29.09.2025
von Claudia Keller
Beim Presserundgang durch die neuen Räumlichkeiten des Integrierten Notfallzentrums sah eigentlich alles schon fertig aus. Nur beim genaueren Hinschauen wurde deutlich, dass wenige Tage vor dem geplanten Start noch kleinere Arbeiten erledigt werden müssen, wie das Anbringen der Verkleidung an manchen Türrahmen. „Die Schiebetüren kommen nächste Woche“, zeigte sich Dr. Björn Bergau, Leiter des Integrierten Notfallzentrums, optimistisch. „Wir wollen hier am 1. Oktober live gehen.“ Karlsruhes Bürgermeisterin Bettina Lisbach, die auch Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Karlsruhe ist, betonte, dass nun ein neues Kapitel für die Notfallversorgung beginnt. Das bisherige Zentrum für integrierte Akut- und Notfallmedizin (ZiAN) werde nun zum Integrierten Notfallzentrum (INZ). „Ein Ort, an dem Patientinnen und Patienten weiterhin mit guter Qualität, aber effizienter behandelt werden“, erklärte sie. „Damit setzt das Städtische Klinikum frühzeitig ein Konzept um, das schon lange im Zuge der Krankenhausreform diskutiert wird. Wir sind da ganz vorne mit dabei.“

Lisbach legte dar, dass im neuen INZ, die Notaufnahme und die Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung sehr eng miteinander verbunden sind. „Hier arbeiten Fachärzte und Fachärztinnen aus verschiedenen Bereichen im engen Austausch miteinander“, sagte sie. Die Patientinnen und Patienten werden an zentraler Stelle aufgenommen und können nach einer medizinischen Ersteinschätzung effizient weitervermittelt werden. „So wird sichergestellt, dass alle Patientinnen und Patienten im Notfall die optimale medizinische Versorgung erhalten“, sagte die Bürgermeisterin. „Der Vorteil ist, dass alle Anlaufstellen eng beieinander liegen. Das hilft die Wegezeit und Wartezeit zu verkürzen.“ Patientinnen und Patienten mit weniger akuten Beschwerden können im Haus weitervermittelt werden, so dass sich die Notaufnahme auf die dringendsten Fälle konzentrieren kann. Lisbach betonte, dass das Personal im INZ aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen eng zusammenarbeitet.
„Wir haben jetzt den ersten Bauabschnitt fast vollständig geschafft“, sagte die Bürgermeisterin und kündigte gleich den nächsten Bauabschnitt an. Neu entstanden sind 17 Behandlungs- und Untersuchungsräume, davon vier Infekt-Räume mit Schleusen, die bei Bedarf zu einem separaten Infekt-Bereich abgetrennt werden können. Im neuen Warteraum steht den Patientinnen und Patienten ein Wasserspender zur Verfügung. Zudem ergänzt ein neuer Schockraum zur Erstversorgung für akut lebensbedrohlich Erkrankte oder Schwerverletzte, die beiden vorhandenen Schockräume.
Im zweiten Bauabschnitt soll eine neue Patientenanmeldung, sowie ein neuer Bereich für die Ersteinschätzung von Patientinnen und Patienten realisiert werden. Zudem wird die Wegeführung geändert, so dass Erkrankte, die liegend zugefahren werden, einen anderen Zugang haben als Patientinnen und Patienten, die laufend in das INZ kommen können.
Dr. Bergau scherzte, dass er in den letzten zwei Jahren das Stethoskop manchmal mit dem Zollstock ausgetauscht habe. Erste Planungen seien mit Post-it Zetteln erfolgt, später sei man auf Butterbrotpapier umgestiegen. Der Mediziner führte mit ansteckender Begeisterung durch das neue INZ und machte unter anderem auf das Farbkonzept aufmerksam. Ein rotes Farbband an der Wand steht für High Care und den Schockraum, Blau für den Wartebereich der Patientinnen und Patienten, die nicht in einer akut lebensbedrohlichen Situation sind und Orange für den Infekt-Bereich.
Stefan Binder, Leiter der Abteilung Planung und Bau am Klinikum Karlsruhe teilte mit, dass für beide Bauabschnitte zusammen rund zehn Millionen Euro in die Hand genommen werden. Der erste Bauabschnitt wurde vor fast zwei Jahren begonnen, der zweite Bauabschnitt ist weniger umfangreich und soll bereits im Sommer 2026 fertiggestellt werden.

Alle Fotos: Tilo Keller
29.09.2025
von Claudia Keller
Beim Presserundgang durch die neuen Räumlichkeiten des Integrierten Notfallzentrums sah eigentlich alles schon fertig aus. Nur beim genaueren Hinschauen wurde deutlich, dass wenige Tage vor dem geplanten Start noch kleinere Arbeiten erledigt werden müssen, wie das Anbringen der Verkleidung an manchen Türrahmen. „Die Schiebetüren kommen nächste Woche“, zeigte sich Dr. Björn Bergau, Leiter des Integrierten Notfallzentrums, optimistisch. „Wir wollen hier am 1. Oktober live gehen.“ Karlsruhes Bürgermeisterin Bettina Lisbach, die auch Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Karlsruhe ist, betonte, dass nun ein neues Kapitel für die Notfallversorgung beginnt. Das bisherige Zentrum für integrierte Akut- und Notfallmedizin (ZiAN) werde nun zum Integrierten Notfallzentrum (INZ). „Ein Ort, an dem Patientinnen und Patienten weiterhin mit guter Qualität, aber effizienter behandelt werden“, erklärte sie. „Damit setzt das Städtische Klinikum frühzeitig ein Konzept um, das schon lange im Zuge der Krankenhausreform diskutiert wird. Wir sind da ganz vorne mit dabei.“

Lisbach legte dar, dass im neuen INZ, die Notaufnahme und die Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung sehr eng miteinander verbunden sind. „Hier arbeiten Fachärzte und Fachärztinnen aus verschiedenen Bereichen im engen Austausch miteinander“, sagte sie. Die Patientinnen und Patienten werden an zentraler Stelle aufgenommen und können nach einer medizinischen Ersteinschätzung effizient weitervermittelt werden. „So wird sichergestellt, dass alle Patientinnen und Patienten im Notfall die optimale medizinische Versorgung erhalten“, sagte die Bürgermeisterin. „Der Vorteil ist, dass alle Anlaufstellen eng beieinander liegen. Das hilft die Wegezeit und Wartezeit zu verkürzen.“ Patientinnen und Patienten mit weniger akuten Beschwerden können im Haus weitervermittelt werden, so dass sich die Notaufnahme auf die dringendsten Fälle konzentrieren kann. Lisbach betonte, dass das Personal im INZ aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen eng zusammenarbeitet.
„Wir haben jetzt den ersten Bauabschnitt fast vollständig geschafft“, sagte die Bürgermeisterin und kündigte gleich den nächsten Bauabschnitt an. Neu entstanden sind 17 Behandlungs- und Untersuchungsräume, davon vier Infekt-Räume mit Schleusen, die bei Bedarf zu einem separaten Infekt-Bereich abgetrennt werden können. Im neuen Warteraum steht den Patientinnen und Patienten ein Wasserspender zur Verfügung. Zudem ergänzt ein neuer Schockraum zur Erstversorgung für akut lebensbedrohlich Erkrankte oder Schwerverletzte, die beiden vorhandenen Schockräume.
Im zweiten Bauabschnitt soll eine neue Patientenanmeldung, sowie ein neuer Bereich für die Ersteinschätzung von Patientinnen und Patienten realisiert werden. Zudem wird die Wegeführung geändert, so dass Erkrankte, die liegend zugefahren werden, einen anderen Zugang haben als Patientinnen und Patienten, die laufend in das INZ kommen können.
Dr. Bergau scherzte, dass er in den letzten zwei Jahren das Stethoskop manchmal mit dem Zollstock ausgetauscht habe. Erste Planungen seien mit Post-it Zetteln erfolgt, später sei man auf Butterbrotpapier umgestiegen. Der Mediziner führte mit ansteckender Begeisterung durch das neue INZ und machte unter anderem auf das Farbkonzept aufmerksam. Ein rotes Farbband an der Wand steht für High Care und den Schockraum, Blau für den Wartebereich der Patientinnen und Patienten, die nicht in einer akut lebensbedrohlichen Situation sind und Orange für den Infekt-Bereich.
Stefan Binder, Leiter der Abteilung Planung und Bau am Klinikum Karlsruhe teilte mit, dass für beide Bauabschnitte zusammen rund zehn Millionen Euro in die Hand genommen werden. Der erste Bauabschnitt wurde vor fast zwei Jahren begonnen, der zweite Bauabschnitt ist weniger umfangreich und soll bereits im Sommer 2026 fertiggestellt werden.

Alle Fotos: Tilo Keller
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