch 131 Einheiten gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 10,7 %.

Der Umsatz der baden-württembergischen Kinobranche unterlag im Zeitraum von 2018 bis 2024 starken Schwankungen. Im Jahr 2018 wurde ein Umsatz von rund 144 Millionen Euro erzielt. Der 2020 verbuchte starke Umsatzeinbruch ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die anschließende Erholungsphase dauert weiterhin an. 2024 lag der Umsatz bei rund 125 Millionen Euro, was einem Rückstand von 13,1 % gegenüber dem Vor-Corona-Niveau entspricht.

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Kinobranche ist ebenfalls rückläufig. Während im Jahr 2018 noch 857 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche tätig waren, sank diese Zahl im Jahr 2024 auf 709. Dies entspricht einem Rückgang von 17,3 %.

pm / mm

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