17.07.2025
Gemeinsam mit Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin und Simon Schreiber, leitender Baudirektor von Vermögen und Bau Stuttgart, hat Minister Danyal Bayaz die neue rund 5.000 Quadratmeter große Anlage eingeweiht.

„Die Tiger Amazar und Noïa werden sicher Publikumslieblinge und die Anlage ein weiteres Highlight für die Besucherinnen und Besucher. In dem Besuchertunnel kommt man den Tigern faszinierend nah. Für die Wilhelma ist die neue Amur-Tiger-Anlage ein wichtiger Meilenstein, sie ist eine der modernsten Anlagen für Großkatzen in Europa“, so der Finanzminister.
Auf rund 5.000 Quadratmetern erstreckt sich die Anlage über eine terrassierte Hanglage. Naturnah gestaltet mit Höhlen, Wasserstellen und üppiger Vegetation aus dem fernen Osten, erinnert das Gelände an das ursprüngliche Habitat der Amur-Tiger – der größten und seltensten Tigerunterart der Welt.
„Unsere Neuankömmlinge sind 2023 zur Welt gekommen. Es dauert daher noch einige Zeit, bis beide geschlechtsreif sind. Mit drei Außengehegen, einem Offenstall und sechs großen Tigerboxen bieten wir beste Möglichkeiten für die Zucht der bedrohten Großkatze. Tiger leben eigentlich einzelgängerisch, so dass sie zur Paarung zusammengeführt werden müssen. Außerdem ist es notwendig, so lange ausreichend Platz für erwachsene Jungtiere zur Verfügung zu stellen, bis sie in einem anderen Zoo eine neue Heimat bekommen. Daher ist die Aufteilung der Anlage in mehrere Bereiche, die durch Schieber miteinander verbunden aber auch abgetrennt werden können, Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zucht“, so Thomas Kölpin, Wilhelma-Direktor.
Die neue Anlage ist auch ökologisch gebaut: Eine 900-Kubikmeter-Zisterne sammelt Regen- und Quellwasser für die Tierpflege. Eine Photovoltaikanlage auf den begrünten Dächern speist klimafreundlichen Strom ins Netz der Wilhelma ein.
Finanziert wurde das Projekt vom Land Baden-Württemberg mit rund 5,5 Millionen Euro. Eine weitere Million steuerte der Förderverein der Wilhelma bei.
Der Amur-Tiger ist die größte Unterart des Tigers. Seine natürlichen Vorkommen konzentrieren sich auf den äußersten Osten Russlands sowie die angrenzenden Gebiete in China und Nordkorea. In den 1940er Jahren war der Amur-Tiger wegen Lebensraumverlust und Wilderei fast ausgestorben. Weniger als 40 Tiere lebten noch in der Natur. Strenge Schutzmaßnahmen haben die Population auf mehrere Hundert Individuen anwachsen lassen. Trotzdem gilt er, wie alle Unterarten des Tigers, weiter als stark bedroht.
pm/tm
17.07.2025
Gemeinsam mit Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin und Simon Schreiber, leitender Baudirektor von Vermögen und Bau Stuttgart, hat Minister Danyal Bayaz die neue rund 5.000 Quadratmeter große Anlage eingeweiht.

„Die Tiger Amazar und Noïa werden sicher Publikumslieblinge und die Anlage ein weiteres Highlight für die Besucherinnen und Besucher. In dem Besuchertunnel kommt man den Tigern faszinierend nah. Für die Wilhelma ist die neue Amur-Tiger-Anlage ein wichtiger Meilenstein, sie ist eine der modernsten Anlagen für Großkatzen in Europa“, so der Finanzminister.
Auf rund 5.000 Quadratmetern erstreckt sich die Anlage über eine terrassierte Hanglage. Naturnah gestaltet mit Höhlen, Wasserstellen und üppiger Vegetation aus dem fernen Osten, erinnert das Gelände an das ursprüngliche Habitat der Amur-Tiger – der größten und seltensten Tigerunterart der Welt.
„Unsere Neuankömmlinge sind 2023 zur Welt gekommen. Es dauert daher noch einige Zeit, bis beide geschlechtsreif sind. Mit drei Außengehegen, einem Offenstall und sechs großen Tigerboxen bieten wir beste Möglichkeiten für die Zucht der bedrohten Großkatze. Tiger leben eigentlich einzelgängerisch, so dass sie zur Paarung zusammengeführt werden müssen. Außerdem ist es notwendig, so lange ausreichend Platz für erwachsene Jungtiere zur Verfügung zu stellen, bis sie in einem anderen Zoo eine neue Heimat bekommen. Daher ist die Aufteilung der Anlage in mehrere Bereiche, die durch Schieber miteinander verbunden aber auch abgetrennt werden können, Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zucht“, so Thomas Kölpin, Wilhelma-Direktor.
Die neue Anlage ist auch ökologisch gebaut: Eine 900-Kubikmeter-Zisterne sammelt Regen- und Quellwasser für die Tierpflege. Eine Photovoltaikanlage auf den begrünten Dächern speist klimafreundlichen Strom ins Netz der Wilhelma ein.
Finanziert wurde das Projekt vom Land Baden-Württemberg mit rund 5,5 Millionen Euro. Eine weitere Million steuerte der Förderverein der Wilhelma bei.
Der Amur-Tiger ist die größte Unterart des Tigers. Seine natürlichen Vorkommen konzentrieren sich auf den äußersten Osten Russlands sowie die angrenzenden Gebiete in China und Nordkorea. In den 1940er Jahren war der Amur-Tiger wegen Lebensraumverlust und Wilderei fast ausgestorben. Weniger als 40 Tiere lebten noch in der Natur. Strenge Schutzmaßnahmen haben die Population auf mehrere Hundert Individuen anwachsen lassen. Trotzdem gilt er, wie alle Unterarten des Tigers, weiter als stark bedroht.
pm/tm
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