23.09.2025
Bevor Baugerüste das Schloss erobern, wartet auf das Museumsteam eine gigantische Aufgabe: Rund 17.500 Objekte müssen dokumentiert, gesichert und verpackt werden. Schon ab dem 29. September beginnt die Rückgabe von rund 350 Dauerleihgaben. Darunter so markante Stücke wie ein Fachwerkgiebel, der nach Eppingen zurückkehrt, oder die ägyptische Mumie, die ins Rosgartenmuseum nach Konstanz zieht. Auch sportliche Erinnerungsstücke – etwa von Steffi Graf oder Skispringer Dieter Thoma – wandern zurück zu ihren prominenten Leihgebern.
„Die Rückgabe der Dauerleihgaben ist organisatorisch notwendig: So schaffen wir Platz für die Sanierung und geben den Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit, ihre Werke selbst zu verwahren oder sie anderen Häusern zur Verfügung zu stellen“, erklärt Direktor Prof. Dr. Eckart Köhne.
Doch das Museum gibt nicht nur Objekte zurück, sondern schickt auch eigene auf Reisen: So wird die berühmte Amun-Statue aus dem Badischen Landesmuseum für die Zeit der Sanierung als Leihgabe im Ägyptischen Museum in Turin zu sehen sein.

„Die Amun-Statue ist ein Glanzstück unserer Sammlung. Umso schöner, dass sie während der Schlosssanierung in Turin einem internationalen Publikum zugänglich bleibt, bevor sie nach Karlsruhe zurückkehrt – wo sie bereits fest in der neuen Dauerausstellung eingeplant ist“, so Köhne.
Anfang 2026 geht es im Badischen Landesmuseum mit einer groß angelegten Aktion weiter: Nun werden die übrigen Objekte der Sammlung Schritt für Schritt von Wänden, Sockeln oder aus den Vitrinen genommen, dokumentiert und professionell verpackt. Dabei ist größte Umsicht gefragt, denn viele Stücke sind fragil oder von imposantem Format. „Unsere Ausstellungskoordinatoren, das Team der Restauratorinnen und Restauratoren und der Technische Dienst verfügen über große Erfahrung im Umgang mit außer- gewöhnlichen Objekten – von feinsten Porzellanen und mittelalterlichen UNESCO-Handschriften bis zum Auf- und Abbau des 18 Meter langen Blauen Zelts aus Krakau oder der Tomba della Nave, einem etruskischen Kammergrab. Diese Expertise gibt uns die Sicherheit, auch die schwierigsten Stücke verantwortungsvoll zu bewegen. Zugleich ist das Verpacken eine Inventur unserer Schätze – ein besonderer Moment, da viele der Objekte seit Jahrzehnten nicht bewegt wurden und nun erstmals wieder aus nächster Nähe begutachtet werden können“, so Köhne.
Während im Schloss die Kartons gestapelt werden, geht der Museumsbetrieb andernorts weiter:
„Wir werden oft gefragt: Habt ihr während der Sanierung eigentlich noch etwas zu tun? Da müssen wir schmunzeln“, sagt Köhne. „Tatsächlich gibt es mehr Arbeit denn je: Transportlogistik, neue Projekte und parallel schon die Vorbereitung der Neueinrichtung und Wiedereröffnung. Aber eines ist klar: Die Sanierung ist dringend notwendig. Das Schloss braucht diese Erneuerung – mit energetischer Modernisierung, besserem Raumklima, Barrierefreiheit und Brandschutz. Und unsere Besucherinnen und Besucher ver- dienen ein Museum, das konzeptionell erneuert ist: mit hoher Aufenthaltsqualität und erlebnisreichen Ausstellungen.“
Wer den Umzug miterleben will, kann dies online tun: Ab 1. Oktober startet das digitale Magazin echo, das Einblicke in den Alltag hinter den Kulissen gibt – vom Verpacken fragiler Objekte bis zur Rückkehr von Leihgaben. So bleibt das Schloss auch während der Schließzeit präsent.
tm/pm
23.09.2025
Bevor Baugerüste das Schloss erobern, wartet auf das Museumsteam eine gigantische Aufgabe: Rund 17.500 Objekte müssen dokumentiert, gesichert und verpackt werden. Schon ab dem 29. September beginnt die Rückgabe von rund 350 Dauerleihgaben. Darunter so markante Stücke wie ein Fachwerkgiebel, der nach Eppingen zurückkehrt, oder die ägyptische Mumie, die ins Rosgartenmuseum nach Konstanz zieht. Auch sportliche Erinnerungsstücke – etwa von Steffi Graf oder Skispringer Dieter Thoma – wandern zurück zu ihren prominenten Leihgebern.
„Die Rückgabe der Dauerleihgaben ist organisatorisch notwendig: So schaffen wir Platz für die Sanierung und geben den Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit, ihre Werke selbst zu verwahren oder sie anderen Häusern zur Verfügung zu stellen“, erklärt Direktor Prof. Dr. Eckart Köhne.
Doch das Museum gibt nicht nur Objekte zurück, sondern schickt auch eigene auf Reisen: So wird die berühmte Amun-Statue aus dem Badischen Landesmuseum für die Zeit der Sanierung als Leihgabe im Ägyptischen Museum in Turin zu sehen sein.

„Die Amun-Statue ist ein Glanzstück unserer Sammlung. Umso schöner, dass sie während der Schlosssanierung in Turin einem internationalen Publikum zugänglich bleibt, bevor sie nach Karlsruhe zurückkehrt – wo sie bereits fest in der neuen Dauerausstellung eingeplant ist“, so Köhne.
Anfang 2026 geht es im Badischen Landesmuseum mit einer groß angelegten Aktion weiter: Nun werden die übrigen Objekte der Sammlung Schritt für Schritt von Wänden, Sockeln oder aus den Vitrinen genommen, dokumentiert und professionell verpackt. Dabei ist größte Umsicht gefragt, denn viele Stücke sind fragil oder von imposantem Format. „Unsere Ausstellungskoordinatoren, das Team der Restauratorinnen und Restauratoren und der Technische Dienst verfügen über große Erfahrung im Umgang mit außer- gewöhnlichen Objekten – von feinsten Porzellanen und mittelalterlichen UNESCO-Handschriften bis zum Auf- und Abbau des 18 Meter langen Blauen Zelts aus Krakau oder der Tomba della Nave, einem etruskischen Kammergrab. Diese Expertise gibt uns die Sicherheit, auch die schwierigsten Stücke verantwortungsvoll zu bewegen. Zugleich ist das Verpacken eine Inventur unserer Schätze – ein besonderer Moment, da viele der Objekte seit Jahrzehnten nicht bewegt wurden und nun erstmals wieder aus nächster Nähe begutachtet werden können“, so Köhne.
Während im Schloss die Kartons gestapelt werden, geht der Museumsbetrieb andernorts weiter:
„Wir werden oft gefragt: Habt ihr während der Sanierung eigentlich noch etwas zu tun? Da müssen wir schmunzeln“, sagt Köhne. „Tatsächlich gibt es mehr Arbeit denn je: Transportlogistik, neue Projekte und parallel schon die Vorbereitung der Neueinrichtung und Wiedereröffnung. Aber eines ist klar: Die Sanierung ist dringend notwendig. Das Schloss braucht diese Erneuerung – mit energetischer Modernisierung, besserem Raumklima, Barrierefreiheit und Brandschutz. Und unsere Besucherinnen und Besucher ver- dienen ein Museum, das konzeptionell erneuert ist: mit hoher Aufenthaltsqualität und erlebnisreichen Ausstellungen.“
Wer den Umzug miterleben will, kann dies online tun: Ab 1. Oktober startet das digitale Magazin echo, das Einblicke in den Alltag hinter den Kulissen gibt – vom Verpacken fragiler Objekte bis zur Rückkehr von Leihgaben. So bleibt das Schloss auch während der Schließzeit präsent.
tm/pm
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