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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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KIT geht in die Diversity-Offensive

Mit der Verabschiedung eines „Diversity Statement“ hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Umgang mit der Vielfalt seiner fast 10 000 Beschäftigten auf eine neue Grundlage gestellt. Ein Zeichen für Vielfalt setzt der Präsident KIT Professor Holger Hanselka auch persönlich: Als Schirmherr unterstützt er den Karlsruher Christopher Street Day (CSD) am 4. Juni 2022.
Viele Farben, ein Gesamtbild: Mit seiner neuen Diversity-Strategie richtet Karlsruhes größter Arbeitgeber den Umgang mit Vielfalt ganzheitlich aus. Bild: Tanja Meißner, KIT

Um die Wertschätzung des Themas Diversität auch nach außen sichtbar zu machen, wird das KIT, nach eigenen Angaben, in Kürze der 2006 gegründeten Arbeitgeberinitiative „Charta der Vielfalt“ beitreten. Mit Unterzeichnung der Charta erklären Arbeitgeber, dass sie Chancengleichheit für ihre Beschäftigten herstellen beziehungsweise fördern werden, unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung. 

„Die Vielfalt unserer Beschäftigten und Studierenden ist unsere Stärke. Vielfalt bringt uns voran – in Forschung, Lehre und Innovation sowie im gesellschaftlichen Miteinander. Als Präsident des KIT ist es mir deshalb eine große Ehre, Schirmherr des diesjährigen Christopher Street Day in Karlsruhe zu sein und die LGBTQ-Community in ihrem Kampf um gleiche Chancen und Rechte zu unterstützen.“
Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT

Vielfalt, Offenheit und Transparenz sind am KIT Werte, an denen wir uns täglich orientieren. Wie unsere pluralistische Gesellschaft insgesamt, lebt auch die Wissenschaft von gegenseitigem Respekt und dem Anerkennen von Unterschieden. Mit dem jetzt verabschiedeten Diversity Statement des KIT wollen wir noch stärker als bisher individuelle Lebensentwürfe und -situationen ermöglichen und noch mehr Diversity-Kompetenz entwickeln.

 Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT

Das Diversity Statement des KIT bündelt bestehende wie künftige Aktivitäten: Im Handlungsfeld „Individuelle Lebensentwürfe ermöglichen und Lebenssituationen berücksichtigen“ stehen Angebote zur Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf im Mittelpunkt. Hier geht es zum Beispiel um mobiles Arbeiten, Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen – aber auch um die Teilhabe von Menschen mit Sehbeeinträchtigung, die das Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Technologien ACCESS@KIT unterstützt. Im Handlungsfeld „Transparente und faire Rahmenbedingungen schaffen“ beschreiben Leitlinien und Selbstverpflichtungen, welche Anforderungen es etwa für Entfristungen gibt oder wie planbare Karrierewege am KIT aussehen. Des Weiteren helfen systematische und transparente Personalauswahlverfahren, die eigene Karriere am KIT optimal zu planen. Im Handlungsfeld „Diversity-Kompetenzen entwickeln“ werden mittels E-Learning-Modulen und Workshops einschlägige Handlungskompetenzen, etwa zum „Unconscious Bias“ („Unbewusste Voreingenommenheit“), vermittelt – so auch im Rahmen des bundesweiten „Diversity Day“ am 31. Mai.

Strategische Schwerpunkte setzt die Diversity-Strategie des KIT bei der Chancengleichheit und der Internationalisierung. Die Anstrengungen zur KIT-weiten Stärkung der Chancengleichheit von Männern und Frauen spiegeln sich unter anderem in drei Vorhaben wider, die seit 2019 als Teil der Exzellenzstrategie des KIT durchgeführt werden: Im Rahmen von „Gender Equity 1“ werden seit Herbst 2021 insgesamt 14 fachspezifische Chancengleichheitsaktivitäten gefördert. Diese reichen von Rekrutierungsmaßnahmen für verschiedene Karrierestufen über den Aufbau von Netzwerken für Wissenschaftlerinnen bis zur Analyse und Optimierung von Arbeitsbedingungen unter dem Aspekt der Chancengleichheit. Im Fokus von „Gender Equity 2“ stehen dagegen die Gewinnung von Professorinnen sowie das Vernetzen von Wissenschaftlerinnen. Das ambitionierte „100-Professuren-Programm“ sieht einen Anteil von 40 Prozent Frauen unter den Neuberufenen vor. Maßgeblich soll dies dazu beitragen, dass bis 2030 mindestens jede fünfte Professur am KIT von einer Frau besetzt wird. 

Zweiter Schwerpunkt des Diversity Statement ist die Internationalisierung. Am KIT forschen, lehren, arbeiten und studieren Menschen aus mehr als 120 Ländern. Die zahlreichen Mehrwerte dieser kulturellen Vielfalt hebt das KIT in seiner 2018 verabschiedeten Internationalisierungsstrategie hervor. Darüber hinaus nimmt das KIT seine gesellschaftliche Verantwortung über die nationalen Grenzen hinaus wahr, zum Beispiel in den europäischen Verbünden Eucor und EPICUR. Umfangreiche Willkommens- und Integrationsangebote für internationale Forschende und Studierende sind deshalb ein selbstverständlicher Bestandteil der neuen Diversity-Strategie. 

pm/tm

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