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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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Die Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) Baden-Württemberg verbuchten im Corona-Jahr 2020 66 Prozent weniger Gäste

Zu den Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) Baden-Württemberg zählen insgesamt 62 historische Monumente. Normalerweise öffnen sie für die Bevölkerung gerne Türen und Tore und sehen dies auch als eine wesentliche Aufgabe. Das Corona-Jahr 2020 forderte aber zeitweise Schließungen und umfangreiche Infektionsschutz-Maßnahmen. Diese erklären den drastischen Besucherrückgang um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2019.
Kloster Maulbronn Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Die Corona-Pandemie schlug sich deutlich auf die Zahl der Besucher und Besucherinnen nieder. Rund 1,32 Millionen Menschen haben im zurückliegenden Jahr die Schlösser, Burgen, Klöster und Gärten des Landes besucht. 2019 lag die Zahl bei knapp 3,9 Millionen Gästen.

Unsere historischen Stätten sind im vergangenen Jahr noch authentischer und attraktiver geworden. Die Menschen werden sicher die eine oder andere neue Entdeckung machen, wenn sie die Monumente wieder vor Ort erleben können.
Gisela Splett, Finanzstaatssekretärin

Die Beschäftigten der SSG nutzten die vergangenen Monaten jedoch aktiv.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten haben die Zeit der Beschränkungen genutzt und die Monumente ein Stück mehr zukunftstauglich gemacht

Gisela Splett, Finanzstaatssekretärin

Beispielsweise sei die Wiederherstellung der königlichen Wohnungen in Schloss Ludwigsburg in den originalen Zustand vom Beginn des 19. Jahrhunderts gut vorangekommen. Beim größten Restaurierungsprojekt der SSG werden noch bis 2023 insgesamt 35 Räume saniert.

Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands steht in Ludwigsburg, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ralf Cohen

Und auch in Sachen digitale Transformation ging es voran.

Die Digitalisierung von Kulturliegenschaften ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit der SSG.

Dank vielfältiger Aktionen in den sozialen Medien und virtueller Rundgänge etwa durch das Neue Schloss Meersburg, Kloster Maulbronn und Schloss Weikersheim musste 2020 niemand ganz und gar auf Eindrücke aus den Monumente des Landes verzichten.

Gisela Splett, Finanzstaatssekretärin
Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre. Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Für den Einsatz im Unterricht zu Hause entstanden in Schloss Ludwigsburg kurze Videos. Sie sind der erste Baustein eines digitalen Begleitangebots für die Grundschulen in der Region. Darüber hinaus wird ein Multimedia-Guide vorbereitet, der ab 2022 in den SSG-Monumenten zum Einsatz kommen soll.

Nach den intensiven Arbeiten hinter den Kulissen sieht die Staatssekretärin die Schlösser, Gärten, Klöster und Burgen bestens vorbereitet für die Zeit, zu der die Infektionslage eine Wiederöffnung zulässt: „Unsere historischen Stätten sind im vergangenen Jahr noch authentischer und attraktiver geworden. Die Menschen werden sicher die eine oder andere neue Entdeckung machen, wenn sie die Monumente wieder vor Ort erleben können.”

pm/ tm

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