25.03.2026
von Lothar Neff / Pforzheimer Zeitung
Pforzheim. Entspannt und gut gelaunt präsentierten Matthias Hümpfner, Vorstandsvorsitzender der Volksbank pur und Vorstandsmitglied Ralf Günther-Schmidt in der Karlsruher Firmenzentrale die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Und Hümpfner sprach am Freitag von Zahlen, die „Ausdruck erfolgreichen Tun und Handels“ seien.
Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Bewertung) kletterte deutlich um 27 Prozent auf 111 Millionen Euro – „das beste Ergebnis in der Geschichte der Bank“, unterstrich Günther-Schmidt. Im Oktober 2022 hatten die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, die Volksbank Pforzheim und die VR Bank Enz plus fusioniert. Der „Herr der Zahlen“ geht von einem Jahresüberschuss 2025 von 17 Millionen Euro (plus 1,2 Millionen) aus. Von diesem Erfolg sollen auch wieder die rund 152.000 Mitglieder (etwas weniger als im Vorjahr) profitieren: Die Volksbank pur will wie im Vorjahr eine Dividende von vier Prozent zahlen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung an die Mitglieder in Höhe von 5,6 Millionen Euro.
Der Zinsüberschuss kletterte um 10,4 Prozent auf 191 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 5,1 Prozent auf 75 Millionen Euro zu. Gleichzeitig wurden die Kosten gesenkt: Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 1,5 Millionen Euro. Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich deutlich auf 59,7 Prozent gegenüber 65,9 Prozent im Vorjahr.
In einem weiterhin von wirtschaftlicher Stagnation und hoher Verunsicherung geprägten Umfeld sei die Genossenschaftsbank 2025 im Kundengeschäft erfreulich gewachsen. Sowohl im Kreditgeschäft als auch auf der Einlagenseite verbuchte die Volksbank pur Zuwächse von fünf Prozent. Einen neuen Rekord gab es bei den Neuausleihungen: 1,4 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen hat sie an Unternehmen und Privatkunden ausgegeben – so viel wie noch nie. Im Zuge dieses lebhaften Kundengeschäfts stieg die Bilanzsumme um 4,3 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro.
An Selbstständige und Unternehmen hat die Volksbank pur insgesamt 624 Millionen Euro an neuen Krediten ausgegeben, knapp 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hümpfner warnt jedoch davor, daraus einen grundsätzlichen konjunkturellen Aufschwung abzuleiten: „Man darf sich von den Zahlen nicht blenden lassen. Bei den Finanzierungen handelt es sich häufig um Ersatz- und weniger um Wachstumsinvestitionen. Der Mittelstand ist nach wie vor abwartend und mit angezogener Handbremse unterwegs.“
Zum Ausblick: Was die langfristigen Auswirkungen des Nahostkriegs angeht, könne man noch keine verlässlichen Aussagen treffen, meinte der Vorstandschef. Der Blick auf die gestiegenen Benzin- und Energiepreise lasse freilich nichts Gutes erahnen. Besonders Speditionen und Pendler seien bereits massiv betroffen.
Haupttreiber bei den privaten Krediten war das Baufinanzierungsgeschäft. Die Neuausleihungen an Privatpersonen beliefen sich 2025 auf rund 800 Millionen Euro, rund 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Ein gegenüber den Vorjahren relativ konstantes Zinsniveau und eine moderate Entwicklung der Immobilienpreise haben dazu beigetragen, dass sich wieder mehr Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt haben“, berichtet Hümpfner. Dies schlägt sich auch positiv auf das Maklergeschäft der Volksbank pur Immobilien GmbH & Co. KG nieder: Sie hat im zurückliegenden Jahr 396 Immobilien (Vorjahr 351) mit einem Objektvolumen von rund 120 Millionen Euro vermittelt.
Die Kundeneinlagen stiegen um knapp 500 Millionen Euro auf 9,6 Milliarden Euro. Nachgefragt waren vor allem Tagesgelder und festverzinste Anlageformen mit überschaubarer Laufzeit. „Bei der Anlageentscheidung haben Sicherheit und Flexibilität oberste Priorität bei unseren Kundinnen und Kunden. Dass sie uns eine halbe Milliarde Euro an neuem Geld übertragen haben, ist ein ungemeiner Vertrauensbeweis.“
Die Volksbank pur beschäftigt 1306 Mitarbeitende (Vorjahr: 1364) inklusive 97 Auszubildende. Das bilanzielle Eigenkapital steigt um 57 Millionen Euro auf 1,19 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote liegt damit bei 16,8 Prozent, die Kernkapitalquote bei 15,6 Prozent.
Einen Rekordwert setzte die Volksbank pur 2025 auch bei der Förderung ehrenamtlicher und sozialer Arbeit in der Region: 1,6 Millionen Euro sind über Spenden und Sponsoring an Vereine und Institutionen geflossen.
25.03.2026
von Lothar Neff / Pforzheimer Zeitung
Pforzheim. Entspannt und gut gelaunt präsentierten Matthias Hümpfner, Vorstandsvorsitzender der Volksbank pur und Vorstandsmitglied Ralf Günther-Schmidt in der Karlsruher Firmenzentrale die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Und Hümpfner sprach am Freitag von Zahlen, die „Ausdruck erfolgreichen Tun und Handels“ seien.
Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Bewertung) kletterte deutlich um 27 Prozent auf 111 Millionen Euro – „das beste Ergebnis in der Geschichte der Bank“, unterstrich Günther-Schmidt. Im Oktober 2022 hatten die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, die Volksbank Pforzheim und die VR Bank Enz plus fusioniert. Der „Herr der Zahlen“ geht von einem Jahresüberschuss 2025 von 17 Millionen Euro (plus 1,2 Millionen) aus. Von diesem Erfolg sollen auch wieder die rund 152.000 Mitglieder (etwas weniger als im Vorjahr) profitieren: Die Volksbank pur will wie im Vorjahr eine Dividende von vier Prozent zahlen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung an die Mitglieder in Höhe von 5,6 Millionen Euro.
Der Zinsüberschuss kletterte um 10,4 Prozent auf 191 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 5,1 Prozent auf 75 Millionen Euro zu. Gleichzeitig wurden die Kosten gesenkt: Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 1,5 Millionen Euro. Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich deutlich auf 59,7 Prozent gegenüber 65,9 Prozent im Vorjahr.
In einem weiterhin von wirtschaftlicher Stagnation und hoher Verunsicherung geprägten Umfeld sei die Genossenschaftsbank 2025 im Kundengeschäft erfreulich gewachsen. Sowohl im Kreditgeschäft als auch auf der Einlagenseite verbuchte die Volksbank pur Zuwächse von fünf Prozent. Einen neuen Rekord gab es bei den Neuausleihungen: 1,4 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen hat sie an Unternehmen und Privatkunden ausgegeben – so viel wie noch nie. Im Zuge dieses lebhaften Kundengeschäfts stieg die Bilanzsumme um 4,3 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro.
An Selbstständige und Unternehmen hat die Volksbank pur insgesamt 624 Millionen Euro an neuen Krediten ausgegeben, knapp 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hümpfner warnt jedoch davor, daraus einen grundsätzlichen konjunkturellen Aufschwung abzuleiten: „Man darf sich von den Zahlen nicht blenden lassen. Bei den Finanzierungen handelt es sich häufig um Ersatz- und weniger um Wachstumsinvestitionen. Der Mittelstand ist nach wie vor abwartend und mit angezogener Handbremse unterwegs.“
Zum Ausblick: Was die langfristigen Auswirkungen des Nahostkriegs angeht, könne man noch keine verlässlichen Aussagen treffen, meinte der Vorstandschef. Der Blick auf die gestiegenen Benzin- und Energiepreise lasse freilich nichts Gutes erahnen. Besonders Speditionen und Pendler seien bereits massiv betroffen.
Haupttreiber bei den privaten Krediten war das Baufinanzierungsgeschäft. Die Neuausleihungen an Privatpersonen beliefen sich 2025 auf rund 800 Millionen Euro, rund 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Ein gegenüber den Vorjahren relativ konstantes Zinsniveau und eine moderate Entwicklung der Immobilienpreise haben dazu beigetragen, dass sich wieder mehr Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt haben“, berichtet Hümpfner. Dies schlägt sich auch positiv auf das Maklergeschäft der Volksbank pur Immobilien GmbH & Co. KG nieder: Sie hat im zurückliegenden Jahr 396 Immobilien (Vorjahr 351) mit einem Objektvolumen von rund 120 Millionen Euro vermittelt.
Die Kundeneinlagen stiegen um knapp 500 Millionen Euro auf 9,6 Milliarden Euro. Nachgefragt waren vor allem Tagesgelder und festverzinste Anlageformen mit überschaubarer Laufzeit. „Bei der Anlageentscheidung haben Sicherheit und Flexibilität oberste Priorität bei unseren Kundinnen und Kunden. Dass sie uns eine halbe Milliarde Euro an neuem Geld übertragen haben, ist ein ungemeiner Vertrauensbeweis.“
Die Volksbank pur beschäftigt 1306 Mitarbeitende (Vorjahr: 1364) inklusive 97 Auszubildende. Das bilanzielle Eigenkapital steigt um 57 Millionen Euro auf 1,19 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote liegt damit bei 16,8 Prozent, die Kernkapitalquote bei 15,6 Prozent.
Einen Rekordwert setzte die Volksbank pur 2025 auch bei der Förderung ehrenamtlicher und sozialer Arbeit in der Region: 1,6 Millionen Euro sind über Spenden und Sponsoring an Vereine und Institutionen geflossen.
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