Gastronomie erhält steuerliche Erleichterung: Sieben Prozent Hoffnung

Zum Jahresbeginn 2026 setzt die Bundesregierung ein lange angekündigtes Vorhaben um: Für Speisen in der Gastronomie gilt künftig einheitlich der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent – unabhängig davon, ob sie im Restaurant verzehrt oder mitgenommen werden.
Die Gastronomie wird steuerlich entlastet – ob und wie stark Gäste davon profitieren, wird sich ab 2026 zeigen. Foto: © DEHOGA/Cordula Giese

05.01.2026

Für eine Branche, die seit Jahren unter hohem Kostendruck steht, ist das mehr als eine steuerliche Korrektur.

Die Gastronomie kämpft noch immer mit den Folgen der Pandemie, steigenden Energie- und Personalkosten sowie zurückhaltenden Gästen. Viele Betriebe konnten Preiserhöhungen nur begrenzt weitergeben. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass die Entlastung nun etwas Luft verschafft.

Dass sie auch bei den Gästen ankommen kann, zeigt McDonald’s Deutschland: Der Konzern hat angekündigt ab Januar 2026 die unverbindlichen Preisempfehlungen für mehrere stark nachgefragte Menüs, teils deutlich zu senken.

Bemerkenswert ist, dass die Senkung auch für To-go und McDrive gilt – obwohl dort bereits zuvor sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig waren. Das Signal ist klar: Die Entlastung soll nicht in der Kalkulation verschwinden.

Der Branchenverband DEHOGA spricht von einem wichtigen Durchbruch. „Diese enorm wichtige Verbesserung der Rahmenbedingungen sorgt in unserer Branche, aber auch bei unseren Zulieferern und in der gesamten Tourismuswirtschaft für neue Zuversicht“, betont DEHOGA-Landesvorsitzender Hans-Ulrich Kauderer.Die einheitliche Besteuerung beseitige Wettbewerbsverzerrungen, schaffe Planungssicherheit und stärke Investitionen. Auch politisch hat die Entscheidung Gewicht: Die Bundesregierung hält ein zentrales Versprechen aus dem Koalitionsvertrag.

Ob die sieben Prozent langfristig zu niedrigeren Preisen, mehr Investitionen oder schlicht zum Überleben vieler Betriebe beitragen, wird sich zeigen. Für den Moment aber gilt: Selten hat eine Steuerfrage in der Gastronomie so viel Zuversicht ausgelöst.

pm/tm

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