22.09.2026
von Claudia Keller
Umgeben von den bewaldeten Hängen des Schwarzwalds liegt das 5 Sterne Superior Hotel Traube Tonbach in einem ruhigen Tal in Baiersbronn. Seit mehr als 235 Jahren steht der bekannte Familienbetrieb für besondere Gastfreundschaft, kulinarische Genüsse und Erholung inmitten einer reizvollen Landschaft. Ein Haus mit einer so langen Geschichte muss sich immer wieder den Anforderungen der Zeit stellen. Inhaberfamilie Finkbeiner hat im Januar 2026 eine umfassende Modernisierung des Haupthauses gestartet und nun, kurz vor Abschluss des ersten Bauabschnitts, einen Einblick in die neugestalteten Bereiche gewährt.

Zwei Baukräne sind im Außenbereich noch zu sehen, doch der Gast bekommt sonst nur wenig von den Umbaumaßnahmen in der Traube Tonbach mit. „Aus 28 Zimmern sind 18 geworden“, berichtet Hotelier und geschäftsführender Gesellschafter Sebastian Finkbeiner über den ersten Bauabschnitt, der vor allem die Zimmer und Suiten im Rinkenkopf-Trakt betraf. Insgesamt verfügt die Traube Tonbach über rund 110 Zimmer und Suiten.
Für die Gäste bedeutet die Modernisierung mit Reduzierung der Zimmeranzahl mehr Platz und mehr Aufenthaltsqualität, insbesondere für Familien. Architekt Tobias Hamm von der ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart berichtet, dass dafür nebeneinander oder übereinander liegende Zimmer zusammengelegt wurden. Das Architekturbüro begleitet die Projekte von Familie Finkbeiner schon seit vielen Jahren. Die örtliche Bauleitung übernahmen die Baiersbronner Architekten Rainer Günter und Jochen Asal. Großer Wert wurde auf die Beteiligung von Betrieben aus der Umgebung gelegt, die teilweise seit Jahrzehnten Partner des Hotelbetriebs sind. „Das stärkt die eigene Region“, sagt Sebastian Finkbeiner. „Für uns ist es auch essenziell, Partner zu haben, falls es mal hart auf hart kommt.“ Gerade bei Stromausfall oder einem Wasserrohrbruch sei es wichtig, Ansprechpartner aus dem Ort zu haben, die auch kurzfristig reagieren können. Die Verbundenheit mit der Region zeigt sich aber nicht nur in der Auswahl der Handwerksbetriebe. Mit rund 280 Beschäftigten zählt die Traube Tonbach auch zu den größten Arbeitgebern in Baiersbronn.

Tradition trifft auf Zukunft
Familie Finkbeiner bezeichnet die Maßnahme als größte Modernisierung in der Geschichte des Traditionshauses. Schon vor geraumer Zeit wurde eine grundlegende Modernisierung angepeilt. Diese musste allerdings zurückgestellt werden, da das direkt gegenüberliegende Stammhaus im Jahr 2020 durch einen Brand zerstört und komplett wieder aufgebaut wurde. Erst danach wurden die Planungen für das Haupthaus wieder vorangetrieben, so dass die Maßnahme schließlich im Januar 2026 gestartet werden konnte. Weil sich, wie so oft bei Altbauten, die Bausubstanz aus den 1950er-Jahren nicht überall wie erwartet erwies, erlebten die Planer so manche Überraschung.

„Es war eine herausfordernde Zeit, wir mussten mehrmals umplanen, als bereits gebaut wurde“, sagt Architekt Tobias Hamm. Eine Herausforderung sei auch der Umbau im laufenden Betrieb gewesen, denn die Gäste sollten schließlich möglichst wenig von der Maßnahme mitbekommen. Und so wurden besonders lärmintensive Arbeiten überwiegend in die zehntägige Betriebspause im Januar gelegt. Außerdem wurden die Baubereiche konsequent abgeschirmt. Nebenbei wurde die Baustelle auch zu einem eigenen Programmpunkt. Gerade die Stammgäste zeigten sich interessiert, weshalb es regelmäßig Informationen beim Aperitif gibt.
Die Gäste des Luxushotels kommen aus Deutschland, Europa und verschiedenen Überseeländern und unterscheiden sich saisonal deutlich. „In den Schulferien verjüngt sich das Publikum“, sagt Hotelier und geschäftsführender Gesellschafter Matthias Finkbeiner. „Da sind schon mal 60 Kinder mit ihren Eltern hier.“ Familie Finkbeiner stellt zudem Veränderungen im Reiseverhalten fest und führt das nicht zuletzt auf die angenehmen Sommertemperaturen im Schwarzwald zurück. Während der August vor wenigen Jahren noch der schwächste Monat war, sei er inzwischen zum stärksten Monat geworden.

Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden die Zimmer komplett auf den Rohbauzustand zurückgebaut und teilweise neu zugeschnitten. Bei der Neugestaltung der Zimmer und Suiten kamen hochwertige Materialien in warmen Farben zum Einsatz, wie Holz, textile Materialien und zurückhaltende Steinmaterialien. Das neue Erscheinungsbild ist modern, gemütlich und zugleich zeitlos. „Wonach wir streben, ist Qualität und Langlebigkeit – das ist für mich die beste Nachhaltigkeit“, sagt Hotelière und Geschäftsführerin Renate Finkbeiner. „Wir haben uns ein Stück weit vom alten Stil verabschiedet“, erklärt Matthias Finkbeiner. Auch von außen wird die Veränderung sichtbar, denn die neuen Zimmer haben vergrößerte Balkone erhalten. Dank Überdachung kann sich der Gast auch bei Regen draußen aufhalten, den Ausblick genießen oder den Ziegen am gegenüberliegenden Hang beim Grasen zuschauen. Die dunklen Hölzer, die früher dem Blick in die schöne Landschaft im Weg waren, sind filigranen Balkonstreben gewichen. Der harmonische Schwung der neu gestalteten Balkone soll auf das ganze Haus ausgedehnt werden, so dass wieder ein einheitliches Bild entsteht.

Trotz aller Veränderung galt es, stilprägende Elemente beizubehalten, schließlich hat die Traube Tonbach viele treue Stammgäste. So sind beispielsweise die schönen alten, massiven Zimmertüren weiterhin im Einsatz. Außerdem konnten rund 6.000 handgeblasene Glastropfen erhalten bleiben. Ein großer Teil davon soll demnächst an der neuen Kassettendecke im Hausgastrestaurant Silberberg einen neuen Auftritt erhalten. Das Restaurant wurde im ersten Bauabschnitt ebenfalls neu gestaltet und strukturiert. Bislang sind etwa zwei Drittel des neuen Restaurants fertiggestellt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Silberberg rund 220 Sitzplätze bieten. Zusätzlich ist bereits eine großzügige Terrasse mit 80 Außenplätzen entstanden, so dass bei gutem Wetter auch draußen gegessen werden kann. Auch beim gastronomischen Angebot wird Wert auf Qualität und Vielfalt gelegt. Im Silberberg erwartet die Gäste am Morgen ein umfangreiches Frühstücksbuffet und am Nachmittag ein Snack für den kleinen Hunger. Am Abend wird den Hausgästen ein wechselndes mehrgängiges Menü mit unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten serviert, ergänzt durch eine Käseauswahl vom Buffet. Die passende Weinauswahl wird durch einen Sommelier vorgestellt. Die Atmosphäre im Restaurant ist angenehm und entspannt, der Service persönlich und aufmerksam.

Auch abseits der Restaurants bietet die Traube Tonbach ihren Gästen zahlreiche Möglichkeiten, den Aufenthalt abwechslungsreich zu gestalten. Das Schwimmbecken mit Blick ins Tonbachtal und der Wellnessbereich lädt zum Entspannen ein, während umfangreiche Sport- und Fitnessangebote sowie geführte Wanderungen und Ausflüge für Bewegung sorgen. Für Familien gibt es zudem eine umfassende Kinderbetreuung im Traube Kids Court, mit Indoor-Spielplatz und verschiedenen Aktivitäten.
Familie Finkbeiner hat für den ersten Bauabschnitt rund 14,8 Millionen Euro in die Hand genommen. Darin eingeschlossen waren im energetischen Konzept Arbeiten an der Gebäudehülle und der technischen Infrastruktur. Dazu gehörten eine verbesserte Dämmung, die Klimatisierung der Zimmer, Wärmepumpen zur Ergänzung des Blockheizkraftwerks und ein erneuertes Brandschutzkonzept.
Die umfassenden Modernisierungsmaßnahmen werden im nächsten Jahr zunächst pausieren. Danach sollen drei weitere Bauabschnitte folgen.
Ganz aktuell kann sich die Traube Tonbach über eine besondere Auszeichnung freuen. Der Guide MICHELIN zeichnete das Traditionshotel erneut mit drei MICHELIN Keys aus. Damit gehört das Haus zu aktuell nur sechs Hotels in Deutschland mit der höchsten Auszeichnung des Hotelguides. Weltweit haben aktuell nur 155 Häuser drei MICHELIN Keys.

22.09.2026
von Claudia Keller
Umgeben von den bewaldeten Hängen des Schwarzwalds liegt das 5 Sterne Superior Hotel Traube Tonbach in einem ruhigen Tal in Baiersbronn. Seit mehr als 235 Jahren steht der bekannte Familienbetrieb für besondere Gastfreundschaft, kulinarische Genüsse und Erholung inmitten einer reizvollen Landschaft. Ein Haus mit einer so langen Geschichte muss sich immer wieder den Anforderungen der Zeit stellen. Inhaberfamilie Finkbeiner hat im Januar 2026 eine umfassende Modernisierung des Haupthauses gestartet und nun, kurz vor Abschluss des ersten Bauabschnitts, einen Einblick in die neugestalteten Bereiche gewährt.

Zwei Baukräne sind im Außenbereich noch zu sehen, doch der Gast bekommt sonst nur wenig von den Umbaumaßnahmen in der Traube Tonbach mit. „Aus 28 Zimmern sind 18 geworden“, berichtet Hotelier und geschäftsführender Gesellschafter Sebastian Finkbeiner über den ersten Bauabschnitt, der vor allem die Zimmer und Suiten im Rinkenkopf-Trakt betraf. Insgesamt verfügt die Traube Tonbach über rund 110 Zimmer und Suiten.
Für die Gäste bedeutet die Modernisierung mit Reduzierung der Zimmeranzahl mehr Platz und mehr Aufenthaltsqualität, insbesondere für Familien. Architekt Tobias Hamm von der ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart berichtet, dass dafür nebeneinander oder übereinander liegende Zimmer zusammengelegt wurden. Das Architekturbüro begleitet die Projekte von Familie Finkbeiner schon seit vielen Jahren. Die örtliche Bauleitung übernahmen die Baiersbronner Architekten Rainer Günter und Jochen Asal. Großer Wert wurde auf die Beteiligung von Betrieben aus der Umgebung gelegt, die teilweise seit Jahrzehnten Partner des Hotelbetriebs sind. „Das stärkt die eigene Region“, sagt Sebastian Finkbeiner. „Für uns ist es auch essenziell, Partner zu haben, falls es mal hart auf hart kommt.“ Gerade bei Stromausfall oder einem Wasserrohrbruch sei es wichtig, Ansprechpartner aus dem Ort zu haben, die auch kurzfristig reagieren können. Die Verbundenheit mit der Region zeigt sich aber nicht nur in der Auswahl der Handwerksbetriebe. Mit rund 280 Beschäftigten zählt die Traube Tonbach auch zu den größten Arbeitgebern in Baiersbronn.

Tradition trifft auf Zukunft
Familie Finkbeiner bezeichnet die Maßnahme als größte Modernisierung in der Geschichte des Traditionshauses. Schon vor geraumer Zeit wurde eine grundlegende Modernisierung angepeilt. Diese musste allerdings zurückgestellt werden, da das direkt gegenüberliegende Stammhaus im Jahr 2020 durch einen Brand zerstört und komplett wieder aufgebaut wurde. Erst danach wurden die Planungen für das Haupthaus wieder vorangetrieben, so dass die Maßnahme schließlich im Januar 2026 gestartet werden konnte. Weil sich, wie so oft bei Altbauten, die Bausubstanz aus den 1950er-Jahren nicht überall wie erwartet erwies, erlebten die Planer so manche Überraschung.

„Es war eine herausfordernde Zeit, wir mussten mehrmals umplanen, als bereits gebaut wurde“, sagt Architekt Tobias Hamm. Eine Herausforderung sei auch der Umbau im laufenden Betrieb gewesen, denn die Gäste sollten schließlich möglichst wenig von der Maßnahme mitbekommen. Und so wurden besonders lärmintensive Arbeiten überwiegend in die zehntägige Betriebspause im Januar gelegt. Außerdem wurden die Baubereiche konsequent abgeschirmt. Nebenbei wurde die Baustelle auch zu einem eigenen Programmpunkt. Gerade die Stammgäste zeigten sich interessiert, weshalb es regelmäßig Informationen beim Aperitif gibt.
Die Gäste des Luxushotels kommen aus Deutschland, Europa und verschiedenen Überseeländern und unterscheiden sich saisonal deutlich. „In den Schulferien verjüngt sich das Publikum“, sagt Hotelier und geschäftsführender Gesellschafter Matthias Finkbeiner. „Da sind schon mal 60 Kinder mit ihren Eltern hier.“ Familie Finkbeiner stellt zudem Veränderungen im Reiseverhalten fest und führt das nicht zuletzt auf die angenehmen Sommertemperaturen im Schwarzwald zurück. Während der August vor wenigen Jahren noch der schwächste Monat war, sei er inzwischen zum stärksten Monat geworden.

Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden die Zimmer komplett auf den Rohbauzustand zurückgebaut und teilweise neu zugeschnitten. Bei der Neugestaltung der Zimmer und Suiten kamen hochwertige Materialien in warmen Farben zum Einsatz, wie Holz, textile Materialien und zurückhaltende Steinmaterialien. Das neue Erscheinungsbild ist modern, gemütlich und zugleich zeitlos. „Wonach wir streben, ist Qualität und Langlebigkeit – das ist für mich die beste Nachhaltigkeit“, sagt Hotelière und Geschäftsführerin Renate Finkbeiner. „Wir haben uns ein Stück weit vom alten Stil verabschiedet“, erklärt Matthias Finkbeiner. Auch von außen wird die Veränderung sichtbar, denn die neuen Zimmer haben vergrößerte Balkone erhalten. Dank Überdachung kann sich der Gast auch bei Regen draußen aufhalten, den Ausblick genießen oder den Ziegen am gegenüberliegenden Hang beim Grasen zuschauen. Die dunklen Hölzer, die früher dem Blick in die schöne Landschaft im Weg waren, sind filigranen Balkonstreben gewichen. Der harmonische Schwung der neu gestalteten Balkone soll auf das ganze Haus ausgedehnt werden, so dass wieder ein einheitliches Bild entsteht.

Trotz aller Veränderung galt es, stilprägende Elemente beizubehalten, schließlich hat die Traube Tonbach viele treue Stammgäste. So sind beispielsweise die schönen alten, massiven Zimmertüren weiterhin im Einsatz. Außerdem konnten rund 6.000 handgeblasene Glastropfen erhalten bleiben. Ein großer Teil davon soll demnächst an der neuen Kassettendecke im Hausgastrestaurant Silberberg einen neuen Auftritt erhalten. Das Restaurant wurde im ersten Bauabschnitt ebenfalls neu gestaltet und strukturiert. Bislang sind etwa zwei Drittel des neuen Restaurants fertiggestellt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Silberberg rund 220 Sitzplätze bieten. Zusätzlich ist bereits eine großzügige Terrasse mit 80 Außenplätzen entstanden, so dass bei gutem Wetter auch draußen gegessen werden kann. Auch beim gastronomischen Angebot wird Wert auf Qualität und Vielfalt gelegt. Im Silberberg erwartet die Gäste am Morgen ein umfangreiches Frühstücksbuffet und am Nachmittag ein Snack für den kleinen Hunger. Am Abend wird den Hausgästen ein wechselndes mehrgängiges Menü mit unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten serviert, ergänzt durch eine Käseauswahl vom Buffet. Die passende Weinauswahl wird durch einen Sommelier vorgestellt. Die Atmosphäre im Restaurant ist angenehm und entspannt, der Service persönlich und aufmerksam.

Auch abseits der Restaurants bietet die Traube Tonbach ihren Gästen zahlreiche Möglichkeiten, den Aufenthalt abwechslungsreich zu gestalten. Das Schwimmbecken mit Blick ins Tonbachtal und der Wellnessbereich lädt zum Entspannen ein, während umfangreiche Sport- und Fitnessangebote sowie geführte Wanderungen und Ausflüge für Bewegung sorgen. Für Familien gibt es zudem eine umfassende Kinderbetreuung im Traube Kids Court, mit Indoor-Spielplatz und verschiedenen Aktivitäten.
Familie Finkbeiner hat für den ersten Bauabschnitt rund 14,8 Millionen Euro in die Hand genommen. Darin eingeschlossen waren im energetischen Konzept Arbeiten an der Gebäudehülle und der technischen Infrastruktur. Dazu gehörten eine verbesserte Dämmung, die Klimatisierung der Zimmer, Wärmepumpen zur Ergänzung des Blockheizkraftwerks und ein erneuertes Brandschutzkonzept.
Die umfassenden Modernisierungsmaßnahmen werden im nächsten Jahr zunächst pausieren. Danach sollen drei weitere Bauabschnitte folgen.
Ganz aktuell kann sich die Traube Tonbach über eine besondere Auszeichnung freuen. Der Guide MICHELIN zeichnete das Traditionshotel erneut mit drei MICHELIN Keys aus. Damit gehört das Haus zu aktuell nur sechs Hotels in Deutschland mit der höchsten Auszeichnung des Hotelguides. Weltweit haben aktuell nur 155 Häuser drei MICHELIN Keys.

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